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Werkstatt verursacht Schaden und ich soll zahlen

18.06.2011 13:59 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes


Ich habe mein Fahrzeug in die Werkstatt gebracht, damit diese bei meinem VW Caddy den Abgas Temperaturfühler austauschen. Dazu musste die Werkstatt den Krümmer demontieren. Bei der Demontage saß ein Bolzen fest. Beim versuch diesen zu lösen, ist selbiger abgerissen. Um wieder einen neuen Bolzen anzubringen, wurde der Turbolader ausgebaut. Dies hat die Werkstatt mir auch mitgeteilt und ich sagte, dass sie dies wieder in Ordnung bringen sollten. Die Arbeiten sind fertig und aus den geplanten Kosten von ca. 230€ sind nun 1100€ geworden. Aus Kulanz gibt die Werkstatt 200€ Nachlass. Den Rest solle ich Zahlen. 1. Wie soll ich mich verhalten.
2. Wenn ich nicht zahle, wollen die mein Auto einbehalten. Dürfen die das?

Bitte helfen Sie mir

MFG
A.I.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Zu 1.:
Der Betreiber der Werkstatt haftet für die zusätzlichen Reparaturkosten durch den abgerissenen Bolzen, wenn der Bolzen durch ihn oder einen Mitarbeiter pflichtwidrig abgerissen wurde. Wäre der Bolzen auch bei ordnungsgemäßer Arbeit abgerissen, trifft den Werkstattbetreiber keine Haftung. Die Beweislast für eine pflichtwidrige Beschädigung und damit eine mangelhafte Arbeit liegt bei Ihnen.

Der Betreiber der Werkstatt hat Sie im Weiteren auch gem. § 650 II BGB über die zusätzlichen Arbeiten informiert. Da Sie diese zusätzlichen Arbeiten in Auftrag gegeben haben, sind Sie zur Zahlung verpflichtet, sofern die Haftung nicht bei der Werkstatt liegt (s.o.).

Zu 2.:
Es besteht zugunsten der Werkstatt ein Werkunternehmerpfandrecht gem. § 647 BGB. Auch solange Streit über etwaige mangelhafte Arbeit besteht kann der Wagen gepfändet werden; die Werkstatt ist dann aber noch nicht berechtigt, den Wagen zu verwerten.

Um Ihr Fahrzeug zu erhalten, sollten Sie die unstreitigen Reparaturkosten bezahlen. Bezüglich der streitigen Mehrkosten können Sie entweder unter dem Vorbehalt der Rückforderung bezahlen oder eine Einstweilige Verfügung bei Gericht auf Herausgabe erheben. Dabei trifft Sie -wie bereits erläutert- die Beweislast für die mangelhafte Arbeit des Unternehmers.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

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