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Werkstatt rückt trotz nicht erfolgter Reparatur Fahrzeug nicht heraus

25.08.2012 13:41 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

vor nahezu genau einem Jahr erwarb ich über das Internet ein Wohnmobil älteren Baujahres, welches ich im Anschluss im Rahmen einer Abholung 360 Km von Annweiler/Oberpfalz. zu meinem Heimatort in München überführen wollte.

Nach ca. 30 Kilometern blieb ich mit dem Fahrzeug aufgrund eines zunächst undefinierbaren Defekts auf der Autobahn liegen und ich wurde vom ADAC als bestehendes Mitglied in die nahegelegene Vertragswerkstatt geschleppt.

Nachdem ich in dem zugrundeliegenden Wohnmobil auf dem Grundstück der Werkstatt die Nacht verbracht habe teilte mir der Autohausbesitzer am darauffolgenden Vormittag nach vollzogener Ursachenforschung mit, dass er das Fahrzeug trotz des vorliegenden Samstags in den kommenden Stunden wieder auf Vordermann bringen würde und ich daraufhin die Heimreise antreten könne.

Nach kurzer in Augenscheinnahme wurde als Schadensdiagnose am Wohnmobil eine defekte Lichtmaschine ausgemacht, welche beim Autohaus als gebrauchtes Ersatzteil vorlag sowie eine zu erneuernde Batterie, welche ich ebenfalls vom Autohaus erhalten habe deren Unkosten sich auf einen Gesamtbetrag in Höhe von 150 € belaufen sollten

Nachdem ich den gesamten anscliessenden Tag auf dem Gelände des Autohauses ausgeharrt habe und gegen Abend im Rahmen eines Schnellverfahrens innerhalb einer halben Stunde die erwähnten Teile ausgetauscht wurden machte ich mich auf den Heimweg.

Nachdem das Wohnmobil ca. 20 Kilometer ohne Beanstandung gefahren war setzte bei dem Fahrzeug nach dieser absolvierten Strecke erneut der Motor aus und es entstand selbige Situation wie am Vortag als ich mit dem Wohnmobil auf freier Strecke liegenblieb.
Ich wurde von Seiten des Autohauses ein weiteres Mal von dem Spezial-Abschleppwagen abgeholt und verbrachte den darauffolgenden Sonntag bis einschliesslich Montag erneut auf dem Gelände, da mir von Seiten des Autohaus-Inhabers telefonisch zugesichert wurde, dass das Wohnmobil sogleich am Montag in aller Früh repariert werden würde.

Nachdem bis zum späten Nachmittag des benannten Montags immer noch keine Anstalten unternommen wurden, dass das Wohnmobil instandgesetzt werden würde und ich am wieder darauff. Dienstag einen Termin in München wahrzunehmen hatte teilte ich dem Autohausbesitzer mit, dass ich per Mitfahrzentrale nach München reisen würde und das Wohnmobil in den kommenden Tagen nach Absprache und wenn es repariert sein würde wieder abholen würde.

Was daraufhin folgte lässt sich rückwirkend eigentlich weder mit einem Alptraum vergleichen und nachvollziehen noch in Worte fassen.
In den folgenden Monaten wurde ich bei unzähligen Kontaktaufnahmen meinerseits jedesmal vertröstet oder aufgrund angeblicher... Nichtanwesenheit von Seiten der Mitarbeiter erst gar nicht mit dem Chef verbunden.
Nachdem ich in etwa nach drei Monaten den Autohausbesitzer nach einer neuerlichen Nichterreichbarkeit schliesslich am Telefon hatte und ich meinem Ärger am Telefon mittlerweile Nachdruck verliehen hatte, teilte mir der Werkstattmeister mit, dass der Motor plötzlich von allen Seiten Öl verlieren würde und der Motorblock aufwendig abgedichtet werden müsste....??
Der Preis für die Instandsetzung würde 1200 € betragen deren Mitteilung Herr K. mit der in einem etwas unverschämten Ton, dass ich mich schnell entscheiden solle ergänzte.
Ich bemängelte, dass der entsprechend der erstellten Schadensdiagnose ursprünglich mündlich übermittelte Kostenvoranschlag in Höhe von 150 € dem jetzt plötzlich erstellten um ein 8-faches übersteigt und ich eine solche Vorgehensweise nach 3-4 Monaten nicht als in Ordnung empfinde.
Mir ist bekannt, dass im Rahmen eines Kostenvoranschlages eine Abweichung von 20 % als annehmbar anzusehen ist. Die vorliegende Abweichung in Höhe eines 8-fachen Betrages ist meines Erachtens aber in keinster Weise hinnehmbar...

Ich teilte dem Autohausbesitzer mit, dass das Wohnmobil zu diesem Preis sicherlich nicht reparieren zu lassen gedenke und dass ich um Überführung des Fahrzeugs bitte.

Obwohl ich als ADAC-Plus-Mitglied ein Anrecht gehabt hätte, dass das Wohnmobil von Seiten des Automobilclubs im Rahmen einer gewissen Frist kostenfrei an meine Wohnadresse überführt worden wäre, diese Option aufgrund einer Frist und der zugrundeliegenden fortwährenden abgehaltenen Zeitverzögerung in den vergangenen Wochen verfallen war und ich eigentlich ein Anrecht darauf gehabt hätte, dass mir das Fahrzeug kostenfrei überführt werden würde, erklärte ich mich bereit die Kosten für die entsprechende Überführung zu übernehmen wenn diese denn nur schnell von Statten gehen würde.

Im Anschluss darauf folgte hinsichtlich einer Verschleppung dieser Angelegenheit ein erneutes Martyrium, bei welcher die Überführung in den weiteren verstrichenen Monaten....! mit der Begründung hinausgezögert wurde, dass dem Autohaus bezüglich der Grösse des Wohnmobils für eine Überführung kein entsprechendes Fahrzeug zur Verfügung stehen würde.
Zwischendurch stand ich im weiteren Verlauf mehrfach mit der Gattin des Autohausbesitzers in Verbindung, welche mir in der laufenden Zeit abwechselnd zusicherte, dass mir das Gefährt in den nächsten Tagen zugestellt werden würde und ich zwischendurch Telefonnummern von Abschleppunternehmen übermittelt bekam, mit welchen sich eine Überführung allerdings als nicht realisierbar erwiesen hat, worauf ich beschloss im Internet ein Inserat aufzugeben.

Ich erhielt von einem Transportunternehmen auf diese vor einem knappen Monat das Angebot, dass das Wohnmobil zum Preis von 450 € zu mir überführt werden könnte.
Ich willigte sofort ein und kündigte dem Autohaus K. daraufhin umgehend an, dass es mir für die darauffolgende Woche gelungen ist ein Speditionsunternehmen zu beauftragen und dieses leidige Kapitel nun endlich abgeschlossen werden könne.
Der Mitarbeiter hielt während des Telefonats kurz Rücksprache mit einer weiteren in der Firma ansässigen Person und teilte mir daraufhin mit, dass dies in Ordnung gehen würde.

Am vorletzten Freitag, den 17.08. kündigte sich das Abschleppunternehmen am Vortag zusätzlich nochmals für den darauffolgenden Tag an und bei dessen abgehaltenen Telefonat hinsichtlich einer Abholung keinerlei Einwände geäussert wurden und auch die Bestätigung erteilt wurde, dass für eine Beladung zwei Personen vor Ort sein würden.
Nachdem das Speditionsunternehmen am vereinbarten Abholtag auf dem Gelände eintraf erhielt es zu deren Verwunderung von Seiten des Werkstattbesitzers Herrn K. die Mitteilung, dass das Fahrzeug nicht herausgegeben wird, da "hinsichtlich des Fahrzeugs aufgrund der langen Standzeit eine Standgebühr in Höhe von 500 € offen sei"....???!

Nachdem mich das Abschleppunternehmen von dieser Dreistigkeit unterrichtete setzte ich mich umgehend mit Herrn K. in Verbindung bei dessen Gespräch ich diesen an den Umstand erinnert habe aus welchem Grund es eigentlich zu dieser aberwitzig langen Standzeit kam woraufhin ich von dessen Seite lediglich zur Antwort erhielt, dass auf den Gebühren bestanden werde.

Nachdem zunächst also das Fahrzeug unfachmännisch repariert wurde, was nach wenigen Kilometern zu einer erneuten Rückführung führte, ich einen weiteren Tag in der Kiesgrube verbringen musste, sich nach meiner Heimkehr die Instandsetzung des Wohnmobils um zahlreiche Monate verzögerte, ich daraufhin plötzlich einen Kostenvoranschlag erhielt, welcher den ursprünglichen um ein 8-faches überstiegen hat, sich seitens der Chefgattin entgegen deren Versprechungen mir das Wohnmobil bald zuzuführen sich auch in dieser Hinsicht nichts getan hatte und ich es endlich geschafft hatte ein geeignetes Fahrzeug für das überlange Wohnmobil zu organisieren wurde mir zur Krönung also (trotz unmittelbar zuvor erfolgter zweifacher Zusage....) die Herausgabe des Fahrzeuges verwährt....

Ich fühle mich nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass das Wohnmobil parallel zu einer gedachten privaten Eigennutzung während des gesamten Jahres über hätte gewerblich vermietet werden sollen, in dessen Hinsicht nahezu 12 Monate "ins Land gegangen sind"...., in nicht unerheblicher Weise geschädigt, um nicht zu sagen genötigt und möchte anfragen auf welche Weise ich die Herausgabe meines Wohnmobils im Rahmen einer Dringlichkeit baldmöglichst erreichen kann, da es für mich eigentlich völlig unakzeptabel erscheint, dass nach der bereits verloren gegangenen Zeit unter Vorlage der geschilderten Begründung weitere Zeit vergeudet wird und ich hierdurch auf unabsehbare Zeit weiterhin nicht an mein Wohnmobil gelange.

Abschliessend möchte ich noch bemerken, dass abgesehen von der Tatsache, dass die Ursache für die verzögerte Entfernung des Wohnmobils, welche von Seiten der Autowerkstatt moniert wird bei dieser selbst liegt, ich mein Wohnmobil eigentlich bereits im vergangenen Jahr gerne zugeführt bekommen hätte, wie es mir von Herrn K. und dessen Partnerin zur damaligen Zeit auch mehrfach zugesagt wurde..... und von einer Standgebühr in all der Zeit bis zum angekündigten und vereinbarten..! Abholtag kein Wort verloren, respektive mir von einer erforderlichen Entrichtung einer solchen nichts mitgeteilt wurde.

Desweiteren würde ich in der Fortsetzung hinsichtlich dieser Angelegenheit eine Vertretung meiner rechtlichen Interessen in Anspruch nehmen, da ich aufgrund der vorliegenden Sachlage nicht von einer Einigung ausgehe.

Für eine Rückantwort bedanke ich mich im Voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüssen

Rudolf Meskovic

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Da Ihre Sachverhaltsschilderung keinen Hinweis darauf enthält, dass zwischen Ihnen und der Werkstatt eine Vereinbarung hinsichtlich der Standgebühren getroffen wurde, kann von Ihnen eine solche auch nicht verlangt werden. Vielmehr hätte dies zwischen Ihnen und den Werkstattbetreibern ausdrückliche Vereinbart werden müssen.
Jedenfalls ist dies so in ähnlich gelagerten Fällen von verschiedenen Gerichten entschieden worden. Überprüfen Sie aber bitte trotzdem, ob möglicherweise in den AGB eine entsprechende Regelung existiert.

Ohne eine eigene Forderung der Werkstatt gegen Sie kann sie auch kein Zurückbehaltungsrecht gegen Sie geltend machen. Das Fahrzeug muss demnnach an Sie herausgegeben werden insofern keine anderen Forderung gegen Sie bestehen.

Darüber hinaus sprechen aber auch weitere Gründe gegen die Verpflichtung Standgebühren zu zahlen. Es ist nämlich so, dass jedem eine Schadensminderungspflicht obliegt, der der Werstattbetreiber sicher nicht nachgekommen sein dürfte.
Zum einen hat er durch die fortdauernde Gesprächsverweigerung und mangelnde Kooperationsbereitschaft eine frühzeitige Abholung des Fahrzeugs verhindert oder jedenfalls erschwert. Zum anderen hat die Firma, wie Sie schreiben, die Überführung zur damaligen Zeit auch mehrfach zugesagt aber es dennoch unterlassen.
Da diese Faktoren die Überführung wesentlich verzögert haben und in den Verantwortungsbereich der Werkstattbetreiber liegen, wäre es unverständlich Sie für diese Umstände auch noch in Anspruch zu nehmen.

Eines noch am Rande:
Möglicherweise sollten Sie auch erwägen, Gewährleistungsansprüchen gegen den Verkäufer des Wohnmobils geltende zu machen, soweit diese nicht abbedungen wurden. Diesbezüglich muss jedoch auf die verkürzte Verjährungsfrist hingewiesen werden, die bei Gebrauchtwagen regelmäßig nur ein Jahr beträgt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
André Meyer, Rechtsanwalt

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