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Werkstatt hat einen Schaden am Auto verursacht und nicht darauf aufmerksam gemacht

06.11.2010 16:29 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Sehr geehrte Damen und Herren,
mir ist am 5 November folgendes passiert.Ich hatte mein Auto einen Peugeot 307 Cabrio in eine Werkstatt gegeben um die Bremsen (Beläge und Scheiben) vorne und hinten zu erneuern.Ich war das erste mal dort zur Reperatur.Am Mittag erhielt ich einen Anruf des Chefs der Werkst.,er teilte mir mit das die hintere linke Bremsscheibe sich nicht lösen lässt weil der Achszapfen korridiert sei,er sagte man müsse das Teil herausbauen und ein neues einbauen.Ich muss dazu sagen dass ich eine Frau bin und von dieser Technik nichts verstehe.Ich fragte ob es nicht einen anderen Weg geben würde,dies wurde verneint.Ich gab mein ok.Stunden später erhielt ich einen erneuten Anruf der Werkstatt.Der Chef teilte mir mit dass der Kofferraum sich nicht öffnen ließe,er sagte sie hätten schon alles mögliche probiert um ihn zu öffnen.Ich sagte ihm das es noch nie irgendwelche Probleme mit dem Kofferr. gab und er sich noch kurz bevor ich ihn in die Werkstatt brachte tadellos öffnen und schliessen ließ,ich hatte meine 2 Reifen zum Wechseln hineingelegt.Er fragte "O-Ton" ob es denn einen "Trick 17" gäbe um den Koff. zu öffnen.Ich fragte "wie bitte"? Er sagte er muss weiter probieren.Ich überlegte nach dem Gespräch und rief ihn nach einigen Minuten wieder an.Ich sagte ihm dass das Auto vorher völlig in Ordnung war.Ich sagte ihm dass man den Knopf am Türschlüssel etwas länger drücken muss,und sich damit der Koff. entriegeln lässt.Er sagte ja das wisse er ja (muss er ja auch denn sie sind spezialisiert auf Peugeot).Wir beendeten das Gespräch (mit keinem guten Gefühl meiner Seite).Zwei Minuten danach rief er an und teilte mir mit das der Koff. jetzt auf sei,ich war verwundert.Er sagte ja es war doch wegen dem Schlüssel.Ehrlich gesagt kam mir das sehr seltsam vor das Ganze.Nun gut,ich war froh das ich nächsten Tag mein Auto holen konnte.Ich bezahlte knapp 700;Eur. Ich fragte wo mein Auto sei,er sagte es stehe auf dem Gelände nebenan,das zur Werkstatt gehört.Ich ging zu meinem Auto öffnete und sah einen total verdreckten Teppichboden (roter Sand) und die Fahrertür innen auch verschmutzt.Ich war etwas geschockt.Einem Kunden so ein verschmutztes Fahrzeug zurück zu geben,sollte nicht sein (zumal es ja vorher sauber war).Ich überlegte ob ich den Chef darauf ansprechen sollte,ließ es dann aber sein,denn die zwei Hiobsbotschaften zuvor reichten eigentlich aus.Für mich stand fest ich würde sowiso nicht mehr in diese Werkst.gehen.Also fuhr ich zur nächsten Tankstelle (ca. 200m entfernt) und wollte tanken und das Auto reinigen.Ich ging auf die rechte Seite um den Tankdeckel zu öffnen,und sah da dass die Stosstange nicht mehr bündig anliegt und Lack beschädigt ist und er Kratzer hat,auch auf der linken Seite sind Kratzer.Ich war so geschockt als ich das sah,fast den Tränen nah.Ich fuhr "direkt" wieder in die Werk. Ich zeigte dem Chef den Schaden und er sagte "oh wie kann dennn so etwas sein"? Ich geriet etwas ausser mich und sagte "Das müssten sie mir eigentlich sagen,ich habe das Auto hierher gebracht in einem ordnungsgemässen Zustand und jetzt sieht es so aus" Er druckste irgendwie herum.Ich sagte ich möchte wissen wer an meinem Auto gearbeitet hat.Er sagte das wisse er nicht.Dann wurde es mir zuviel,ich merkte man will mich hier hinters Licht führenwollte.Ich sagte ihm dass es "mein Recht sei" zu erfahren wer an dem Auto gearbeitet hat,und ich das so nicht akzeptiere.Plötzlich fiel es ihm doch ein und er rief jemanden aus der Werkstatt.Es kam ein total vermutzter Mann (ich habe noch nie in einer Werkstatt so einen total schwarzen verdreckten Menschen gesehen)Ich konnte einen Blick in die Werkst. werfen und war geschockt.Alles veraltet (wie in den 60er Jahren) da standen nur alte verdreckte Autos drin.Ich bin 45 aber so eine Werkstatt hatte ich noch nie gesehen.Dieser Mann sagte auch er wisse nicht wieso das so sei.Ich dachte ich bin in einem schlechten Film.Ich wurde ziemlich sauer weil einfach klar war das hier was passiert ist (was auch immer) und keiner will die Verantwortung tragen.Ich machte dem Chef unmissverständlich klar dass ich das so nicht akzeptieren werde,und zur Not auch rechtliche Schritte einleiten werde.Plötzlich wurde er zugänglicher und meinte "ja er würde dafür Sorge tragen dass es beseitigt wird" jedoch erst am Montag weil er heute noch Termine hätte.Ich fuhr vom Hof und direkt in ein renommiertes Autohaus das eine eigene DEKRA im Hause hat.Ich wollte mir einfach direkt (und nicht nach ein paar Tagen) Rat holen und auch den Schaden dokumentieren lassen.Ein Gutachter schaute sich das Auto an,er sagte es siehe so aus wie wenn es eine Gewalteinwirkung gegeben hat (evtl.wo ran gefahren).Deswegen sei auch der Kofferraum nicht mehr bündig.Es wurden Fotos gemacht.Es wurde ein Kostenvoranschlag gemacht.Ein Gutachten zu machen läge bei 200-300Eur.Davon riet er mir erst mal ab.Da ich rechtschutzversichert bin (auch Verkehr) solle ich erst mal abwarten wie dieser Inhaber der Werkstatt denn am kommenden Montag reagieren wird.Dann könne man immer noch Schritte einleiten.Ich fuhr auf meinem Wege nach Hause an der Werstatt vorbei,und ging nochmals hinein.Im Büro war ausser dem Chef noch die Büroangestellte da.Ich sagte nur dass er ja wisse das wir am Montag einen Termin wegen dem Auto hätten,und ich in der Zwischenzeit bei einem Gutachter war und alles dokumentiert wurde.Ich wollte ihm dadurch auch einfach signalisieren das ich etwas unternommen habe.Er sagte "ja,ja ich sagte ihnen ja schon das wir uns darum kümmern wollen und O-TON "die Kuh vom Eis zu bekommen" Dann sagte er plötzlich,ja es könnte ja sein dass ich schon einen Unfall hatte.Als ich das hörte brachen alle Dämme bei mir (jetzt sollte ich mir auch noch so etwas unterstellen lassen) Ich sagte ihm dass es nicht zu meinen Charaktereigenschaften gehöre Leute zu betrügen,und ich mir so eine Anschuldigung auch nicht sagen lasse.Plötzlich wurde er wieder ganz säuselig in seiner Stimme und sagte "Dinge können ja passieren in einer Werkstatt" ich sagte daraufhin "ja sicher,ich sagte ja auch nicht dass sie selbst dafür verantwortlich sind,es kann ja einem ihrer Mechaniker passiert sein" "auf jeden Fall ist an dem Auto ein Schaden der vorher nicht dran war".

Liebes Expertenteam bitte entschuldigen sie diesen sehr langen Text und die Ausführlichkeit dessen.Ich wollte jedoch ein genaues Abbild der Situation schildern,und auch allles erwähnen.Ich bitte um Ihren Rat,da ich noch nie in so einer Situation war,und diese auch alleine meistern muss.Wie kann oder soll ich mich verhalten?
Ich hoffe es gibt noch Gerechtigkeit, und dass ein Mensch der keinerlei Schuld trägt,nicht für die Fehler anderer bezahlen muss.Für Ihre Antwort bedanke ich mich sehr sehr herzlich.

Viele Grüsse
M.F.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Sie können sich zwar auf eine Reparatur des entstandenen Schadens am Kofferraum sowie eine komplette fachmännische Reinigung des Fahrzeugs – auf diese sollten Sie zudem bestehen - durch die Werkstatt einlassen, doch kann hier nicht abschließend beurteilt werden, ob nicht auch eine Wertminderung eingetreten ist, welche zusätzlich in Geld auszugleichen wäre, schließlich ist Ihr PKW jetzt nicht mehr unfallfrei. In diesem Zusammenhang kommt es aber neben dem Alter Ihres Fahrzeugs auch auf die Tatsache an, ob schon Vorschäden bestanden haben, also schon ein Unfallschaden bestand.

Da der Sachverständige der DEKRA von der Erstellung eines Gutachtens abgeraten ist, gehe ich davon aus, dass der Schaden unter € 750 liegt, denn erst ab dieser sog. Bagatellgrenze wird ein Gutachten wegen der Schadenminderungspflicht des § 254 Abs. 2 BGB auf Kosten des Schädigers von der Rechtsprechung akzeptiert.

Sie sollten – sofern Sie die Reparatur durchführen lassen – den Sachverständigen erneut aufsuchen und danach befragen, ob der Schaden beseitigt worden ist. Wenn dies nicht der Fall ist, rate ich Ihnen, umgehend einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Vertretung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.11.2010 | 19:27

Hallo Herr Böhler,
vielen Dank für ihre Antwort.Der Gutachter hat nicht abgeraten von einem Gutachten,sondern eher im Hinblick auf den kommenden Montag und ob man da zu einer gütlichen Einigung kommt.Dann kann das Gutachten immer noch erstellt werden.Es wurde erst mal ein Kostenvoranschlag gemacht der sich auf 930;Eur beläuft.
Meine Frage ist hätte der Chef der Werkstatt nicht mit mir gemeinsam zu Auto gehen müssen,so eine Art "Abnahme"? Denn wäre dies geschehen hätte ich den Schaden ja entdeckt.Stattdessen stand das Auto auf einem Gelände neben einem türkischen Imbiss,das frei zugänglich ist,und zur Werstatt gehört.Mir wurde nur gesagt wo das Gelände sei und ich lief alleine dorthin.Mein Auto war so geparkt das man nur die linke Seite frontal sah.Wären wir gemeinsam um das Auto gelaufen hätte ich den Schaden ja gesehen.Musste ich deshalb wohl alleine auf dieses Gelände weil man hoffte das ich den Schaden nicht sofort entdecke,und wenn es mir ein paar Tage später erst auffällt,man ja so argumentieren kann,das mir das ja in der Zwischenzeit passiert sein kann.Aber gottseidank habe ich es ja 5 Minuten später an der Tankstelle entdeckt.Mein Sohn hat mir am besagten Tag als ich das Auto zur Reparatur in die Werkstatt brachte die 2 Reifen in den Kofferraum gelegt,und fuhr mit mir bis zur Werstatt,und dann weiter in sein Büro.Er kann also bezeugen dass das Auto in keinster Form beschädigt war.Wie sieht es aus wenn der Chef wenn er den Kostenvoranschlag sieht plötzlich doch von nichts mehr eine Ahnung hat;sprich sagt, "er wisse nicht wie das passiert sei"??Wie kann man sich bei so einer Aussage weiter verhalten? Ich habe so das Gefühl das er meint wenn ich am Montag komme,sie vielleicht am Kofferraum "herumdrücken" bis es wieder bündig ist.Aber ich möchte das fachmännisch erledigt haben.Kann ich darauf bestehen?
Denn die Werkstatt ist eine einfache Werkstatt wie ich schon erwähnte,und kein Karosseriebau oder Lackiererei.Ist es mein Recht den Wagen z.B. zu Peugeot zu geben und reparieren zu lassen?
Ich bedanke mich nochmals herzlichst für Ihre Antwort!

Mit freundlichen Grüssen

M.F.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.11.2010 | 20:43

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Der "Chef" der Werkstatt war nicht verpflichtet, gemeinsam mit Ihnen um das Fahrzeug herumzugehen. Ein Gericht könnte annehmen, dass die Abnahme bereits dadurch erfolgt ist, dass Sie den Werklohn bezahlt haben und auch trotz des stark verschmutzten Innenraums nicht reklamierten, sondern weggefahren sind. Hier sind Sie der Gegenseite leider "auf den Leim gegangen". Glücklicherweise haben Sie den Schaden dennoch unmittelbar festgestellt, ansonsten hätte sich die Beweislage stark verschlechtern können. So kann die Werkstatt schlecht damit argumentieren, dass Sie erst weggefahren sind, aber nach wenigen Minuten zurückgekommen sind - die Wahrscheinlichkeit für einen zwischenzeitlichen Unfall ist ja sehr gering.

Sie haben grundsätzlich das Recht, den Schaden in einer Werkstatt Ihrer Wahl fachmännisch reparieren zu lassen. In dieser besonderen Konstellation dürfte aber aufgrund der Schadenminderungspflicht ein Reparaturversuch der Gegenseite zuzulassen sein.

Sollte dort aber keine Bereitschaft zu einer fachmännischen Schadenswiedergutmachung bestehen, kann nur nochmals zur Einschaltung eines Kollegen vor Ort geraten werden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

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