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Werkstatt führte falsche Autoreparatur durch - Abzocke?

28.06.2018 22:02 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Guten Tag,

ich habe eine Nachfrage, da ich leider erst heute davon erfuhr:

Person X brachte sein Kfz in die Vertrags-Werkstatt (ist dort schon seit 13 Jahren Kunde). Sein Problem: Der Motor lief unrund. Nach einer Messung der Kompression wurde mitgeteilt, dass der Zylinderkopf erneurt werden muss. Kosten 3.606,26 € (Wert des Kfz zum derzeitigen Zeitpunkt ca. 2.000€, was dem PKW-Halter damals unbekannt war). Nach der Reparatur (26.7.17 bezahlt) bestand das Problem weiterhin. Daraufhin wurde von der Werkstatt der Nockenwellengeber erneuert. 67, 21 € bezahlt am 28.7.17. Der Fehler bestand weiterhin. Person X fuhr mit Problem weiter, da die Werkstatt meinte, das sei dann eben so. Am 4.1.18 wurde das Kfz erneut von der Werkstatt repariert: eine defekte Zündspule. Kostenpunkt 62,55 €. Meine heutige Recherche (Internet und Auskunft eines KFZ-Meisters) legt den Verdacht nahe, dass die Werkstatt die falsche Reparaturen durchführte. Liegt hier ggf. ein Rechtsverstoß vor? Wennja, welcher und wie sollte vorgegangen werden? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Ratsuchender,


die Werkstatt hatte die Verpflichtung, den Mangel zu beseitigen.

Dazu hat sie die erforderlichen Arbeiten auszuführen.

Macht sie das nicht und besteht der Mangel nach der Reparatur weiter, haben Sie über §§ 633, 634 BGB folgende Gewährleistungsrechte:


1. Sie können die Nacherfüllung verlangen, also die kostenfreie Beseitigung des Mangles durch ordnungsgemäße Reparatur.

2. Sie können über § 637 BGB den Mangel selbst beseitigen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen.

3. Sie können nach den §§ 636, 323 und 326 BGB von dem Vertrag zurücktreten oder nach § 638 BGB die Vergütung mindern.

4. Sie können nach §§ 636, 280, 281, 283 und 311a BGB Schadensersatz oder nach § 284 BGB Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen.

Voraussetzung ist, dass Sie zuvor der Werkstatt mit angemessener Frist eben zur Nacherfüllung aufgefordert haben.

Weigert diese sich erneut und lauft die Frist ab, sollte dann der Mangel durch einen Gutachter festgehalten werden. Der Gutachter sollte dann auch die Sinnlosigkeit der von Ihnen gezahlten Reparaturen prüfen.

Wird das bestätigt, können Sie dann die oben geschilderten Rechte durchsetzen, wobei wohl der Schadenersatz oder die Ersatzvornahme in Betracht kommt.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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