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Werkstatt arbeitet nicht. Auto bereits über ein Jahr in Reparatur!


| 22.12.2016 16:50 |
Preis: 35,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo zusammen,

ich hoffe, man kann mir hier weiterhelfen!

Im Januar 2014 brachte ich mein Auto in eine lokale Werkstatt, die dort TÜV und AU machen lassen sollte. Es kam auch ohne Mängel durch. Allerdings konnte ich danach noch ganze 30 km fahren und hatte dann einen Motorschaden!
Die Werkstatt hat mir mitgeteilt, dass das ein schleichender Prozess ist und jederzeit auftreten kann. Sie treffe keine Schuld...

Vor über einem Jahr habe ich dann das Auto in eine andere, mir bereits bekannte, Werkstatt zur Reparatur gegeben.
Der Kostenvoranschlag vom 20.11.2015 belief sich auf 7665,20 €. Wobei 2.023,00 € Lohnkosten der Werkstatt, 1835,00 € Lohnkosten bei einem externen Motorbauer und 3.807,20 € Materialkosten angesetzt waren (alles Bruttopreise).
Am 26.11.2015 habe ich den Auftrag für die Reparatur gegeben und bereits die Materialkosten für Ersatzteile in bar bezahlt. Da diese Werkstatt schon schlechte Erfahrungen mit Kunden gemacht hat, verlangt sie Materialkosten immer im Voraus. Ich kenne die Werkstatt und habe mein Fahrzeug dort bereits mehrfach zur Reparatur gehabt und hatte daher auch keine Bedenken diesbezüglich.
Als voraussichtliches Datum für die Fertigstellung wurde mir März / April 2016 genannt.

Zunächst musste die Kurbelwelle vom externen Motorbauer geprüft werden, ob diese noch reparabel ist. Im Februar fragte ich vorsichtig das 1. Mal an, wie der Stand ist.
Der Motorbauer konnte sich aufgrund voller Auftragsbücher noch nicht um die Prüfung kümmern. Man sagte mir, dass der Meister des Betriebs die Prüfung unbedingt selbst und keinen Mitarbeiter machen lassen wollte, da es sich um einen V-Motor handelt und die Prüfung wohl sehr kompliziert / speziell ist.
Da der Meister natürlich immer sehr beschäftigt war, hat es bis Mitte Mai 2015 gedauert und wurde nur erledigt, nachdem gedroht wurde, die Kurbelwelle von einem anderen Motorbauer untersuchen zu lassen!
Im Mai wurde dann festgestellt, dass die Kurbelwelle nicht reparabel ist!
Da eine neue Kurbelwelle nicht zu kriegen war, wollte mir die Werkstatt einen neuen Shortmotor besorgen und statt Reparatur nun einen Motortausch vornehmen. Hierfür zahlte ich am 19.05.2016 weitere 1.500,- € für Materialkosten (wobei von den 2.900,- € für den neuen Motor die bereits bezahlten Teile, die dann nicht mehr benötigt würden, abgezogen wurden).

Nun stellte sich relativ schnell heraus, dass auch der Shortmotor nicht lieferbar war. Also habe ich selbst über ein Auktionsportal für 240,- € einen gebrauchten Motor gekauft, aus dem die Kurbelwelle ausgebaut werden sollte und wir wieder auf den ursprünglichen Plan der Reparatur zurückkamen.
Die Kurbelwelle war tatsächlich zu gebrauchen und wurde wieder an den Motorbauer geschickt, damit dieser den Motor final reparieren und zusammenbauen kann.
Von da an wurde ich im 4-Wochen-Rhythmus vertröstet, dass die Reparatur jeweils im nächsten Monat komplett abgeschlossen sein soll!
Einmal sagt man mir, die Ersatzteile seien bereits bestellt und treffen demnächst ein. Dann müssen sie doch erst noch bestellt werden. Dann heißt es wieder, sie warten noch auf ein Teil.

Nebeninfo: meine Werkstatt ist regelmäßig bei diesem Motorbauer (ca. alle 2-4 Wochen), um andere Motoren dort in Reparatur zu geben oder abzuholen! Nur mein Motor scheint so immens kompliziert zu sein, dass nichts vorwärts geht.

Da ich auf dem Land wohne, wo die Verkehrsanbindung relativ schlecht ist, habe ich mir im Juli 2016 für 450,- € (+ Kosten für TÜV und Anmeldung) ein gebrauchtes Auto gekauft, um wieder mobil zu sein. Die weitere Abhängigkeit von Zug und geliehenen Fahrzeugen des Lebenspartners oder der Eltern war nicht mehr tragbar!

Wie bekomme ich die Werkstatt dazu, sich darum zu kümmern, dass der Motorbauer meinen Motor fertigstellt, damit dieser eingebaut werden kann? Ist es meine Aufgabe, direkt mit dem Motorbauer Kontakt aufzunehmen und nachzuhaken? Vertragspartner ist ja die Werkstatt...
Kann ich vom noch zu zahlenden Endpreis Kosten für meine Unannehmlichkeiten abziehen? Ich sehe es, ehrlich gesagt, nicht ein, den vollen Preis zu zahlen, wenn mein Auto so lange ungenützt steht.
Und was ist mit Folgekosten, die sicher durch die lange Standzeit entstehen (neue Batterie, Bremsen eingerostet, Reifen usw.)? Muss ich diese selbst tragen?

Vielen Dank schon im Voraus für die Hilfe!
22.12.2016 | 17:30

Antwort

von


22 Bewertungen
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511/1222458
E-Mail:
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Fragen, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Es bestehen keine festen Fristen, in welcher die Reparatur eines Autos beziehungsweise die Beschaffung von Ersatzteilen gelingen muss, da hier jeweils viele Faktoren, etwa Verfügbarkeit von Ersatzteilen oder Alter und Beschaffenheit des Fahrzeugs, eine Rolle spielen.

Es besteht hierbei auch grundsätzlich kein Anspruch auf den Ersatz von Mietwagenkosten oder Kosten für ein in der Übergangszeit genutztes Fahrzeug.

Es wäre in der Sache ratsam, der Werkstatt schriftlich und per Einschreiben eine Frist von 2 Wochen zur erfolgreichen Beendigung der Reparatur zu setzen. Sollte diese Frist erfolglos ablaufen, können Sie die Werkstatt in Verzug setzen und den Ihnen hiernach entstehenden Verzugsschaden geltend machen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie in dieser Sache Hilfe benötigen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Meine Kanzlei wird bundesweit für Sie tätig, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.


Mit freundlichen Grüßen


Reiser, LL.M, MLE
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2016 | 18:35

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Wie könnte dieser Verzugsschaden geartet sein? Die Versicherung, die für den Zweitwagen in der Zeit anfällt?
Was ist mit den Folgekosten am Fahrzeug, die durch die lange Standzeit, die nicht durch mich verschuldet ist, entstehen?
Des Weiteren entstand der Verzug ja größtenteils nicht durch mangelnde Verfügbarkeit von Ersatzteilen oder Ähnlichem, sondern rein durch Untätigkeit des Auftragnehmers.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.12.2016 | 09:20

Sehr geehrter Fragesteller,

Der Verzugsschaden umfasst sämtliche Schäden, die dadurch entstanden sind, dass sich die Werkstatt in Verzug befindet.

Dies würde sowohl die Versicherung des Zweitwagens als auf Folgekosten am Fahrzeug umfassen.

Durch den von Ihnen geschilderten Sachverhalt, dass der Verzug größtenteils nicht durch mangelnde Verfügbarkeit von Ersatzteilen, sondern durch Untätigkeit der Werkstatt verursacht wurde, wird die Werkstatt ein vermutetes Verschulden nicht widerlegen können.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie in dieser Sache weitere rechtliche Hilfe benötigen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt. Ich stehe Ihnen aber auch weiterhin gerne bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung. Meine Kanzlei ist auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.


Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Reiser LL.M, MLE
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 26.12.2016 | 14:19


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