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Werkstatt Betrug?


| 10.01.2007 17:04 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Es ist zu einem Zusammenstoß zwischen meinem und einem anderen Auto gekommen,
an der ich Schuld trage, weil ich es von hinten versehentlich angefahren habe.
Deswegen erlitt mein 8 Jahre alter Mercedes einen Blechschaden .
Ich bin Vollkasko versichert und suchte folglich eine gute Werkstatt namens Dawoo auf,
die ein Bekannter mir empfiehl. Diese befindet sich 20km im Vorort von Düsseldorf und ist 40km von meiner Arbeitsstelle entfernt. Die Werkstatt unterhält zwei Arbeiter und ist unter der Leitung des Chefs Herrn *****. Bis zur Werkstatt benötigte ich viel Zeit, weil ich durch die ganze Stadt fahren musste, von Norden aus bis hin zum Süden.

Am ersten Tag dem Mittwoch fuhr ich mit meinem Auto zu dieser besagten Werkstatt
und übergab Herrn ***** meinen Autoschlüssel, Fahrzeugschein und den Versicherungsschein. Ich verlangte daraufhin nach einem Kostenvoranschlag und einem Schadensbericht, die bitte per Fax zu mir geschickt werden sollte. Daraufhin habe ich nach einem Mietwagen gefragt, der von der Versicherung bezahlt wird bzw. kostenlos zur Verfügung gestellt wird für den Zeitraum von 7 Tagen. Herr ***** lieh mir einen kleinen koreanischen Matiz ( dieses Auto ist laut der Autovermietungsbranche zur Vermietung verboten). Er sagte zu mir, dass er das Auto mir kostenfrei zur Verfügung stelle, und daraufhin antwortete ich, dass ich es bezahlen werde.
Zum Schluss erwähnte ich explizit, dass er nicht meine Versicherung anrufen sollte, sondern ich es selber in die Hand nehme.

Am 2.- und 3.Tag (also den Donnerstag und Freitag), nach dem Werkstattbesuch wartete ich auf den Kostenvoranschlag, doch vergebens kam nichts an. Ich rief Herrn ***** an, der leider zur Zeit abwesend war. Danach wunderte ich mich, dass meine Versicherung von der Werkstatt kontaktiert wurde. Schließlich begutachtete die Versicherung den Schaden.

Am vierten-, fünften- und sechsten Tag waren 3 Tage frei (Samstag, Sonntag und ein Feiertag) Am siebten Tag ( den Diensttag) rief ich von meiner Arbeitsstelle aus noch einmal Herrn ***** an, der wieder nicht anwesend war. Ein Mitarbeiter am Hörer versprach mir dass Herr ***** sich bei mir melden wird.

Am 8. Tag ( dem Mittwoch) schrieb ich eine E-Mail zum Autohaus, in der ich schrieb, wenn die Werkstatt mir bald keinen Kostenvoranschlag schicke, werde ich mein Wagen am nächsten Tag abholen und weshalb er meine Versicherung anrief. Herr ***** rief mich folglich an und gab mir Auskunft, dass ich den gesamten Kostenvoranschlag bis Freitag bekäme.
Ich bekam bis zum Freitag wieder keine Nachricht und fuhr nach Feierabend zu der Werkstatt, die zu war, weil ich nach Ladenschluss ankam, wegen eines Staus.

13.Tag: (Montag)
Ich benachrichtigte die Werkstatt wieder, dass ich stets noch nichts bekommen habe, meinen Wagen im original Zustand abholen und ich den Mietwagen bezahlen werde.

14. Tag:
Ich holte mit meiner Frau in der Werkstatt mein Auto ab, aber es war nicht da.
Herr. Hans sagte ,dass das Auto schon repariert wurde und zur Werkstatt zur Lackierung gebracht worden ist . Ich war sehr sauer darüber, dass wir keinen Kostenvoranschlag , kein Angebot von der Werkstatt bekamen und wir hatten keinen Reparaturauftrag erteilt.
Ich fragte mich warum die Werkstatt das getan hatte. Im Vorort hatten wir die Polizei angerufen. Es kamen zwei Polizisten zur Werkstatt und befragten vorerst jede Partei und riefen danach die Versicherung an. Herr ***** hatte gedacht, dass er den Auftrag von uns bekommen habe. Er sagte nur zu den Polizisten, als dass ich ihm am ersten Tag meinen Autoschlüssel, Fahrzeugschein und Versicherungsschein gegeben habe und er sich dabei gedacht hatte, dass es ein Auftrag von uns war. Die Ermittlung dauerte 1 Stunde und es bestätigte sich, dass wir im Recht waren und keinen Auftrag unterschrieben und erteilt haben. Daher durften wir unser Auto, ohne Zahlung und Unterschrift, mitnehmen.

17.Tag:
Wir hatten seinen Bekannten mehrmals gesagt, der uns diese Werkstatt empfohlen hat, er solle diese Sache vermitteln, aber Herr ***** weigerte sich aus Verlegenheit mit seinen Bekannten zu reden.

Erst 23 Tage später bekamen wir verdutzt zwei Rechnungen mit einer immensen Summe von 6356,45 Euro für die Reparatur und der Automietung für den Tagessatz von 39€.
Wenn ich bei der Autoabgabe am ersten Tag dies wüsste, würde ich eine andere Werkstatt aufsuchen.

Bevor der Kunde eine Rechnung bekommt, sollte man schon vorher wissen, wie hoch sich die Kosten belaufen

90.Tag:
Eine Inkasso-Firma suchte uns auf und verlangte Geld.
Ich war dann Vorort alleine in der Werkstatt und Herr ***** behauptete, dass ich ihm einen mündlichen Auftrag erteilt habe. Seine Mitarbeiter könnten es bezeugen. Er hat mich als Betrüger dargestellt.

Ich hatte Widerspruch gelegt, weshalb am 14.Tag die beiden Polizisten antrafen. Er hatte keinen anderen Grund erwähnt, als dass ich ihm am ersten Tag meinen Autoschlüssel, Fahrzeugschein und Versicherungsschein gegeben habe und er sich dabei gedacht hatte, dass es ein Auftrag von uns war. Er hatte keine anderen Gründe.

Seine beiden Mitarbeiter arbeiteten auch an diesem Tag in der Werkstatt. Sie hatten sich nicht dazu gegenüber den Polizisten geäußert . Wie kommt es dann 90 Tage später dazu, dass ich beweisen müsse, dass ich am ersten Tag die Autoreparatur mündlich erteilt habe.

(Das ist eine seltsame Geschichte.
Nach dem Motto: 100% Betrug von Anfang bis zum Ende!)

Nun stellt sich die Frage, ob ich diese Angelegenheit als Betrug anzeigen sollte.
Dies ist eindeutig ein Betrug seitens der Werkstatt oder nicht.
Herr ***** setzte alle Mittel ein, um einen Auftrag zu bekommen und scheute sich nicht
den Kunden zu betrügen.

.





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Sehr geehrter Ratsuchender,

so, wie Sie die Sache schildern, ist das Verhalten der Werkstatt -die Sie in einem öffentlichen Forum aber nicht namentlich nennen sollten - in der Tat sicherlich auch strafrechtlich nicht unproblematisch und könnte auch in der Tat einen Betrug darstellen.

Nun kommt das Aber:

Die Gegenseite läßt ja schon erkennen, dass zwei Zeugen den -bestrittenen- Auftrag bestätigen werden. Wäre dieses der Fall, kann es dann ohne weiteres geschehen, dass sich die ganze Sache umdreht und Sie dann mit einer Anzeige wegenflscher Verdächtung rechnen müssten.

Bevor Sie also strafrechtliche Schritte einleiten - hinsichtlich der zivilrechtlichen Schritte ist handelt es sich um eine gesonderte Angelegenheit -, sollten Sie auf jeden Fall dann auch Beweise sichern.

Sowohl Ihre Frau als insbesondere die beiden Polizeibeamten könnten als Zeugen zur Verfügung stehen. Letztere werden dann auch sicher die entscheidenden Zeugen sein, so dass Sie VORAB versuchen sollten, sich den Sachverhalt und die Äußerungen schriftlich geben zu lassen.

Haben Sie dieses, könnte dann in der Tat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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