Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Werden offene Forderungen mit Erbschaftsanteil teilweise verrechnet?

19.07.2015 15:35 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Winkler


Zusammenfassung: Eine Forderung (zum Beispiel Darlehensforderung), welche einzelnen Miterben als Gläubiger gegen die Erbengemeinschaft haben, erlischt im Erbfall nicht „automatisch". Diese ist vielmehr von der Erbengemeinschaft an die Gläubiger zu begleichen.

Ich habe eine Frage bezüglich einer Erbschaft. Der Ehemann meiner Mutter ist verstorben und die Erbschaft wurde aufgrund eines fehlenden Testaments auf seine Schwester, meine Mutter und weitere Verwandte (gesetzliche Erbengemeinschaft) von ihm aufgeteilt. Nun bestand ein Darlehensvertrag zwischen dem Verstorbenen auf einer Seite und auf der anderen Seite seine Schwester und deren Ehemann. Sie haben ihm wohl Geld geliehen.

Wird die oben genannte Verbindlichkeit, die seine Schwester einfordert nun durch ihren Erbschaftsanteil (1/8) den sie erhält anteilig verrechnet oder muss meine Mutter diese Verbindlichkeit selbst komplett bezahlen?

Sehr geehrter Fragesteller,


Lassen Sie mich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Automatisch tritt hier weder das eine (Verrechnung) noch das andere (die Mutter muss die Verbindlichkeit komplett zahlen) ein.

Ein „automatisches" Erlöschen der Forderung gäbe es nur dann, wenn durch den Erbfall Schuldner und Gläubiger der Verbindlichkeit dieselbe Person werden. Das ist hier aber nicht so, Gläubiger sind die Schwester und deren Ehemann, Schuldner sind alle Mitglieder der Erbengemeinschaft (nicht nur die Mutter!).

Da alle Mitglieder der Erbengemeinschaft gegenüber den Gläubigern zunächst einmal die Rückzahlung schulden (und sich dann letztlich untereinander nach Anteilen an der Erbengemeinschaft ausgleichen müssten), muss natürlich auch die Mutter unter dem Strich diese Verbindlichkeit nicht allein tragen.

Natürlich hindert aber niemand die Erbengemeinschaft daran, sich mit der Schwester (und deren Ehemann) hier zu einigen, in welcher Form auch immer. Das ist letztlich aber alles Verhandlungssache.

Juristisch sauber wäre die Sache so zu lösen, dass zunächst die Schwester und deren Ehemann von der gesamten Erbengemeinschaft das Geld zurückbezahlt bekommen. Die Mitglieder der Erbengemeinschaft müssten dies letztlich jeder nach Anteil am Nachlass tragen. dabei wird natürlich die Schwester als Miterbin nichts an sich selbst zu zahlen haben.

Nachdem die Forderung beglichen ist könnte dann der restliche Nachlass unter den Miterben aufgeteilt werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70521 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und sehr kompetente Hilfe. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat meine Fragen sehr gut verständlich und ausführlich beantwortet und war sehr freundlich. Ich kann den Anwalt weiterempfehlen und werde mir überlegen, ob ich ihn für den noch zu bearbeitenden Rest dieser Klage engagiere, ... ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Kurz, verständlich und zügig ...
FRAGESTELLER