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Werbungskosten der Weiterbildung absetzen

13.01.2017 12:47 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Maike Domke


Zusammenfassung: Verlustvortrag Werbekosten AUsbildung

Guten tag,
ich mache die Weiterbildung (Ausbildung) zur Psychologischen Psychotherapeutin, welche sich dem Psychologie Studium anschließt.
Das ist eine finanziell harte Zeit, denn man macht ein Praktikum von 1,5 Jahren , wo es meist nur eine Art Ausfwandentschädigung gibt (in meinem Fall 550 Euro) und muss ZEITGLEICH Seminare besuchen und bezahlen, was in raten (310 Euro - zweitweise sogar 480) geschieht.

Nun bin ich mit meiner Steuererklärung heftig auf die Nase gefallen: mir wurde immer wieder gesagt, dass man "die Ausbildungskosten ja später dann absetzen kann". Dies war mit ein Entscheidungsgrund für die Ausbildung.

Nun habe ich die Steuer für 2014 und 15 gemacht. Ich hatte gelesen, man soll die Kosten auf jeden fall angeben.
Nun ergab sich aber kein Verlust (bei 550 - 310 bzw 480) und wie ich später verstanden habe kann man nur diesen in das Folgejahr übertragen.

ODER gibt es eine Möglichkeit, Werbungskosten erst im Jahr danach oder mehrere jahre danach anzusetzen?
Also in 2017 z.B. die von 2014.

Ich schätze, wenn es mit dem dann ausgeübten Beruf zusammenhängen müsste wäre die Voraussetzung erfüllt, denn man kann nur mit der Weiterbildung die Tätigkeit des "Psychologischen Psychotherapeuten" ausüben.

Nun habe ich aber schon einen gültigen Bescheid und auf die Fragen an meinen Sachbearbeiter, ob wir diem erstmal Widerspruch einlegen sollte, um diese fragen zu klären antwortete er knapp: nein, sie hatten keinen verlust.


Frage: habe ich eine andere Chance? Hätte er mir helfen sollen und kann ich noch widersprechen oder die Kosten aus 2014 oder 2015 einfach später noch angeben, wenn ich plausibel mache, dass sie zu meinem ausgeübten beruf (ab 2018 dann) quasi dazu gehören? macht die bei einer selbstständigkeit mehr sinn? Habe ich mir die Chance durch die Geltendmachung in den Steuererklärungen des jahres verbaut? Für einen (regulären) Widerspruch ist es zu spät- der Bescheid war auf den 05.12. ausgestellt und der Sachbearbeiter hat mir danach geantwortet es mache keinen Sinn.


Vielen Dank und freundliche Grüße, C.k.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider kann ich Ihre Frage nicht ganz verstehen bzw. was Sie möchte. Ich VERMUTE aber, dass es um die volle Absetzbarkeit von Werbungskosten für Ausbildungs geht.

Es gilt derzeut für alle Studiengänge NACH einer Ausbildung, dass Sie die Gebühren nach Abschluss der Studium von der Steuer absetzen können. Für Erststudenten wird das BVerfG dies voraussichtlich in 2017 entscheiden.

Wenn Sie während Ihrer Ausbildung also kein (oder nur ein sehr geringes) Einkommen erzielen, dürfen Sie Ihre Ausbildungskosten als sog. "vorab entstandene Werbungskosten" geltend machen, was bedeutet, dass Sie während ihrer AUsbildung laufend Einkommensteuererklärungen abgegeben, in denen aufgrund der Ausbildungskosten Verluste (sog. Verlustvortrag) ausgewiesen sind.

Ein Einspruch macht daher unbedingt Sinn.

Die Aussagen des Finanzbeamten verstehe ich nicht. Ich müsste wahrscheinlich den Steuerbescheid sehen, das kann ich aber keinesfall für € 35,- machen.

Mit freundlichen Grüßen

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