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Werbungskosten (WK) 2009 im Zusammenhang mit Kapitaleinkünften

01.04.2009 14:47 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Diese sind ab 2009 steuerlich grundsätzlich nicht mehr berücksichtigungsfähig.

Wenn für 2008 Anwaltskosten im Zusammenhang mit Kapitaleinkünften gezahlt worden sind, dann müssten weitere Anwaltskosten in 2009 und später gleichwohl steuerlich als WK zu berücksichtigen sein (soganannter Altfall).

Wenn aber in 2008 Anwaltskosten enstanden sind, die erst 2009 bezahlt werden, liegt auch dann ein Altfall vor?

Sehr geehrte Ratsuchende,

anhand Ihrer Anfrage beantworte ich die Frage wie folgt:

Dass die RA - Kosten als Werbungskosten zu sehen sind, unterstelle ich hier : d.h. sie müssen subjektiv der Förderung der Kapitaleinkünfte dienen und objektiv im Zusammenhang mit den Kapialerträgen stehen.

Für den Ansatz der Werbungskosten gilt das Zuflussprinzip des § 11 Absatz II EStG (durch einen Klick auf die Norm gelangen Sie auf den Wortlaut der Norm).

Das bedeutet, dass der Zeitpunkt der Zahlung maßgeblich ist, in Ihrem Falle war es 2009, sodass die Kosten nicht angesetzt werden können (aus den von Ihnen genannten Gründen, Abgeltungssteuer).

Ausnahmen werden heuer lediglich bei wiederkehrenden Werbungskosten gemacht (z.B. Depotgebühren), hier erfolgt der Ansatz noch im 2008 (und damit ist die Geltendmachung in tatsächlicher Höhe möglich), falls eine Überweisung bis 31.01.2009 erfolgte.
Bei den RA - Kosten handelt es sich nicht um wiederkehrende Kosten.

Um eine Geltendmachung zu erreichen, hätten Sie die RA - Kosten bis 31.12.2008 bezahlen müssen.

Rückfrage vom Fragesteller 09.04.2009 | 14:28

Sehr geehrte Frau Kusnierek,

ich hatte die Bedingungen einer solchen Internetanfrage so verstanden, dass ich auch telefonisch eine einzige Nachfrage stellen dürfte; offenbar sehen Sie dies aber anders, und möglicherweise auch richtiger.

Meine Nachfrage:

Ist es denn richtig, wie bereits in meiner Anfrage von mir vermutet, dass WK ab 2009 zu berücksichtigen sind, wenn in 2008 bereits (in der selben Sache) eine Zahlung geleistet wurde?

Vielen Dank im voraus

M. Wedding

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.04.2009 | 15:04

Sehr geehrte Ratsuchende,

in der Tat habe ich eine Nachricht in der Sache erhalten wegen der Nachfrage, der Name, den das Sekretariat notierte, stimmte nicht mit Ihrem überein.

Gerne beantworte ich aus Kulanz Ihre Nachfrage, obwohl die Frage von Ihnen eigentlich nicht gefragt wurde.

Nach dem schon erörtem Zuflussprinzip § 11 II EStG kommt es auf das Jahr der Zahlung an. D.h. Sie können argumentieren, dass die Ausgaben (WK) zum 2008 `zu zählen sind`.
Allerdings ist auf die Erträge, die nach dem 31.12.2008 zufliessen, einheitlich die Abgeltungssteuer anzuwenden (als Quellensteuer).

Hier die Norm:
§ 11 EStG

(1) 1Einnahmen sind innerhalb des Kalenderjahres bezogen, in dem sie dem Steuerpflichtigen zugeflossen sind. 2Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen, die dem Steuerpflichtigen kurze Zeit vor Beginn oder kurze Zeit nach Beendigung des Kalenderjahres, zu dem sie wirtschaftlich gehören, zugeflossen sind, gelten als in diesem Kalenderjahr bezogen. 3Der Steuerpflichtige kann Einnahmen, die auf einer Nutzungsüberlassung im Sinne des Absatzes 2 Satz 3 beruhen, insgesamt auf den Zeitraum gleichmäßig verteilen, für den die Vorauszahlung geleistet wird. 4Für Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit gilt § 38a Abs. 1 Satz 2 und 3 und § 40 Abs. 3 Satz 2. 5Die Vorschriften über die Gewinnermittlung (§ 4 Abs. 1, § 5) bleiben unberührt.

(2) 1Ausgaben sind für das Kalenderjahr abzusetzen, in dem sie geleistet worden sind. 2Für regelmäßig wiederkehrende Ausgaben gilt Absatz 1 Satz 2 entsprechend. 3Werden Ausgaben für eine Nutzungsüberlassung von mehr als fünf Jahren im Voraus geleistet, sind sie insgesamt auf den Zeitraum gleichmäßig zu verteilen, für den die Vorauszahlung geleistet wird. 4Satz 3 ist auf ein Damnum oder Disagio nicht anzuwenden, soweit dieses marktüblich ist. 5§ 42 der Abgabenordnung bleibt unberührt. 6Die Vorschriften über die Gewinnermittlung (§ 4 Abs. 1, § 5) bleiben unberührt.


Fußnote
§ 11 Abs. 2 Satz 4: Zur erstmaligen Anwendung vgl. § 52 Abs. 30 Satz 2




Ergänzung vom Anwalt 02.04.2009 | 18:34

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie können bei Verständnisschwierigkeiten meiner Antwort natürlich eine schriftliche Frage über die kostenlose Nachfrageoption stellen, nach den AGBs des Forums. Ich werde sie gerne beantworten.
Die kostenlose Option beinhalten nicht die telefonische Beratung.

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