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Werbungkostenansatz bei Dienstwageneinsatz

17.10.2018 11:43 |
Preis: 45,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Achim Schroers


Können Fahrten zum Vermietungsobjekt (keine gewerbliche Vermietung) als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend gemacht werden, wenn diese als Arbeitnehmer mit dem Dienstwagen (1% Methode) zurückgelegt werden?

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Kosten für Fahrten zum Vermietungsobjekt können Sie bei Ihren Einkünften aus Vermietung und Verpachtung als Werbungskosten geltend machen. Die Höhe der Fahrtkosten errechnet sich grundsätzlich nach den Regeln für Dienstreisen. Sie können daher jeden gefahrenen Kilometer mit 0,30 EUR ansetzen (BFH-Urteil vom 23.07.1985, IX R 47/81, BFH/NV 1986 S. 27).

Dass Sie diese Fahrten mit einem von Ihrem Arbeitgeber auch zur privaten Nutzung überlassenen Dienstwagen unternehmen. steht dem nicht entgegen. Gerade weil Sie die Möglichkeit der privaten Nutzung des Pkws als geldwerten Vorteil zu versteuern haben, können Sie andererseits die Kosten des Fahrzeugs, die Ihnen in Zusammenhang mit der Erzielung der steuerpflichtigen Vermietungseinkünfte entstehen, als Werbungskosten absetzen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Achim Schroers
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.10.2018 | 13:00

Sehr geehrter Herr Schroers,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich hatte heute Gelegenheit, die o.g. Angelegenheit mit dem für mich zuständigen Finanzbeamten zu erörtern.
Er verwies auf das Urteil des BFH vom 16. Juli 2015 AZ. III R 33/14:

"Der III. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat mit Urteil vom 16. Juli 2015 III R 33/14 entschieden, dass ein Arbeitnehmer, der einen ihm von seinem Arbeitgeber überlassenen PKW auch für seine selbständige Tätigkeit nutzen darf, keine Betriebsausgaben für den PKW abziehen kann, wenn der Arbeitgeber sämtliche Kosten des PKW getragen hat und die private Nutzungsüberlassung nach der sog. 1 %-Regelung versteuert worden ist."

Mein Finanzamt lehnt eine Berücksichtigung der Kilometerpauschale als Werbungskosten bei den Einkünften- aus Vermietung und Verpachtung ab.

Ist dieses Urteil auf meinen Fall übertragbar?

Vielen Dank und schöne Grüße



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.10.2018 | 11:03

Sehr geehrte Fragestellerin,

dem Urteilsfall liegt m.E. ein mit Ihrem Fall nicht vergleichbarer Sachverhalt zugrunde. Ziehen Sie eine Parallele zur steuerlichen Absetzbarkeit der Kosten für Fahrten mit dem Firmenwagen zwischen Wohnung und Arbeitsort. Für diese Fahrten dürfen Sie - das ist unstreitig - grundsätzlich die Entfernungspauschale geltend machen, obwohl Ihnen auch dort weder Aufwendungen in Form einer Zahlung von Geld noch in einer anderen Art des Wertabflusses entstanden sind.

Mit freundlichen Grüßen
Achim Schroers
Rechtsanwalt

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