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Werbeanzeige veröffentlicht ohne Zustimmung

19.10.2018 18:02 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


19:34
Ich hatte im letzen Jahr bei den GelbeSeiten eine Werbeanzeige in einer regionalen Buchausgabe veröffentlicht.
Die Buchausgabe ist immer von August bis August gültig. In dem Buch war meine Anzeige auf der Titelseite und im Buch unter der Rubrik Rohrreinigung. Im August dieses Jahres kam die neue Ausgabe. Meine Werbeanzeigen hätten in dieser Ausgabe nicht gedruckt werden dürfen.
In der Anzeige sind auch Preise aufgeführt für verschiedene Leistungen. Da ich meine Preise anpassen wollte, wollte ich diese Anzeige nicht mehr veröffentlichen. Was aber schlimmer ist, dass in der Werbeanzeige eine 0800 Nummer ist. Diese wollte ich eigentlich zum Ende vom Jahr durch eine Ortnetztelefonnummer ersetzen, da diese 0800 Nummer an ein Sekretariat gebunden ist, dass monatlich einiges Kostet.
Nachdem ich vor 2 Wochen die Werbeanzeigen zufällig in der neuen Ausgabe gesehen habe, habe ich den Verlag sofort kontaktiert. Bis jetzt habe ich nur die Aussage bekommen, dass Sie mich nicht erreicht hätten und die Geschäftsleitung die Anzeigen kostenlos geschaltet hätten.

Gibt es eine Chance auf eine Unterlassungserklärung, sodass der Verlag eine Rückrufaktion machen muss, oder evtl. Schadensersatz?
19.10.2018 | 18:52

Antwort

von


(1534)
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26122 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da die Werbeanzeige ohne Ihre Zustimmung gedruckt wurde und Sie aufgrund der nicht mehr aktuellen Angaben ein berechtigtes Interesse an der Nichtveröffentlichung haben, steht Ihnen grundsätzlich ein Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch gegen den Verlag zu. Möglicherweise beschränkt sich dieser Anspruch aber auf eine Korrektur bzw. Entfernung der Anzeige in noch nicht gedruckten oder verbreiteten Ausgaben, wenn ein Rückruf bereits verteilter Ausgaben außer Verhältnis zum mutmaßlichen Schaden steht.

Da ein Verschulden des Verlags zu vermuten ist, haben Sie daneben Anspruch auf Ersatz des dadurch nachweisbar entstandenen Schadens, dies dürften in Ihrem Fall in erster Linie die Sekretariatskosten sein.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

Nachfrage vom Fragesteller 19.10.2018 | 19:26

Erstmal herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Darf ich noch folgendes Nachfragen?

Da ich meine Preise dadurch ja auch nicht erhöhen kann, ist mein Schaden höher als nur die Sekretariatskosten. Gibt es die Möglichkeit einer generellen Schadensersatzforderung in Höhe XXX?

Übernimmt so etwas eine Berufsrechtsschutzversicherung?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.10.2018 | 19:34

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ein pauschaler Schadensersatz kann leider nicht direkt gefordert werden, wobei allerdings nicht ausgeschlossen ist, dass der Verlag sich im Sinne einer einvernehmlichen Lösung darauf einlässt.

Der Umfang des Schadens kann ggf. geschätzt werden. Dabei ist auch Umsatzverlust zu berücksichtigen, der dadurch entsteht, dass Aufträge wegen der zu gering angegebener Preise nicht zustande kommen. Denn Sie sind ja nicht verpflichtet, Verträge zu den in der Anzeige angegebenen Preisen abzuschließen. Denn die Anzeige stellt nur eine Aufforderung zu einem Angebot dar, über dessen Annahme Sie grundsätzlich frei entscheiden können. Aber es besteht natürlich ein erhöhtes Risiko, dass Kunden vom Auftrag absehen, weil sie verärgert über die tatsächlich höher liegenden Preise sind oder Sie den Auftrag zum zu niedrigen Preis annehmen, um den Kunden nicht zu verlieren. Dies kann ebenfalls bei der Schadensberechnung berücksichtigt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ergänzung vom Anwalt 19.10.2018 | 19:35

Ob Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten der Rechtsverfolgung in diesem Fall übernimmt, hängt vom konkreten Vertrag ab. Sie sollten den Vorgang auf jeden Fall umgehend dort melden und um eine Deckung bitten.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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