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Wer zahlt die Notarkosten bei nicht Zustande gekommenem Kaufvertrag


02.01.2014 12:43 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jürgen Nelsen


Zusammenfassung: Auch beim Kauf eines Grundstücks gilt: Wer den Notar beauftragt, trägt die Kosten für die Erstellung des Kaufvertrags selbst dann, wenn der Vertrag am Ende gar nicht zustande kommt. Ausnahme: Der Verkäufer setzt eine Ursache für das Nichtzustandekommen


Wir wollten ein Grundtsück erwerben, welches ein Privatverkäufer über einen Makler anbot. Über den Kaufpreis wurden wir uns schnell einig. Der Makler beauftragte nach unserem Einverständnis einen Notar mit der Erstellung eines Kaufvertragentwurfs. Parallel wurde durch uns ein Bodengutachter beauftragt, der die Güte des Baugrundes untersuchen sollte. Das Ergebnis laut Gutachten. Ca. 3,5 m Bodenaustausch mit erheblichen Mehrkosten. ( Inoffizielle Info eines Tiefbauers ca. 31.000 € ). Der Käufer wurde mit dem Gutachten konfrontiert und beauftragte ohne unser Wissen einen zweiten Gutachter der im Sinne des Verkäufers die Problematik "herunterspielte". Nur ca. 3.000 - 5.000 € Mehrkosten. Wir haben auf Anraten unseres Bodengutachters natürlich Abstand von dem Grundstückskauf genommen, da wir keine Setzungsrisse bzw - differenzen haben wollten. ( kein schiefes Haus ). Jetzt meldet sich der Notar bei uns um 500 € für den Vertragsentwurf zu kassieren. Wer zahlt nun die Notarkosten ? Vielen Dank für die Hilfe!!

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundsätzlich trägt der Käufer die Notarkosten; so dürfte es auch in dem Entwurf des notariellen Kaufvertrags geregelt sein. Da der Vertrag nicht zustande gekommen ist, gilt diese Kostentragungsregelung nicht.

Ansonsten müssen die Notarkosten von demjenigen bezahlt werden, der die Leistung des Notars bestellt hat.

In Ihrem Fall erfolgte die Beauftragung durch den Makler. Aus Ihrer Sachverhaltsschilderung wird nicht klar, ob die Beauftragung des Notars nur durch Sie oder beide Seiten (jeweils über den Makler) erfolgte. In der Praxis trifft man sehr häufig auf den Fall, dass der Makler versucht, den Verkäufer, der in der Regel den Makler beauftragt hat, von den Notarkosten frei zu halten und beauftragen den Notar nur im Namen des Käufers.

Wurde der Vertrag nur in Ihrem Namen beauftragt, müssen Sie die Kosten tragen. Aufgrund Ihrer Angaben haben Sie dann allerdings einen Anspruch darauf, diese Kosten wenigstens zur Hälfte durch die Verkäuferseite ersetzt zu bekommen, da dort die Ursache für den Rücktritt vom Vertrag gesetzt wurde.

Haben Verkäufer und Käufer beide den Makler beauftragt, den Notar zu mandatieren, so haften die Parteien als Gesamtschuldner für die Kosten, das heißt, der Makler kann von jeder Seite die Zahlung der gesamten Kosten verlangen und dieser Schuldner hat wiederum einen Anspruch gegen den zweiten Schuldner auf wenigstens hälftige Übernahme der Kosten.

Im Fall des arglistigen Verschweigens der Erdbodenbeschaffenheit durch die Verkäufer können Sie die gesamten Kosten gegenüber dem Verkäufer geltend machen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Nelsen, Rechtsanwalt


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