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Wer zahlt die Anwaltsgebühren des Gegners?

| 28.06.2016 12:57 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Merkel, LL.M.


Zusammenfassung: Grundsätzlich sind außergerichtliche Kosten(Tätigkeiten eines Anwalts außerhalb einer gerichtlichen Verfahrens)vom demjenigen zu zahlen, der den Anwalt mit der Tätigkeit beauftragt hat.Ein Ersatz der außergerichtlichen Anwaltsgebühren kommt nur in den gesetzlich dafür vorgesehenen Fällen in Betracht

Guten Tag,
ich musste vor kurzem meinen Urlaub stornieren, weil mein Hund aus der Hundepension entlaufen war und man mich dorthin beorderte. Ich verpasste meinen Flug und bezahlte EUR 3000 Storno. Ich kündigte an, einen Anwalt mit Schadensersatzforderungen zu beauftragen, da man dort ja auf meinen Hund hätte aufpassen müssen - was ich bisher aber noch nicht machte. Nun erhielt ich anstatt dessen vom Anwalt der Hundepension ein Schreiben, in dem ich aufgefordert wurde, zu erklären, dass ich keine Schadensersatzforderung stellen werde und gleichzeitig solle ich bis 4.7. die Anwaltsgebühren für diesen Brief (350 EUR) bezahlen! Wie soll ich mich verhalten? Einfach nicht bezahlen? Warten, bis eine Mahnung kommt? Muss ich selbst einen Anwalt einschalten?
Besten Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrte Ratsuchende,

ich beantworte Ihr Anliegen auf der Basis der mir zur Verfügung gestellten Informationen folgendermaßen:

Grundsätzlich sind außergerichtliche Kosten (Tätigkeiten eines Anwalts außerhalb einer gerichtlichen Verfahrens) vom demjenigen zu zahlen, der den Anwalt mit der Tätigkeit beauftragt hat. Hier also die Gegenseite.
Ein Ersatz der außergerichtlichen Anwaltsgebühren kommt nur in den gesetzlich dafür vorgesehenen Fällen in Betracht (liegen hier nicht vor), oder eine Kostentragung dieser außergerichtlicher Kosten wurde mit dem Gegener wirksam vereinbart.

Wie soll ich mich verhalten?

Insofern sollten Sie den vorliegenden Verzicht nicht unterschreiben, da Sie vermutlich dann einerseits die Übernahme der Rechtsanwaltskosten erklären und andererseits sich selbst Ihre eigene Option auf Schadensersatz verbauen. Da Sie nicht verpflichtet sind, die Rechtsanwaltskosten zu tragen, sollten Sie diese auch nicht bezahlen.

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Beste Grüße

Anja Merkel, LL.M.
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 28.06.2016 | 13:39

Liebe Frau Merkel,
ganz herzlichen Dank für die rasche Beantwortung meiner Frage.
Ich werde die Gebühren des Anwalts also nicht bezahlen.
Muss ich dies erklären oder soll ich einfach nicht zahlen und nicht antworten?
Was, falls er mir einen Mahnbescheid und dann einen Zahlungsbefehl ins Haus flattern lässt?
Werde ich irgendwann dazu gezwungen sein, auch einen Anwalt zu nehmen, um mich gegen diese Ansprüche zu wehren? Oder reicht es, einfach nicht zu zahlen? Ich habe einfach Angst davor, dass die Kosten immer höher werden und ich irgendwann doch zahlen muss (obwohl ich ja nur angekündigt hatte, Schadensersatz zu verlangen - was ich mir auch noch überlegen muss).
Vielen Dank für Ihre Antwort!
Liebe Grüsse,

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.06.2016 | 13:46

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Grundsätzlich brauchen Sie nicht zu reagieren. Es schadet nicht, wenn Sie kurz schriftlich und nachweislich darlegen, dass Sie weder den Verzicht auf Schadensersatz unterschreiben noch die Kosten des nicht von Ihnen beauftragten Anwaltes bezahlen werden.

Ergänzung vom Anwalt 28.06.2016 | 14:40

Noch zur Ergänzung:
Sollte die Gegenseite trotz Ihres Hinweises zur Abweisung einen Mahnbescheid gegen Sie erwirken wollen, dann müssen Sie dagegen Widerspruch einlegen. Da im Mahnverfahren nichts bewiesen werden muss, ist immer vorstellbar, dass mittels "Mahnverfahren" versucht wird, einen vollstreckbaren Anspruch zu erwirken (unabhängig ob ein Anspruch besteht oder nicht).

Bewertung des Fragestellers 28.06.2016 | 13:42

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Tolle Sache, ideal, wenn man nur eine Frage hat und nicht gleich einen Rechtsstreit in die Wege leiten möchte. Sehr nett und freundlich. Würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen!"
Stellungnahme vom Anwalt:
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