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Wer zahlt bei Schaden an Mietwagen?

28.07.2018 21:40 |
Preis: 32,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Bekannter von mir hat am 03.05.2018 einen Mietwagen von Sixt gefahren, den ich ein paar Tage zuvor Online reserviert habe. Er hat ihn bei Sixt abgeholt, den Mietvertrag unterschrieben, mit seiner Karte bezahlt und dann einen Schrank zu mir gebracht (den er nicht mehr bei einem Freund von ihm stehen haben wollte). Als er bei mir angekommen ist, habe ihm das Geld in Bar für die Kosten des Mietwagens und den Tank gegeben und dann ist er wieder zurückgefahren. Was er danach noch mit dem Mietwagen gemacht hat weiß ich nicht, weil ich nicht dabei war. Einige Tage später erhielt ich eine Schadensmeldung von Sixt, die an meine E-mail gesendet wurde, weil ich meine E-Mail damals Online angegeben hatte. Ich habe sie direkt an meinen Bekannten weiter gegeben, der mir versicherte sich direkt darum zu kümmern. Es verging über ein Monat und nun ist vor ein paar Tagen auf einmal eine E-Mail mit einer Schadensrechnung von über 3000 € gekommen. Auf der Rechnung war sein Name und seine Adresse angegeben. Natürlich habe ich ihn direkt informiert, weil ich dachte, er hätte das ganze schon geklärt. Er hat sich nun wieder einige Tage nicht darum gekümmert, deswegen habe ich Sixt eine E-Mail geschickt, dass der Schaden nicht in der Mietzeit entstanden ist und auch die ganze Fahrt über ein Zeuge dabei war, der dies bestätigen kann. (Es war wirklich die ganze Fahrt über sein Bruder mit im Mietwagen). So langsam bekomme ich ziemliche Angst, dass Sixt uns trotzdem zum Zahlen auffordert und er sich weiter nicht darum kümmert und die komplette Rechnung am Ende an mir hängen bleibt, weil wir den Mietwagen ja eigentlich nur für mich also meinen Zweck brauchten.

Meine Frage: Wer müsste von uns beiden Zahlen, falls es dazu kommen sollte?




28.07.2018 | 23:50

Antwort

von


(493)
Schönbornstr. 41
60431 Frankfurt
Tel: 069 - 523140
E-Mail:


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung ist von einem Vertragsverhältnis zwischen Ihrem Freund und der Sixt Autovermietung als Vermieterin auszugehen, nachdem er allein den Mietvertrag unterzeichnet hat. Somit wird ausschließlich Ihr Freund der Sixt Autovermietung gegenüber dem Grunde nach aus einer Verletzung des Mietvertages gem. §§ 280, 249 ff BGB haften und ferner wegen einer Eigentumsverletzung nach § 823 BGB, wenn er das Kfz zum Schadenszeitpunkt führte. Dementsprechend ist die Rechnung auch ausschließlich an Ihren Freund adressiert. Hiervon zu unterscheiden ist die Frage, inwiefern Ihr Freund Sie nach einer erfolgreichen Inanspruchnahme durch Sixt in Regress nehmen kann. Hier wird es auf die Absprachen zwischen Ihnen und Ihrem Freund im Einzelnen ankommen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mit für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
J. Petry-Berger
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 29.07.2018 | 08:56

Erstmal Danke für die schnelle und hilfreiche Antwort!

Ist mit in Regress nehmen gemeint, dass er von mir fordern kann mich mit einem bestimmten Betrag an der Rechnung für den Schaden zu beteiligen, oder das ich vielleicht sogar doch alles bezahlen müsste?

(Abgesprochen war, dass ich die Kosten für den Mietwagen und den Tank bezahle und er den Schrank mit dem Mietwagen zu mir fährt. Ich wollte ihm eigentlich noch 10-20 Euro so geben, aber das wollte er nicht.)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.07.2018 | 13:24

Sehr geehrter Fragesteller,

die von Ihrem Freund in Ihrem Interesse unternommene Fahrt mit dem zuvor gemieteten Kfz wird als sog. Gefälligkeitsfahrt einzuordnen sein. Denn Ihr Freund wird ohne rechtliche Bindung aus reiner kameradschaftlicher Verbundenheit die Fahrt unternommen haben, selbst wenn diese aufgrund eines ausdrücklichen Auftrages unentgeltlich durchgeführt wurde. Somit wird von einer Beschränkung der Haftung auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit ausgegangen werden können. D.h. für leicht fahrlässig verursachte Schäden im Rahmen der Fahrt des gemieteten Kfz werden Sie daher voraussichtlich in voller Höhe diesem gegenüber haften, nicht aber für von diesem grob fahrlässig oder sogar vorsätzlich verursachte Schäden.

Mit freundlichen Grüßen
J. Petry-Berger
Rechtsanwältin


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