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Wer zahlt Notargebühren bei Nichtabschluss Grundstückskaufvertrag

| 25.03.2020 20:53 |
Preis: 33,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Ich bin Mieter eines Einfamilienhauses auf dem Lande. Voriges Jahr ist der Altbesitzer verstorben und über den Nachlassverwalter erfahre ich, dass das Haus verkauft werden soll; die Erbin hat einen Makler damit beauftragt. Dieser setzt sich mit uns in Verbindung, der Kaufpreis wird abschliessend ausgehandelt und ein Notar von der Maklerin mit der Aufsetzung des Kaufvertrages beauftragt.
Auf dem Weg zum Notartermin erfahren wir, dass dieser von der Verkäuferin aufgeschoben wurde. Inoffiziell erfahren wir später, dass nicht mehr an uns und nicht zu dem ausgehandelten Preis verkauft werden soll und vorher will/muss man uns rausekeln. Einen konkreten Grund kennen wir jedoch bis heute nicht – die Neubesitzerin ist Ausländerin und läßt sich immer nur durch Dritte (sehr rechtsgelehrte Leute) vertreten.
Allerdings: Nun, 1 knappes Jahr später, erhalten wir die Notarrechnung. Unser Verweis auf den Auftraggeber (Verkäufer) und nicht uns als die Ursache des Nichtabschlusses geht ins Leere. Der Notar will von uns den Gesamtbetrag und bietet an, dass wir uns im Innenverhältnis an die Vermieterin / Nichtverkäuferin wenden.
Ist ein Rechtsstreit, den wir nicht ohne Hinzuziehung eines Anwalts führen können, sinnvoll? Auch das Ergebnis einer Kostenteilung wäre noch ein Fortschritt, schein aber auch ohne Rechtsstreit nicht erreichbar. Wie verhalte ich mich, insbesondere dem Notar gegenüber ?

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Wenn es zur Beurkundung eines Immobilienkaufvertrages kommt, haften Käufer und Verkäufer gesamtschuldnerisch für die Notarkosten. Das heißt, dass der Notar sich aussuchen kann, wen er auf Zahlung der Kosten in Anspruch nimmt. Üblicherweise wird im Vertrag vereinbart, dass der Käufer die Kosten trägt und der Notar rechnet diesem gegenüber ab. Zahlt der Käufer aber nicht, kann der Notar den Verkäufer in Anspruch nehmen.

Wenn es nicht zur Beurkundung kommt, haftet derjenige, in dessen Namen der Notar beauftragt worden ist. Nach Ihrer Schilderung hat die Maklerin zumindest auch in Ihrem Namen den Notar beauftragt.

Ich gehe deshalb davon aus, dass eine Auseinandersetzung mit dem Notar wenig Aussicht auf Erfolg verspricht.

Zu prüfen wäre, ob Sie - nach Zahlung der Rechnung - einen Erstattungsanspruch gegen die Eigentümerin der Immobilie haben. Dies halte ich zumindest nicht für völlig ausgeschlossen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 27.03.2020 | 02:19

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"Die Frage wurde flink und konkret beantwortet. Allerdings bleibt ein Beigeschmack zumindest für den vermuteten Ausgestaltungsspielraum in der konkreten Situagion der Rechtssprechjng, insbesondere, da gerade diese Anwältin auch als Notarin arbeitet. Ich meine die Formulierung "Zu prüfen wäre, ob Sie - nach Zahlung der Rechnung - einen Erstattungsanspruch gegen die Eigentümerin der Immobilie haben. Dies halte ich zumindest nicht für völlig ausgeschlossen." "
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