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Wer zahlt Mutterschaftsgeld nach Freistellung bei Insolvenz?

17.07.2013 13:20 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Zusammenfassung: Mutterschaftsgeld bei Krankheit und Arbeitslosikeit bis zum Ende der Schwangerschaft übernimmt regelmäßig die gesetzliche Krankenkasse.

Guten Tag sehr geehrte Anwaltschaft, mein Anliegen besteht
Zum Thema Mutterschaftsgeld und Insolvenz.

Kurzer Rückblick:

Meine Ehefrau ist in der SS15 und vor einer Woche hat sie die Freistellung vom Insolvenzverwalter erhalten.
Nun hat sie 12 Wochen Kündigungsfrist und ist dann arbeitslos.
In der Kürze wird sie durch die Schwangerschaft keine neue Arbeitsstelle finden.
Meine Fragen hierzu:
Wer übernimmt das gestzliche Mutterschaftsgeld in unserem Fall?
Wie berechnet sich nun das Mutterschaftsgeld? Was wird nun die Basis zur Berechnung des Mutterschaftsgeldes sein?
Da meine Frau krankgeschrieben ist, kann sie sich nicht arbeitslos melden. Übernimmt die Krankenkasse jetzt das Mutterschaftsgeld?
Wir möchten möglichst wenig finanzielle Nachteile haben, was können wir nun machen um keine Einbußen zu haben?

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes unter Berücksichtigung des Einsatzwertes im Rahmen einer Erstberatung gerne wie folgt beantworten möchte:

Wenn ich Sie richtig verstanden habe ist Ihre Frau derzeit schwanger und krankgeschrieben. Das unbefristetes Arbeitsverhältnis Ihrer Frau wurde durch den Arbeitgeber in zulässigerweise gekündigt, so dass sie in 12 Wochen, also noch vor der Mutterschutzzeit, arbeitslos sein wird.

Zudem unterstelle ich bei meiner Antwort, dass Ihre Frau keine neue Arbeitsstelle bis zum Ende der Schwangerschaft finden wird und dass Ihre Frau gesetzlich krankenversichert ist.

Nun ist entscheidend, wie lange Ihre Frau krankgeschrieben sein wird.

1. Vatiante:

Ihre Frau wird vor dem Eintritt der Mutterschutzfrist wieder gesund und meldet sich arbeitslos.

Hier gilt grundsätzlich, dass arbeitslose Frauen die bei Beginn der Mutterschutzfrist als Bezieherinnen von Arbeitslosengeld bei Arbeitslosigkeit gesetzlich krankenversichert sind und denen während der Schwangerschaft ausnahmsweise zulässigerweise gekündigt wurde, Mutterschaftsgeld wie schwangere Arbeitnehmerinnen und den Arbeitgeberzuschuss bis zum Ende der Schutzfrist nach der Entbindung ausgezahlt erhalten, und zwar durch die gesetzliche Krankenkasse.

Die Höhe des Mutterschaftgeldes richtet sich dann nach dem Arbeitslosengeld.

2. Variante:

Ihre Frau meldet sich zwischenzeitlich arbeitslos und dann wird sie wieder krankgeschrieben.

Dann übernimmt wieder die gesetzliche Krankenkasse das Mutterschaftsgeld. Die Höhe wird aber nach dem Krankengeld, welches sich wiederrum nach dem Arbeitslosengeld richtet, ermittelt.

3. Variante:

Ihre Frau ist bis zum Ende der Schwangerschaft durchgängig krankgeschrieben und kann sich daher nicht arbeitslos melden.

Hier übernimmt auch die gesetzliche Krankenkasse das Mutterschaftsgeld.

Die Höhe dessen richtet sich hier aber nach dem Krankengeld, welches sich hier nach dem letzten Einkommen richtet. Es ist also höher, als wenn es sich nach dem Arbeitslosengeld (wie in der 2. Variante) richten würde.


Im Ergebnis wäre die 3. Variante aus finanzieller Sicht am vorteilhaftesten für Sie und Ihre Frau. Das heißt, Ihre Frau müsste sich durchgängig bis zum Ende der Schwangerschaft krankschreiben lassen.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine ersten rechtliche Orientierung bieten.

Bei Verständnisproblemen nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.


Mit freundlichen Grüßen

Anke Thiede
Rechtsanwältin

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