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Wer muss Trennungsunterhalt und Kindesunterhalt zahlen?


02.02.2006 15:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Lebensgefährtin hat sich nach 11 jähriger Ehe von Ihrem
Ehemann getrennt. Aus der Ehe ist eine 11 Jährige Tochter her-
vorgegangen, die beim Kindesvater lebt.
Der Kindesvater fordert nunmehr Kindesunterhalt in Höhe von
100% des Regelbetrags für ein 11 jähriges Kind gem. Düsseldorfer
Tabelle.
Das über die letzten 12 Monate errechnte, um 5% bereinigte Nettoeinkommen meiner Lebensgefährtin
beträgt Euro 852,00.
Das nach der gleichen Methode errechnte Nettoeinkommen des
Kindesvaters beträgt Euro 1452,55 zzgl. 100 % des staatlichen
Kindergeldes.
Meine dahingehenden Fragen lauten :

1.)Kann der Kindesvater Unterhalt in der hier genannten Höhe fordern?
2.)Ist er meiner Lebensgefährtin ggf. zur Zahlung von Trennungs-
unterhalt verpflichtet und wenn ja, in welcher Höhe???

Es sei angemerkt das meine Lebensgefährtin und ich seit November
2005 eine gemeinsame Wohnung bewohnen.
Kann aus diesem Grunde bereits eine eheähnliche Gemeinschaft
vorausgesetzt werden und die Zahlung von Trennungsunterhalt
aus eben diesem Grunde verweigert werden?

Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen im voraus

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Sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Frage möchte ich wie folgt summarisch beantworten:

1.) Bei einem Nettoeinkommen von 852,00 € besteht keine Unterhaltsverpflichtung Ihrer Lebensgefährtin, da der notwendige Selbstbehalt bei Erwerbstätigkeit gegenüber minderjährigen Kindern nach der Düsseldorfer Tabelle 2005 in Höhe von 890 € unterschritten würde.

2.) Berechnung des Trennungsunterhaltes:

Erwerbseinkommen Ehegatten: 1452,55 €
Erwerbseinkommen Ehefrau: 852,00 €
Berechnung des Unterhaltsbedarfes: (1452,55× 3/7 = 622,52) + (852,00 × 4/7 = 485) = 255,52 €

Unterhaltsanspruch (Differenzmethode Bonus 1/7): 1452,55-852 = 600,55 × 3 : 7 = 257,37 €.


Gemäß obiger Berechnung hätte Ihre Lebensgefährtin gegen den Ehemann einen Anspruch auf Unterhaltszahlung in Höhe von 257,37 €. Wenn der Ehemann diese Unterhaltszahlung vornimmt, dann muss dieser Betrag auch als Einkommen berücksichtigt werden. Das Einkommen läge dann bei 852,00 € + 257,37 € = 1109,37 €. Nach der Düsseldorfer Tabelle 1. Stufe wären 247 € Kindesunterhalt zu zahlen. Dann wäre jedoch der Selbstbehalt wieder unterschritten, so dass deshalb nur 219,39 € Unterhalt zu zahlen wären. Eine Anrechnung des Kindergeldes unterbleibt gemäß § 1612 b BGB.


Ich hoffe, die Antwort war Ihnen behilflich.


Mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin
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