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Wer hat das Aufenthaltsbetimmungsrecht, wenn das nie geregelt wurde?


26.06.2007 22:58 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Gemeinsame Sorgerechtserklärung wurde vor der Geburt abgegeben. Trennung vom Vater erfolgte bereits im 4. Schwangerschaftsmonat. Seitdem lebt das Kind (mittlerweile 8,5 Jahre alt) bei mir. War auch in den Ferien nie beim Vater. Vater hatte Schlüssel für unsere Wohnung, hat immer Kind besucht, konnte kommen wie er wollte, kam teils täglich. Kind hat bis Anfang diesen Jahres nie beim Vater übernachtet. Vater wollte nicht (trotz 3 Zim.-Wohnung). Vater hat jetzt Haus gebaut, möchte, dass Kind wechselweise bei ihm lebt (oder mind. 2-3 Tage die Woche). Kind übernachtet jetzt einmal während der Woche dort und ist jeden 2ten Samstag dort. Vater ist selbständig. Geschäfte laufen schlecht, hat viel Zeit. Kind will nicht. Zuständiger Sachbearbeiter beim Jugendamt ist auch nicht dafür.
Wer hat das Aufenthaltsbetimmungsrecht, wenn das nie gerichtl. geregelt wurde? Kann Vater Kind holen, wie er will? Wie sind seine Chanchen vor Gericht auf dieses Wechselmodell?

-- Einsatz geändert am 26.06.2007 22:57:59
26.06.2007 | 23:13

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Bei gemeinsamem Sorgerecht haben grundsätzlich auch beide Elternteile das Aufenthaltsbestimmungsrecht, sofern keine anderweitige Regelung getroffen wurde. Dennoch kann der Vater das Kind nicht einfach holen, wie er will und ohne Ihre Zustimmung bleibt ihm nur die Möglichkeit, seine Forderung nach einem Wechselmodell gerichtlich geltend zu machen.

Bei der Entscheidung ist immer das Wohl des Kindes maßgeblich. Nachdem Sie nie als Familie zusammengelebt haben fehlt m.E. schon die Grundlage für ein Wechselmodell. Außerdem räumen Sie dem Vater ja schon jetzt ein großzügiges Umgangsrecht ein. Wenn dann auch noch das Jugendamt, das bei solchen Verfahren ebenfalls eingeschaltet wird und eine Beurteilung abgibt, dagegen ist, dürfte der Vater kaum Aussichten haben, seine Vorstellungen durchzusetzen.

Ich hoffe, Ihnen damit eine Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


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