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Wer haftet für Wasserschäden durch defekten Absperrhahn an Wasseruhr (Eigentumsw.)

| 02.11.2018 09:54 |
Preis: 60,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Eigentümerin einer Eigentumswohnung, welche durch eine Hausverwaltungsgesellschaft verwaltet wird. Im ganzen Haus (ca 80 Parteien) gibt es das Problem, dass die an den eingebauten Wasseruhren befindlichen Haupthähne sich nicht mehr schließen lassen. Im Ernstfall oder im Fall einer Reparatur an den Armaturen ist es daher nicht möglich, das Wasser abzudrehen. Es ist laut Hausverwaltung jedoch nicht erlaubt, selbst einen Installateur zu beauftragen, eine Reparatur an den Wasseruhren darf nur durch ein von der Hausverwaltung autorisiertes Unternehmen erfolgen. Handwerker dieses Unternehmens waren mehrfach bei mir, konnten das Problem aber aufgrund des Alters der verwendeten Teile und erheblichen Problemen bei der Beschaffung entsprechend passender Neuteile nicht lösen und haben sich irgendwann einfach nicht mehr gemeldet. Jetzt ist meine Küchenarmatur an der Austrittsstelle des (Holz-)Unterschranks undicht geworden und das Problem wird täglich schlimmer. Eine Reparatur darf ich wie gesagt selbst nicht veranlassen, und selbst wenn ich wollte, trauen sich Fremd-Handwerker nicht an dieses Problem heran.

Sollte es nun zum Schlimmsten kommen, und der Wasserhahn setzt während meiner Abwesenheit meine Wohnung unter Wasser (ich bin ganztägig berufstätig) und verursacht weitere Schäden an Fremdwohnungen, wer haftet in diesem Fall für meine Schäden und Schäden an den Fremdwohnungen? Wie sollte ich nun am besten vorgehen?

Ich danke Ihnen für Ihre Mühe und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Susanne D.
02.11.2018 | 10:45

Antwort

von


(1818)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,


haften wird die Eigentümergemeinschaft UND die Verwaltung.


Die Verwaltung hier deshalb ausnahmsweise, da sie den Mangel kannte und ihn nicht abgestellt hat. Dann aber haftet die Verwaltung für allen Ihnen entstandenen vermeidbaren zusätzlichen Schaden wegen Unterlassens von gebotenen Eilmaßnahmen (AG Hamburg, Urt.v. 03.02.2015, Az.: 750 C 16/14).

Und solche Eilmaßnahmen sind hier nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung gegeben.


Das bedeutet aber für Sie auch, dass Sie - da eben Eile geboten ist - einen Handwerker selbst beauftragen könnten. Allerdings müssten Sie diesen Handwerker dann erst einmal als Auftraggeberin selbst zahlen und sich das Geld dann von der Eigentümergemeinschaft und der Verwaltung gemäß der Verteilung der Miteigentumsanteilen zurückholen.

Denn auch wenn die Absperrhähne in der Tat Gemeinschaftseigentum sind, darf und kann bei so einer Eilbedürftigkeit dann von Ihnen gleichwohl ein Handwerker gerufen und beauftragt werden.



Hier sollten Sie nochmals schriftlich gegenüber der Verwaltung (dem Beirat, falls vorhaben) und den Eigentümers (soweit Ihnen bekannt) den Mangel melden und die sofortige Beseitigung mit kurzer Fristsetzung fordern. Da hier Eile geboten ist, machen Sie deutlich, dass Sie sonst einen Handwerker beauftragen und die Kosten geltend machen werden. Deutlich machen sollten Sie auch, dass im Falle einer Schadenvergrößerung die Eigentümergemeinschaft und die Verwaltung haftet und von Ihnen in Anspruch genommen wird.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Bewertung des Fragestellers 04.11.2018 | 06:14

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