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Wer haftet fuer Wasserschaden?


14.06.2006 00:06 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Ich bin Mieter. In meinem Mietvertrag ist ein Kellerabteil vermerkt. Mir wurden keine Schluessel uebergeben und das Kellerabteil wurde von mir nie betreten da mir nicht bekannt war ueberhaupt ein Kellerabteil zu besitzen. Das Kellerabteil war unverschlossen.
Nach fristgerechter Kuendigung meinerseits verlangt die Vermieterin, am Tag der Wohnungsuebergabe, die Bezahlung der Reparatur eines mir bis dahin unbekannten Wasserschadens in meinem Kellerabteil.
Der Wasserschaden wurde durch einen unbekannten Dritten durch das Abstellen eines Sofas auf ein Wasserrohr in meinem Keller verursacht. Die Beschaedigung des Wasserrohres erfolgte vor mehr als 2 Monaten vor dem Tag der Wohnungsuebergabe.
Die Vermieterin wurde vom Wasserschaden durch einen weiteren Mieter in Kenntnis gesetzt hat es aber bis zum Tag der Wohnungsuebergabe unterlassen mich zu benachrichtigen. Sie hat auf eigene Faust ein Unternehmen beauftragt den Schaden zu beseitigen.
In einem Brief an alle Mieter spricht sie den Wasserrohbruch in einem Kellerabteil an, spricht aber nur allgemein von "dem Kellerabteil eines Mieters" und begruendet damit eine Mieterhoehung fuer alle Mieter die laenger als 3 Jahre in dem Haus wohnen.(Betraf mich nicht.)
Sie verlangt nun von mir die vollstaendige Zahlung der entstandenen Kosten (400 Euro) und behaelt die Mietkaution zurueck.
Ich bin am Tag der Wohnungsuebergabe zur Polizei um die Straftat der Rohrzerstoerung trotzdem anzuzeigen. Hier hat man mir gesagt es waere zwecklos 2 Monate nach der Straftat und nach einer vollstaendigen Behebung des Schadens Ermittlungen anzustellen.

Sind die Ansprueche der Vermieterin gerechtfertigt, und was waere ein naechster Schritt?

Bei Antasten der Mietkaution von Seiten der Vermieterin werde ich 4 Wochen vor der tatsaechlichen Auszahlung benachrichtigt. Welche Mittel stehen mir zur Verfuegung die Auszahlung zu verhindern?

Vielen Dank

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach Ihrer Schilderung steht Ihrer ehemaligen Vermieterin kein Anspruch auf Schadensersatz gegen Sie zu, da Sie keinen Schaden verursacht haben. Zwar trifft Sie, da es sich um das Kellerabteil, welches zu Ihrer Wohnung gehört, zunächst eine Vermutung, daß der Schaden in Ihren Verantwortungsbereicht fällt - wenn Sie den Keller jedoch nie selbst genutzt haben und dieser auch für Dritte zugänglich war - was nach Ihrer Schilderung wohl der Fall war, wird Ihnen der Schaden nicht zur Last gelegt werden können, so daß die Vermieterin ihren vermeintlichen Anspruch auch nicht mit der Kaution verrechnen darf.

Geschieht dies gleichwohl und verlangt die Vermieterin von der Bank die (teilweise) Auszahlung des verpfändeten Kautionsguthabens, werden Sie dies nicht verhindern können und müssten in diesem Fall Klage auf Rückzahlung der Kaution erheben. Es empfiehlt sich, zur Vermeidung eines Rechtsstreits schon jetzt anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die Vermieterin davon zu überzeugen, daß Sie keinen Anspruch gegen Sie hat.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für Rückfragen und die weitere Vertretung selbstverständlich gerne zur Verfügung.



Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt, Köln




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395
Sipgate: (0221) 355 333915 / Skype: schwartmann50733
www.rechtsanwalt-schwartmann.de
www.mietrecht-in-koeln.de
www.net-scheidung24.de
www.online-rechtsauskunft.net
<img src="http://www.andreas-schwartmann.de/logo.gif">

Nachfrage vom Fragesteller 14.06.2006 | 16:11

Vielen Dank fuer die prompte Antwort, sie hat mir sehr geholfen.
Eine kleine Unklarheit bleibt dennoch. Abgesehen von der Kaution, besteht fuer die Vermieterin die Moeglichkeit mir anderweitig die Kosten in Rechnung zu stellen? Wer kommt fuer den Schaden auf?

Danke im Voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.06.2006 | 12:18

Natürlich könnte die Vermieterin versuchen, die Kosten klageweise geltend zu machen. Wenn Sie den Schaden aber nicht verursacht haben, wird sie damit keinen Erfolg haben. Lässt sich der Schadensverursacher nicht ermitteln, bleibt die Vermieterin im Zweifel auf ihren Kosten sitzen.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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