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Wer haftet für Schaden

03.05.2017 09:57 |
Preis: ***,00 € |

Transportrecht, Speditionsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren, ich arbeite als freiberuflicher Fahrer für eine Transportfirma, die u.a. auch regelmäßig für meine ehemalige Firma Waren transportiert. Für diese war ich 5 Jahre auch schon direkt als selbstständiger Transporteur unterwegs und habe damals auch täglich mit einem Stapler die Waren direkt in das gestellte Fahrzeug ein- und ausgeladen. Normalerweise wird die Ware nur von Firmenangehörigen (manchmal auch vom Geschäftsführer selbst) verladen. Vor zwei Wochen habe ich wieder einmal den Transporter vor die Versandhalle abgestellt und das Tor auch halb geöffnet, sodass ich mit dem Anhänger ein Stück weit einfahren konnte wie immer. Als ich die zu verladende Ware begutachtet habe, ging der Geschäftsführer (der an diesem Tag wieder auf dem Stapler saß) an mir vorbei und sagte, dass ich die Ware selbst verladen könnte bzw. sollte - da er ja wusste von damals, dass ich im Besitz des Staplerscheins für Flurförderzeuge bin. Als ich mit dem Stapler dann rückwärts aus der Halle fahren wollte, blieb ich mit dem Hubbaum am Tor hängen und verbog dieses am unteren Rand. Das Tor funktionierte noch soweit, aber der Geschäftsführer lies sofort eine Fachfirma verständigen, die den Austausch des unteren Segmentes in den letzten Tagen vornahm. Am vergangenen Freitag bekam ich dann die Rechnung zugestellt in Höhe von 2750 Euro mit der Information des Geschäftsführers, dass diese innerhalb einer Woche von mir zu begleichen sei, ansonsten landet die Angelegenheit beim Anwalt. Es sei noch am Rande erwähnt, dass diese Firma damals in Konkurs ging und mir heute noch über 10.000 Euro schuldet. Hafte ich alleine, wenn mir der Geschäftsführer persönlich den Auftrag gibt, mein Fahrzeug selbst zu beladen? Eine Betriebshaftplicht für diesen Geschäftszweig habe ich leider nicht. Für eine umgehende und aussagekräftige Antwort im Voraus besten Dank.

Einsatz editiert am 03.05.2017 18:35:05
04.05.2017 | 07:39

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Grundsätzlich ist der Frachtführer im Transportrecht nicht zur Entladung der Ware an der Entladestelle vertraglich verpflichtet, es sei denn es bestehen anderweitige vertragliche Regelungen. Das Entladen der Ware durch Sie war also mangels entgegenstehender Anhaltspunkte vertraglich nicht geschuldet.

2. Die Bitte des Geschäftsführers könnte daher ein reines Gefälligkeitsverhältnis begründet haben. Nach der Rechtsprechung kann im Gefälligkeitsverhältnis der Haftungsmaßstab auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit reduziert werden (so etwa OLG Celle, Urteil v. 3.4.2014, 5 U 168/13). Leichte Fahrlässigkeit genügt für eine Haftung demnach nicht. Welcher Grad des Verschuldens hier angenommen werden kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Dazu müsste man den Unfallhergang analysieren.

Grundsätzlich jedoch muss der Anspruchsteller die Voraussetzungen beweisen, was für Sie günstig ist.

3. Unabhängig davon ist es auch möglich, dass die Höhe des Schadens zu beanstanden ist. Dies müsste geprüft werden.

4. Praktisch sollten Sie einen Anwalt mit der Forderungsprüfung - u. ggf. Abwehr beauftragen. Gerne können Sie sich hierfür an mich wenden, ich bin bundesweit tätig.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Christian Schilling

ANTWORT VON

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