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Wer haftet bei fehlender Überweisung zum Verteilungstermin

12.05.2010 01:03 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Sehr geehrte Damen und Herren,
zwar habe ich noch ein paar Tage Zeit mit meinem Problem aber ich informiere mich gerne im Vorfeld.

Ich habe am 8.4. ein Haus ersteigert und bald darauf (genauen Termin weiß ich gerade nicht, es war aber im April) mit der Bank bereits alles geklärt und alle notwendigen Unterlagen beschafft. Mein Verteiltungstermin beim Amtsgericht ist der 9.6.

Am 28.4. war ich zur Grundbuchbestellung beim Notar, der Notar informierte mich, alle notwendigen Formulare an die Bank weitergeleitet zu haben.

Die Bank betont, sie braucht ein "Rangtestat" das Notariat sagt, das ist bei Zwangversteigerungen nicht üblich. Beide Seiten sind sich bezüglich der Formularien scheinbar nicht einig. An der Stelle hab ich dann meine Kreditvermittlerin von der Bank gebeten, selbst mit dem Notariat alles zu klären.

Jetzt gibt es ein ständiges Hin und Her zwischen der Bank und dem Notariat der Kredit ist noch nicht an das Amtsgericht überwiesen und ich erkenne auch keine Bewegung.

Ich frage mich nun zwei Dinge:

Wer haftet, wenn beim Verteilungstermin das Geld fehlt und was kann mir dabei passieren? Kann ich das Haus wieder verlieren? (Auf der Beschluss-Mitteilung des Amtsgerichtes steht etwas von vollstreckbarer Forderung und Sicherheitshypotheken, die in das Grundbuch eingetragen würden, falls das Geld fehlt. Was hieße das konkret?).
Aus meiner Sicht habe ich seit dem 28.4. alle Formulare ausgefüllt und abgegeben, der Verteilungstermin ist über 30 Werktage später. Eine Verzögerung wird man mir kaum vorwerfen können. Wäre ich überhaupt haftbar?

Muss ich mit weiteren Notargebühren rechnen?

Vielen Dank und viele Grüße

Sehr geehrter Ratsuchender ,

vielen Dank nochmals für Ihre Anfrage!
Nachfolgend möchte ich zu Ihrer Anfrage sehr gerne wie folgt Stellung nehmen:

Zu 1.)Wer haftet, wenn beim Verteilungstermin das Geld fehlt und was kann mir dabei passieren?

Schuldner des Kaufpreises sind grundsätzlich Sie persönlich, so dass Sie auch haften.Gegebenenfalls könnten Sie sich aber im Falle einer Inanspruchnahme bei dem Notar schadlos halten (siehe unten unter 3.).

Wenn Sie den Kaufpreis langfristig tatsächlich nicht aufbringen können, droht Ihnen leider im schlimmsten Fall der Verlust des Grundstückes (hierzu ausführlicher unter 2.).


Zu 2.)Kann ich das Haus wieder verlieren? (Auf der Beschluss-Mitteilung des Amtsgerichtes steht etwas von vollstreckbarer Forderung und Sicherheitshypotheken, die in das Grundbuch eingetragen würden, falls das Geld fehlt. Was hieße das konkret?).

Nein, das Hausgrundstück können Sie im Endeffekt leider doch verlieren.

Sie werden zwar durch den Zuschlag Eigentümer, jedoch wird gleichzeitig die bereits von ihnen angesprochen eine Hypothek über die zu sichernde Forderung (also den Kaufpreis) im betreffenden Grundbuch eingetragen.

Sofern Sie den Kaufpreis nicht oder nicht vollständig aufbringen können, berechtigt die Hypothek dazu, die Zwangsvollstreckung zu betreiben. Im schlimmsten Fall würde also Ihr Grundstück wiederum zwangsversteigert werden, um den Kaufpreis aus dem Erlös zu begleichen.



Zu 3.)Aus meiner Sicht habe ich seit dem 28.4. alle Formulare ausgefüllt und abgegeben, der Verteilungstermin ist über 30 Werktage später. Eine Verzögerung wird man mir kaum vorwerfen können. Wäre ich überhaupt haftbar?

Nein, nach Ihrer Sachverhaltsschilderung kann man Ihnen in der Tat nichts vorwerfen.

Ein Problem, welches jedoch auftreten könnte wäre, wenn zum Fälligkeitstermin der Kaufpreis nicht rechtzeitig bereitgestellt werden würde durch die Bank. In diesem Fall können Sie unter Umständen doch haften.

Da nach Ihrer Sachverhaltsschilderung aber der Notar sich Ihnen gegenüber verpflichtet hat alles in die Hand zu nehmen, können Sie in diesem Fall den Notar gegebenenfalls auf Schadensersatz in Anspruch nehmen.



Zu 4.)Muss ich mit weiteren Notargebühren rechnen?

Ob Sie mit weiteren Notargebühren rechnen müssen, kann ich leider nicht abschließend beurteilen, da ich nicht genau weiß, was der Notar bereits veranlasst hat und in Zukunft noch veranlassen muss/wird. Grundsätzlich ist es aber so, dass der Notar genau wie ein Rechtsanwalt in der Angelegenheit beauftragt wird.

Nach Ihrer Schilderung verkompliziert sich die Sachlage aus Sicht des Notars, so dass Sie durchaus damit rechnen können, dass aufgrund der Schwierigkeit und Umfang eine Erhöhung der angefallenen Gebühren anfällt.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochmorgen!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774

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