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Wer forscht nach Erbmasse?


28.05.2007 15:07 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Folgender Sachverhalt:
Ehepaar A+B, 1 Kind (x) aus 1. Ehe von A, 1 gemeinsames Kind.
Gemeinsam in der Ehe angeschafft wurde ein Haus, außerdem wurden verschiedene Geschäfte betrieben.
Partner B wurde vor 7 Jahren krank, damit A versorgt ist, wurde das Haus verkauft. Nach dem Tod von B ging das durch den Verkauf des Hauses gewonnene Kapital in die Erbmasse ein, die zwischen dem Partner A und dem gemeinsamen Kind geteilt wurde.
Jetzt ist Partner A ebenfalls verstorben, das Kind X (aus erster Ehe) hat keinen Einblick in die finanziellen Verhältnisse und ob Geld vorhanden ist, das gemeinsame Kind von A+B zieht alles an sich heran. Das Geld sei weg und Kind X solle sich an den Beisetzungskosten beteiligen.
Wen kann man beauftragen, sich an Stelle von X (bzw. in dessen Auftrag) um die Klärung der Angelegenheiten zu kümmern?

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Sehr geehrter Fragesteller,

nach Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass beide Kinder Erben von A geworden sind, dass also kein Testament oder Erbvertrag vorhanden war. Beide Kinder bilden dann eine Erbengemeinschaft und haben die gleichen Rechte und Pflichten. Über Nachlassgegenstände und Guthaben darf dann nur gemeinsam verfügt werden. Alerdings sind auch Nachlaßschulden und Beerdigungskosnten gemeinsam zu tragen.

Kind X hat gegen das andere Kind einen Anspruch auf Auskunft über den Umfang des Nachlasses, soweit das andere Kind alles an sich genommen hat und somit derzeit Erbschaftsbesitzer ist.
Des Weiteren hat Kind X als Erbe von A einen Anspruch auf Auskunft gegen verschiedene Stellen, z.B. Bank, Grundbuchamt etc. Dort könnte man recherchieren, um festzustellen, was tatsächlich vorhanden war.

Kind X sollte sich dringend anwaltlich vertreten lassen und so seine Rechte geltend machen. Ich bin gerne bereit, Ihnen hierbei im Rahmen einer Mandatsübertragung behilflich zu sein.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe









Nachfrage vom Fragesteller 31.05.2007 | 11:24

Zunächst ganz herzlichen Dank für die -nach den vorgelegten Infos - ausführliche Antwort.

Wenn Kind X die Erbschaft ausschlägt- muss es sich dann trotzdem an den Beisetzungskosten beteiligen? Oder ist es aus allem raus?
Wird X in jedem Fall durch das AG angeschrieben dass es jetzt "Erbe" ist?

Mit Herzlichen Grüßen
xxxxx

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.05.2007 | 11:52

Sehr geehrter Fragesteller,

Kind X wird in jedem Fall vom Nachlassgericht über den Todesfall informiert. Dann kann sich Kind X informieren, ob ein Testament oder ein Erbvertrag vorliegt. Falls keine letztwillige Verfügung vorliegt und somit die gesetzliche Erbfolge eintritt, werden Kind X und das andere Kind gesetzliche Erben zu je 1/2.

Bitte beachten Sie aber, dass Kind X im Falle der gesetzlichen Erbfolge automatisch Miterbe wird, auch ohne Zutun des Nachlassgerichts und ohne Erbschein. Dies läßt sich nur durch fristgerechte Ausschlagung verhindern.

Kind X steht nun vor der schwierigen Frage, innerhalb der Ausschlagungsfrist von 6 Wochen (!) herausfinden zu müssen, ob der Nachlass werthaltig oder überschuldet ist.

Der Erbe trägt die Beerdigungskosten. Wenn Kind X die Erbschaft rechtzeitig ausschlägt, dann wird nach Ihrer Sachverhaltsschilderung das andere Kind Erbe und muss die Beerdigungskosten tragen. Wenn aber das andere Kind auch die Erbschaft ausschlägt und wenn dann kein weiterer Erbe vorhanden ist (z.B. Enkel oder Geschwister des Verstorbenen), dann müssen die Beerdigungskosten vom Bestattungspflichtigen getragen werden. Dies sind die nächsten Angehörigen, so dass auf diesem Umweg wieder eine Kostentragungspflicht auf Kind X zukommen könnte, die sich nicht verhindern läßt.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

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