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Wer erbt wie?

21.07.2021 19:51 |
Preis: 30,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hans und Helga, verheiratet, besitzen ein gemeinsames Eigenheim, jeder ist zur Hälfte Eigentümer.
Das Haus ist ca. 300.000 EUR wert.
Ca. 100.000 EUR sind noch als Darlehen bei der Bank finanziert.

Hans hat vier Kinder aus erster Ehe
Helga hat zwei Kinder aus erster Ehe

Die Kindern wurden gegenseitig nicht adoptiert.

Hans und Helga haben jeweils eine Risikolebensversicherung, die die Schulden des Hauses im Falle des Ablebens gegenseitig tilgen würden. Das Haus wäre jeweils nach dem Ableben einer der Eigentümer schuldenfrei (insofern die Versicherung auch wirklich bezahlt).

Hans und Helga haben sich gegenseitig testamentarisch als Alleinerbe eingesetzt.

Meine Fragen:

Wer erbt was, wenn Hans stirbt?
Welche Summe muss an die Kinder jeweils als Pflichtteil ausgezahlt werden?

Wer erbt was, wenn Helga stirbt?
Welche Summe muss an die Kinder jeweils als Pflichtteil ausgezahlt werden?

Gibt es Möglichkeiten, dass weder Hans noch Helga im Falle der Erbschaft Geld an die Kinder auszahlen müssen und das Haus einem leiblichen Enkel von Helga vermacht wird?

Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?

21.07.2021 | 21:10

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

durch die gegenseitige testamentarische Einsetzung beerbt der länger Lebende den anderen Ehegatten.

Die jeweiligen Kinder haben Anspruch auf den Pflichtteil. Das ist in Geld die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Ich gehe von eine Risikolebensversicherung "über Kreuz" aus. Damit fällt die Versicherungssumme nicht in den Nachlass.

Ich gehe davon aus, dass weiteres Vermögen nicht vorhanden ist und beide Eheleute Darlehensnehmer sind.


Wenn Hans stirbt, erbt Helga dessen Grundstückshälfte. Seine Kinder haben Anspruch auf je ([150.000 - 50.000] / 2 / 4 =) 12.500 € als Pflichteil.

Wenn Helga stirbt, erbt Hans deren Hälfte. Ihre Kinder haben Anspruch auf je ([150.000 - 50.000] / 2 / 2 =) 25.000 € als Pflichtteil.

(Sollte der offene Kreditbetrag im Erbfall geringer oder gar abbezahlt sein, sind die 50.000 nach unten zu korrigieren bzw. ganz aus obiger Gleichung zu nehmen.)

Der Pflichtteil muss von den Pflichtteilsberechtigten geltend gemacht werden und verjährt in drei Jahren.
Er ist nicht automatisch zu zahlen.


Der Pflichtteil kann nicht (ohne besonderen Grund) einseitig durch die Eheleute ausgeschlossen werden.
Die Kinder könnten auf Ihren Pflichtteil im Vorhinein verzichten (§ 2346 Abs. 2 BGB), jedoch nur notariell.

Ein Enkel von Helga kann als Nacherbe des länger Lebenden eingesetzt werden (§ 2100 BGB).
Das kann auch im gemeinsamen Testament geschehen (§ 2269 Abs. 1 BGB).


Hans und Helga sollten nicht (mittels Unterstützung durch Ferndiagnose) selbst erbrechtliche Verfügungen treffen, sondern einen Fachanwalt / eine Fachanwältin für Erbrecht oder einen Notar / eine Notarin vor Ort aufsuchen und sich eingehend beraten lassen.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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