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Wer erbt? - besteht noch Anspruch auf einen Pflichtteil vom Vater?

22.09.2008 22:30 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Guten Tag,
nachdem mein Vater im April dieses Jahres verstorben ist, ist nun auch meine Stiefmutter verstorben.
Mein Vater hatte insgesamt 4 leibliche Kinder, meine Stiefmutter 1 Tochter, diese verstarb 2001 und hinterließ 2 Kinder (also Enkelkinder meiner Stiefmutter). Außerdem lebt noch ein Bruder meiner Stiefmutter. Als mein Vater verstarb gab es ein Testament auf Gegenseitigkeit, somit war meine Stiefmutter Alleinerbin.
Auch haben wir festgestellt, dass sie nur eine sehr geringe Rente hatte. Mein Vater hatte eine gute Rente. Beide hatten ein Gemeinschaftskonto auf das die Rente meines Vaters ging und die monatlichen Zahlungen wie Miete etc gebucht wurden. Sie hatte bei einer anderen Bank ein Einzelkonto. An Hand von Kontoauszügen und Aussagen hatte sie Geld, das, ihrer Meinung nach, zu viel auf dem Gemeinschaftskonto war, bar abgehoben und bar auf ihr Konto eingezahlt. Somit hat sich über die 23 Jahre Ehe ein beachtlicher Betrag auf Konten mit ihrem Namen angesammelt. Im BGB las ich etwas von Zugewinn. Des weiteren gibt es Lebensversicherungen. Hier wissen wir noch nicht wer im Todesfall Leistungsempfänger ist.
Meine Schwester hat eine Generalvollmacht über den Tod hinaus.

Nun meine Fragen: Wer erbt nach dem Tod meiner Stiefmutter? Sollten die leiblichen Kinder nicht erben, besteht noch Anspruch auf einen Pflichtteil vom Vater? Oder kann man über diesen Zugewinn etwas regeln? Gehen die Lebensversicherungen ggf in die Erbmasse, wenn kein Leistungsempfänger angegeben ist? Wie lange gilt die Generalvollmacht? Steht ein Erbe vor der Generalvollmacht?

Sehr geehrte Rechtsratssuchende,
sehr geehrter Rechtsratssuchender,

gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Testaments und der Erbfolge Stellung:


1.Wer erbt nach dem Tod meiner Stiefmutter?

Dies ergibt sich aus dem beiderseitigen Testament, denn als Erbeinsetzung ist jegliche Gestaltung denkbar.


2.Sollten die leiblichen Kinder nicht erben, besteht noch Anspruch auf einen Pflichtteil vom Vater?

Zwar bestand beim Tod des Vaters für dessen leibliche Kinder ein Pflichtteilsanspruch. Dieser ist jedoch mit Ablauf von 3 Jahren nach dem Tod des Vaters verjährt.


3.Oder kann man über diesen Zugewinn etwas regeln?

Eine erbrechtliche Auswirkung auf die Kinder besteht diesbzgl. nicht.


4.Gehen die Lebensversicherungen ggf in die Erbmasse, wenn kein Leistungsempfänger angegeben ist?

Ja, wenn kein Leistungsempfänger angegeben ist, gehören diese zum Nachlass.


5.Wie lange gilt die Generalvollmacht? Steht ein Erbe vor der Generalvollmacht?

Da Sie mitteilen, dass die Vollmacht über den Tod hinaus ausgestellt wurde, besitzt sie nach wie vor Gültigkeit bis diese durch Antritt der Erbfolge durch die Erben automatisch erlischt, da dann kein Nachlass mehr vorhanden ist, sondern eigenes Vermögen der Erben.


Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass eine verbindliche Rechtsauskunft zu den von Ihnen angeführten Fragen selbstverständlich zunächst die Prüfung und die Kenntnis der konkreten Regelung des Testaments voraussetzt. Hierzu würde ich Ihnen sodann ggf. ein Honorarangebot zukommen lassen.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Anmerkungen weitergeholfen zu haben, wünsche Ihnen viel Erfolg und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin

Nachfrage vom Fragesteller 23.09.2008 | 21:16

Vielen Dank für Ihre Antwort, doch 2 Dinge sind noch nicht ganz klar. Das Testament auf Gegenseitigkeit (zwischen den Eheleuten) hat doch mit dem Tod meiner Stiefmutter keine Gültigkeit mehr. Ein Testament meiner Stiefmutter liegt nicht vor. Somit müsste meiner Meinung nach die gesetzliche Erbfolge eintreten. Doch wie ist diese? Werden Stiefkinder wie leibliche Kinder angesehen? Oder erben hier nur die Enkelkinder, da die leibliche Tochter bereits verstorben ist?
Mein Vater ist im April 2008 verstorben, dh. wenn die leiblichen Kinder nichts von der Stiefmutter erben, können diese aber ihren Pflichtteil vom Vater noch einfordern, da lt Ihrer Antwort eine Verjährung erst nach 3 Jahren eintritt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2008 | 17:33

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Ihre weitergehenden Fragen den von Ihnen gewählten Einsatz sprengen, wie Ihnen auch bereits zuvor von 2 Kollegen für die Beantwortung Ihrer eigentlichen Anfrage mitgeteilt wurde, mfG
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin

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