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Wer bezahlt meinen Anwalt und die Gebühren, da ich sehr gut verdiene bekomme ich keine Prozesskosten

10.07.2011 19:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Bei unserer Trennung Ende September 2010 habe ich dem gegnerischen Anwalt gesagt, dass ich auf Kindesunterhalt verzichten werde. Habe mich dann aber aus vielerlei Gründen entschieden Unterhalt zu nehmen.

Daher habe ich meine Frau erstmalig schriftlich und per Einschreiben am 23.12.2010 aufgefordert ab Dezember Kindesunterhalt zu zahlen.

Ein zweites Einschreiben hat sie am 17.März 2011 bekommenn, mit Fristsetzung bis zum 01. Mai 2011 die Beträge ab Dezember nachzuzahlen. Bislang hat sie nicht reagiert.

1. Frage: Spielt meine Aussage des Verzichts vor dem gegnerischem Anwalt eine Rolle?

2. Frage: bekomme ich den Unterhalt ab Dezember nachgezahlt?

3. Frage: Ich möchte wegen der bevorstehenden Scheidung erst im Oktober einen Anwalt beauftragen Kindesunterhalt einzufordern. Sind wir dann noch wegen der Rückstände und Aufforderungen im Termin?

4. Wer bezahlt meinen Anwalt und die Gebühren, da ich sehr gut verdiene bekomme ich keine Prozesskostenhilfe?

5. Wie ist der Ablauf und wie lange kann es dauern? Gibt es zu guter letzt eine Gehalts- oder Kontopfändung? Und wenn ja, bis zum Selbstbehalt?

6. Ist meine Frau verpflichtet ein Darlehen diesbezüglich aufzunehmen oder kommen monatliche Raten/ Abträge auf Ihre Unterhaltszahlung hinzu?

Vielen Dank!

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

1. Frage: Spielt meine Aussage des Verzichts vor dem gegnerischem Anwalt eine Rolle?

Nein, denn der Verzicht auf Kindesunterhalt ist nicht möglich (§ 1614 BGB).

2. Frage: bekomme ich den Unterhalt ab Dezember nachgezahlt?

Ja, denn die Kindermutter hat sich in Verzug befunden. Allerdings ist dabei der genaue Wortlaut des Schreibens entscheidend.

3. Frage: Ich möchte wegen der bevorstehenden Scheidung erst im Oktober einen Anwalt beauftragen Kindesunterhalt einzufordern. Sind wir dann noch wegen der Rückstände und Aufforderungen im Termin?

Ja, der Ansprüch wäre noch nicht verjährt.

4. Wer bezahlt meinen Anwalt und die Gebühren, da ich sehr gut verdiene bekomme ich keine Prozesskostenhilfe?

Sie zahlen als Auftraggeber Ihren Anwalt. Gibt es eine Kostenentscheidung zulasten der Gegenseite, hätten Sie einen Erstattungsanspruch.

5. Wie ist der Ablauf und wie lange kann es dauern? Gibt es zu guter letzt eine Gehalts- oder Kontopfändung? Und wenn ja, bis zum Selbstbehalt?

Nach Klageeinreichung bekommt die Gegenseite eine Frist zur Erwiderung. Dann wird Termin angesetzt. Danach wird dann entschieden. Dieses kann bis zu einem Jahr dauern.

Mit einem vollstreckbaren Titel können Sie dann die Geahltspfändung und auch die Kontopfändung vornehmen. Die Pfändungsfreigrenzen wären dabei zu beachten.

6. Ist meine Frau verpflichtet ein Darlehen diesbezüglich aufzunehmen oder kommen monatliche Raten/ Abträge auf Ihre Unterhaltszahlung hinzu?

Nein, zu einer Darlehensaufnahme wäre der Unterhaltsschuldner nicht verpflichtet.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 10.07.2011 | 20:11

wie läuft das mit dem Erstattungsanspruch. Muss mein RA klagen und hat er Aussicht auf Erfolg letzendlich alle gehabten Kosten erstattet zu bekommen?

Wie lange habe ich Zeit meine Frau erstmalig durch meinen RA zur Zahlung aufzufordern?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.07.2011 | 06:47

Sehr geehrter Ratsuchender,

in einem Gerichtsverfahren wird auch über die Kosten des gerichtlichen Verfahrens entschieden, so dass es in einem solchen Verfahren keiner gesonderten Klage bedarf.

Die Frau muss nicht noch einmal von einem Rechtsanwalt aufgefordert werden, wenn Sie schon nachweislich ordnungsgemäß zur Zahlung aufgefordert haben. Eine erneute Aufforderung und/oder Klageerhebung im Oktober ist ausreichend.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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