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Wenn meine Frau während der Ehe und heute berufstätig ist, hat sie Anspruch auf Unterhalt?


16.02.2005 22:55 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte mit dieser Anfrage klären, ob meiner Exfrau nachehelicher Unterhalt zusteht und wenn ja, in welcher Höhe.
Ich bin seit 2003 geschieden. Mein Gehalt beträgt monatlich 2079,64 Euro Netto. Im Monat zahle ich 498 Euro Kindesunterhalt für meine beiden Kinder (7,5 und 9,5 Jahre alt).
Meine Exfrau arbeitet heute und bereits zu Ehezeiten ununterbrochen in einer Halbtagsstelle. Das Gehalt meiner Exfrau beträgt monatlich 1247,48 Euro. Zusätzlich hat sie Mieteinahmen von 250 Euro.
Sie lebt mit meinen Kindern in einem Eigenheim mit 175 qm Wohnfläche. Davon nutzt sie 120 qm Wohnfläche. Eine Einliegerwohnung von 55 qm vermietet sie. Zu dem Haus gehört ein Keller, ein Garten und ein Doppel-Carport. Sie zahlt monatlich für ihr Eigenheim 591,96 Euro an Tilgung und Zinsen an die Banken.
Ihr langjähriger Lebenspartner lebt offiziell nicht mit ihr zusammen. Ich lebe mit meiner neuen Partnerin seit zwei Jahren zusammen zur Miete.
Für eine Antwort mit Begründung danke ich im voraus.
Mit freundlichem Gruß


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Sehr geehrter Ratsuchender,

gesetz dem Fall, dass aufgrund der ehelichen Lebensverhältnisse das Einkommen der Frau prägend war, hat die Frau keinen Unterhaltsanspruch.

Das Einkommen des Mannes liegt bei Vorwegabzug des Kindesunterhaltes bei rund 1.500,00 EUR, die Einnahmen der Exfrau ebenfalls, wobei bei der Exfrau noch ein Wohnwertvorteil hinzugedacht werden kann, da sie im eigenen Haus lebt. Selbst wenn man der Meinung sein sollte, dass das Einkommen der Exfrau wegen der Betreuung der Kinder nicht voll anzurechnen ist, wird man ihr Einkommen ebenfalls mit 1.500,00 EUR annehmen können.

Da beide demnach über das gleiche Einkommen verfügen, bleibt für einen Unterhaltsanspruch meines Erachtens kein Raum.

Ich hoffen Ihnen geholfen zu haben.

MIt freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 16.02.2005 | 23:19

Was genau bedeutet, dass das Einkommen meiner Frau prägend war? Zu Ehezeiten verdiente sie genausoviel wie heute. Mein Verdienst war damals geringer und lag zu Ehezeiten bei ca. 1300 Euro. In zwei Jahren erwarte ich eine Beförderung. Kann sie dann Unterhalt fordern?
Besteht die Gefahr, dass ihre Arbeit vor Gericht als "überobligatorische Arbeit" angesehen werden kann?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.02.2005 | 08:39

Sehr geehrter Ratsuchender,

der nacheheliche Unterhalts richtet sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen. Es ist also zu überprüfen, was die ehelichen Lebensverhältnisse beinflusst hat. Man überprüft also auch anders formuliert, was die ehelichen Lebensverhältnisse geprägt hat.

In Ihrem Fall haben Sie die Antwort auf Ihre erste Frage bereits selber im zweiten Satz Ihrer Nachfrage gegeben. Da Ihre Exfrau bereits während der Ehezeit gearbeitet und die gleichen Einkünfte erzielt hatte, ist deren Einkommen somit prägend.

Ein Unterhaltsanspruch besteht daher zur Zeit nicht, zumindest, wenn das Einkommen der Exfrau voll angerechnet wird.

In diesem Zusammenhang komme ich zunächst auf Ihre letzte Frage zu sprechen. Es besteht die Gefahr, dass die Arbeit als überobligatorisch angesehen wird. Ganz auszuschließen ist dieses nicht, da Ihre Exfrau zwei Kinder betreut, wovon das Älteste erst 9,5 Jahre alt ist. Grundsätzlich wird dann eine Teilerwerbstätigkeit nicht erwartet. Da Ihre Exfrau aber bereits während der Ehe gearbeitet hat, kann man sich hier auf den Standpunkt stellen, dass keine überobligatorische Tätigkeit vorliegt.

Was Ihre Beförderung angeht, kommt es wieder auf die ehelichen Lebensverhältnisse an. Steht die Beförderung im Zusammenhang mit der ehelichen Planung, ist sie zu berücksichtigen.

Es muß abgewartet werden, wieweit sich die Beförderung auswirkt und ob diese Entwicklung den ehelichen Lebensverhältnissen entspricht.

Ganz auszuschließen ist ein Unterhaltsanspruch in diesem Fall nicht. Sie ersehen aber, dass es auch hierbei darauf ankommt, was den ehelichen Lebensverhältnissen entspricht. Dieses wird genau zu prüfen sein.

MIt freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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