Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wenn ich jetzt aber noch 100€ Kindesunterhalt zusteuern soll, weiß ich nicht mehr so recht wie ich a

| 31.08.2011 20:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Hallo!
Ich bin seid einem Monat geschieden.
Bin Mutter von 2 Kindern. Meine Tochter ist 15 und lebt wegen der Schule 90 km von hier bei ihrem Vater.
Mein 3jähriger Sohn lebt bei mir.
Auf Unterhalt habe ich verzichtet, gehe jetzt mehr arbeiten als vor der Trennung, damit ich mit meinem Sohn über die Runden komme.
Ich zahle keinen Unterhalt für unsere Tochter und mein Exmann zahlt keinen Unterhalt für unseren Sohn. Nun sagte er mir ich solle den Mehrbedarf für den Unterhalt (laut Düsseldorfer Tabelle)unserer Tochter bezahlen.
Ich gehe aber in Teilzeit arbeiten, da ich bei Vollzeit täglich 11 Std unterwegs wäre und die Kinderbetreuung in Niedersachsen zu wünschen übrig läßt. Ausserdem möchte ich das meinem Sohn nie wieder antun. Ich habe demnach ein Einkommen von 1500€. Davon bezahle ich 360€ Kredit für meine Wohnung, Nebenkosten ca. 80€, Kindergarten mit 292€ und fahre 400km (mit Besuchszeiten meiner Tochter komme ich da auf ca. 300€ im Monat) in der Woche zur Arbeit mit dem eigenen PKW den ich auch selbst unterhalte.
Mein Exmann hat ca. 2100€ ausgezahlt (ohne Kindergeld), wohnt zur Miete, hat ähnliche Wohnkosten und fährt genauso viele km wie ich und zahlt ein großes Auto ab.
Wenn ich jetzt aber noch 100€ zusteuern soll, weiß ich nicht mehr so recht wie ich auskommen soll. Ist das alles wirklich so?
Weiterhin ist er der Meinung, dass er mir den kirchlichen Kindergarten verbieten kann, da er ja Mitspracherecht hat. Ich soll mir eine teure Tagesmutter nehmen, damit ich arbeiten gehen kann. Einen anderen Vollzeitplatz in einer anderen KiTa habe ich nicht bekommen. Den Vollzeitplatz brauche ich, weil ich an 3-4 Tagen in der Woche den ganzen Tag arbeite.
Vielen Dank im Voraus!

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Grundsätzlich ist die Regelung, die Sie bezüglich des Kindesunterhalts getroffen haben, nicht unvernünftig. Zwar kann auf die Zahlung von Kindesunterhalt rechtmäßig nicht verzichtet werden, jedoch steht es den Eltern frei, eine Einigung zu finden, insbesondere wenn, wie hier, jeder Elternteil seinen Beitrag zum Unterhalt durch Betreuung leistet.

Wenn Ihr geschiedener Ehemann jedoch auf Zahlung von Kindesunterhalt besteht, muß die Höhe des Kindesunterhalts berechnet werden.

Aufgrund Ihrer Angaben gehe ich von folgenden Zahlen aus:

Einkommen Vater netto pro Monat: 2.100,00 €
Kindergeld für die Tochter erhält der Vater.
Berufsbedingte Aufwendungen (insbesondere Fahrtkosten) können mangels Angaben nicht berücksichtigt werden.
Es wird ferner davon ausgegangen, daß keine ehebedingten Schulden vom Einkommen abgezogen werden können.

Einkommen Mutter netto pro Monat: 1.500,00 €
Kindergeld für den Sohn erhält die Mutter.
Berufsbedingte Aufwendungen (insbesondere Fahrtkosten) können mangels Angaben nicht berücksichtigt werden.
Es wird ferner davon ausgegangen, daß keine ehebedingten Schulden vom Einkommen abgezogen werden können.
Berücksichtigt werden die Kosten für den Kindergarten in Höhe von 292,00 €.

Wohnkosten bleiben unberücksichtigt.

Danach schuldet der Vater Kindesunterhalt für den Sohn von 257,00 € (hälftiges Kindergeld wurde berücksichtigt).

Sie schulden Kindesunterhalt für die Tochter von 184,00 € (hälftiges Kindergeld wurde berücksichtigt).


2.

Da Sie das gemeinsame Sorgerecht haben (ich unterstelle, daß keine Sorgerechtsregelung getroffen worden ist), hat der Vater in Dingen wie Kindergarten und Schule ein Mitspracherecht. Das heißt aber nicht, daß er bestimmen kann, wie Ihr Sohn untergebracht ist. Jedenfalls erscheint die Unterbringung im Kindergarten sinnvoll und vernünftig. Können Sie sich mit dem geschiedenen Ehemann nicht einigen, bleibt nur die Möglichkeit, eine gerichtliche Entscheidung herbeizuführen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 31.08.2011 | 21:34

Vielen Dank!
Für mich sind die Fragen vollends beantwortet.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.08.2011 | 21:38

Gern geschehen.

Bewertung des Fragestellers 31.08.2011 | 21:34

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank!Sehr hilfreich!"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 31.08.2011 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67508 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Klare und schnelle Auskunft. Jederzeit gerne wieder. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat mir weitergeholfen. Alles war verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Perfekt! Sehr umfassen und weitreichend informiert und mitgedacht! Super! ...
FRAGESTELLER