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Wenn ich das Wegerecht bis zu meinem Grundstück nicht ausüben kann, darf ich auf dem Nachbargrundstü


24.05.2005 11:32 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht



Ich habe ein Grundstück, dass keine eigene Zufahrt hat. Deshalb habe ich im Grundbuch ein Wegerecht über das vordere Grundstück eingeräumt bekommen. Seit Monaten kann ich mein Wegerecht nicht ausüben, weil der Weg nicht befahrbar ist. Ob ich oder der Grundstückeigentümer Schuld ist und den Weg wieder einrichten muß, wird zur Zeit in einem gesonderten Beweisverfahren geklärt.

Die Mieter des vorderen Hauses nutzen den vorderen befahrbaren Teil des Weges häufig um ihr Auto dort stundenlang zu parken. Eine Ausübung meines Wegerecht ist deshalb teilweise nicht möglich.

Ich habe mein Auto am Ende des noch befahrbaren Weges (mit Wegerecht belastet) auf das Grundstück des vorderen Eigentümers gestellt zum Be- und Entladen, weil ich mein eigenes Grundstück nicht erreichen kann. Eine Durchfahrt zu meinem Grundstück ist wie beschrieben nicht möglich.

Ist mir das Be- und Entladen gestattet auf dem noch zum anderen Grundstück gehörenden Teil des Weges, wenn ich mein Wegerecht nicht bis zu meinem Grundstück ausüben kann?

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn man es ganz genau nehmen wollte, so müsste man zunächst eigentlich prüfen, ob und wann ja wie das Wegerecht beschränkt ist oder ob nur die allgemeine Bezeichnung "Wegerecht" ohne nähere Ausgestaltung verwendet worden ist.

Ich gehe also einmal vom Normalfall des Wegerechts in Form des Geh- und Fahrrechts aus. Dieses deckt das Recht zum Begehen, zum Befahren und zum Wenden ab, nicht aber das Abstellrecht. Insofern wäre es Ihnen verboten, Ihre Fahrzeug auf dem Weg zu parken.

In Ihrem Falle handelt es sich aber entweder von vornherein nur um ein Halten, oder aber das Parken zum Be- und Entladen ist von befristeter Dauer und dadurch verursacht, dass Sie Ihr Fahrrecht aus tatsächlichen Gründen nicht ausüben können.

Fazit: Das Befahren bis zur "Blockade" und das darauffolgende Halten zum Be- und Entladen gehört zur zulässigen Ausübung Ihres Wegerechts und ist Ihnen daher gestattet.

Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass Sie gegen den "wild parkenden" Mieter ein Abwehrrecht haben, aufgrund dessen Sie Ihm untersagen (lassen) können, Ihr Wegerecht durch sein Parken zu beeinträchtigen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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