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Wenn ich Pech habe, muss ich viele Monate lang doppelte Miete zahlen, oder?

| 16.10.2008 20:51 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Ich wohne seit drei Jahren (Aug,2005) in einer Mietswohnung und möchte kündigen.
Nun habe ich das Problem, dass im Mietsvertrag steht, dass sich das Mietsverhältnis jeweils um ein Jahr verlängert, wenn ich nicht drei Monate vor dem Stichtag kündige.
Habe ich dennoch die Möglichkeit, nach der gesetzlichen dreimonatigen Kündigungsfrist zu kündigen?
Der Vermieter wäre einverstanden, wenn ich einen Nachmieter stelle. Den finde ich leider bisher nicht.

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und gemäß der Höhe Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Eine Kündigung mit der gesetzlichen dreimonatigen Kündigungsfrist ist bei Mietverträgen auf bestimmte Zeit wie bei Ihnen leider nur bei außerordentlichen Kündigungen möglich. Hierfür müßten Sie aber ein berechtigtes Interesse wie z.B. Zerrüttung des Mietverhältnisses oder ähnliches geltend machen.

Allerdings sollten Sie prüfen, ob die zeitliche Beschränkung überhaupt wirksam ist. Sie ist nur dann wirksam, wenn Ihnen der Grund der Beschränkung zu Beginn der Vermietung mitgeteilt wurde. Zulässige Gründe sind eine Nutzung durch Familienmitglieder des Vermieters, ihn selber oder seine Haushaltsangehörige nach Ende der Mietzeit, eine Veränderung oder Beseitigung der Räume nach Ende der Mietzeit, wodurch die Mieträume unbenutzbar würden oder eine Vermietung an Bedienstete (§ 575 BGB).

Wenn der Grund nicht mitgeteilt wurde oder trotz Mitteilung nicht vorliegt, ist die Beschränkung unwirksam. Dadurch würde es zu einem Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit, das Sie wiederum ordentlich mit der gesetzlichen dreimonatigen Frist kündigen können.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

Nachfrage vom Fragesteller 16.10.2008 | 22:30

Îm Mietvertrag steht: Es (das Mietsverhältnis) verlängert sich jedoch jeweils um 1 Jahr, wenn nicht 3 Monate vorher gekündigt wird. Nun wohne ich schon 3 Jahre dort. Eine Begründung für die Begrenzung gibt es nicht.
Ich fasse es als große Erschwernis auf, aus dem Mietverhältnis rauszukommen. Wenn ich Pech habe, muss ich viele Monate lang doppelte Miete zahlen. Oder?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.10.2008 | 22:36

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn keine Begründung gegeben ist, handelt es sich um ein Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit, so daß Sie ordentlich mit der bereits genannten Frist kündigen können.

Ob Sie doppelte Miete zahlen müssen, hängt von Umständen ab, die Sie leider nicht mitgeteilt haben, so daß es mir unmöglich ist, darauf zu antworten.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 16.10.2008 | 22:58

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"Leider war mir die Antwort in einigen Punkten undeutllich, aber vielleicht war mein Einsatz zu gering. Ich habe den gesetzlichen Hinweis vermisst."
Stellungnahme vom Anwalt:
Die Ratsuchende hat zu wenig Fakten mitgeteilt, so daß eine deutlichere Antwort nicht mögilch war. Insbesondere bei der Nachfrage hat sie die Möglichkeit nicht genutzt, eine Präzision zu erfragen. Zudem war insbesondere die Nachfrage sehr undeutlich.
Auch wurde nicht nach dem gesetzlichen Hinweis gefragt, wobei darauf hingewiesen wird, daß ein gesetzlicher Hinweis erfolgte.
Die zukünftigen Ratsuchenden mögen bei den Formulierungen ihrer Fragen bitte beachten, daß wir Anwälte über Ihren nur das wissen können, was Sie uns mitteilen. D.h., je mehr und je präziser Ihre Fragen sind, desto besser und präziser können wir antworten. Auch die Höhe des Einsatzes spielt natürlich eine Rolle, da Anwälte bei höheren Einsatz auch eine höhere Motivation zeigen.