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Wem stehen welche Nutzungsrechte bei der Erstellung eines Buches zu?

20.05.2013 17:00 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Sehr geehrte Damen und Herren,
ein Geldgeber stellte mir einen Betrag zu Erstellung eines Buches zur Verfügung. Ich habe Teile des Buches mittels Werkverträgen erstellen lassen, in denen ich den Autoren ein räumliches und zeitiges Nutzungsrecht einräumte. Als Herausgeber fungiere ich selbst. Der Geldgeber möchte ein "einfaches" Nutzungsrecht.
Wer hat nun welche Nutzungsrechte an dem Werk?
Hat der Geldgeber das größere Nutzungsrecht? Ist er derjenige, der letzlich das "sagen" hat?
Vielen Dank für Ihre Erklärung.

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung und Ihres Einsatzes wie folgt:

Grundsätzlich stehen die Nutzungsrechte allein dem Urheber, also dem Schöpfer des Werkes (§ 7 UrhG) zu. Der Urheber kann aber einem anderen das Recht einräumen, das Werk auf einzelne oder alle Nutzungsarten zu nutzen (Nutzungsrecht) - das Nutzungsrecht kann dabei als einfaches oder ausschließliches Recht sowie räumlich, zeitlich oder inhaltlich beschränkt eingeräumt werden (§ 31 UrhG).

In Ihrem Fall stünden die alleinigen Nutzungsrechte daher zunächst dem Schöpfer des Sprachwerkes, also dem/den Autoren zu. Die Autoren können vertraglich gegen angemessene Vergütung (§ 32 UrhG) aber Nutzungsrechte an andere Personen einräumen. Der Geldgeber hat daher ohne entsprechende vertragliche Vereinbarung keinerlei Nutzungsrechte an dem Werk, solange ihm diese Rechte nicht von dem Urheber eingeräumt wurden.

Ich verstehe Ihre Frage so, dass nicht Sie Autor des Buches sind, sondern Sie Dritte mit der Erstellung der Texte beauftragt haben und Ihnen für diese Texte ein Nutzungsrecht eingeräumt wurde. Soweit dieses Nutzungsrecht auch das Recht zur Erteilung von Unterlizenzen umfasst, könnten Sie dem Geldgeber ein einfaches Nutzungsrecht einräumen – ansonsten könnten dies nur die Autoren.

Inwieweit Sie aber auch verpflichtet sind, dem Geldgeber ein Nutzungsrecht einzuräumen, hängt allein davon ab, was Sie mit dem Geldgeber vertraglich vereinbart haben (wobei auch mündliche Absprachen bindend sein können). Eine gesetzliche Regelung, wonach dem Geldgeber bestimmte Nutzungsrechte oder sonstige Mitbestimmungsrechte zustehen, gibt es dagegen nicht.


Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben. Bei Unklarheiten benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bedenken Sie bitte, dass ich Ihnen hier im Rahmen einer Erstberatung ohne Kenntnis aller Umstände keinen abschließenden Rat geben kann. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung des Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem bei Einsicht in sämtliche Unterlagen konkret zu erörtern.

Mit freundlichen Grüßen

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