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Wem gehört der gefundene Stein?

| 01.03.2017 04:01 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Guten Tag,
angenommen ich habe in Mecklenburg-Vorpommern einen Stein gefunden, von dem ich vermute, dass es sich um einen ggf. wertvollen Meteoriten oder ein ggf. wertvolles Fossil handelt. Wem gehört dieser/dieses? Kann ich ihn problemlos untersuchen lassen und danach ggf. reich werden oder gehört er dann automatisch dem Land/Staat? Dann würde ich ihn nämlich einfach behalten, ohne Untersuchung. Und macht es dabei einen Unterschied, wenn ich ihn "von der Oma geerbt hätte, die ihn auf Ihrem Grundstück gefunden hat"?

Vielen Dank im Vorraus, für Ihre Hilfe.

Sehr geehrter Mandant,

vielen Dank für Ihre ungewöhnliche Anfrage, die ich Ihnen gerne wie folgt beantworten möchte:

Meteoriten sind in Deutschland tatsächlich lange Zeit in eine Gesetzeslücke "gefallen". Dies hat damit zu tun, dass die bestehenden rechtlichen Regelungen den Fall nur unzureichend geregelt haben.

Bei Meteoriten handelt es sich nicht um einen Schatzfund im Sinne des § 984 BGB , da dieser voraussetzt, dass der gefundene Gegenstand zuvor bereits jemandem gehört hat, was erkennbar nicht der Fall ist.

Da Staat und Öffentlichkeit aber nun einmal ein Interesse an geologischen Funden haben, werden insofern Ausnahmen je nach Bundesland geschaffen.
Bayern hat diese eben genannte Regelung gerade eben doch für anwendbar erklärt.

Für alle anderen Bundesländer gilt eine Ausnahmeregelung, wonach automatisch das Land Eigentümer des Fundes ist, sobald dieser dort entsteht. Der Finder muss allerdings angemessen entschädigt werden.
Diese Regelung wäre also auch in Ihrem Fall anzuwenden.

Da Sie also von Gesetzes Wegen nicht Eigentümer an dem Gesteinsfund werden können, ist es auch nicht entscheidend, ob Sie oder ein Vorfahr den Fund gemacht hat.

Handelt es sich hingegen nicht um einen Fund von herausragendem wissenschaftlichen Interesse, sind Sie der rechtmäßige Eigentümer.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Rückfrage vom Fragesteller 01.03.2017 | 05:50

Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Zusammengefasst: Ich lasse den Stein untersuchen, erfahre was es ist.
Ist es nichts wertvolles, waren der Aufwand, sowie die Untersuchungs- und Fahrkosten quasi umsonst und er liegt danach wieder in meinem Schrank.

Ist es etwas wertvolles, weiß ich was es ist, es wird staatlich einkassiert und ich bekomme dafür ein paar Euro. Angemessen ist ja ein ziemlich dehnbarer Begriff. So wie es klingt, lohnt sich das Ganze dann wahrscheinlich ehr nicht. Vor allem, wer legt dann fest, was angemessen ist und woran? 10% vom Wert z.B. oder "nach Nase"?

Dann werde ich mir die Untersuchung wohl sparen und ihn wieder, als Deko, zurück in den Schrank legen. Irgendwo schade, aber naja. :-/
Trotzdem gut vorher zu wissen, wie die Rechtslage dahingehend aussieht.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.03.2017 | 07:05

Sehr geehrter Mandant,

ja, Sie fassen die Rechtslage so korrekt zusammen. Der Begriff der "Angemessenheit" ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, der also im Einzelfall mit Leben gefüllt werden muss.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 01.03.2017 | 05:55

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