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Welpenverkauf


| 02.05.2005 16:39 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Ich habe am 16,März einen Welpen verkauft. Da es sich um den ersten Wurf handelt, und ich alles richtig machen wollte, habe ich der Frau gesagt das wenn es Probleme gibt, egal welcher Art, kann sie sich bei mir melden. Leider hat sie dies nicht getan und immer musste ich anrufen oder mailen wie es denn dem kleinen Hund ginge. Dabei erfuhr ich so beiläufig, das der Hund krank sei. Er habe eine Nierenentzündung und die Blutwerte seien zu hoch. Das solle wahrscheinlich von dem Futter kommen das wir verfüttert hätten. Der Hund bekäme nun Antibiotika und wenn sie näheres wüssten würden sie sich melden. Zwischenzeitlich habe ich per email gefragt was der Hund denn nun zu fressen bekommt und ich hätte gerne die Adresse der Tierarztin, das ich mit ihr zusammenarbeiten kann. Leider kam darauf keine Antwort. Am Wochenende haben wir dann wieder dort angerufen und fragten nach dem Befinden des Tieres. Daraufhin wurde gleich losgelegt: Wieviel Geld man schon bezahlt hätte( 200 Euro) und das die Arztin sagt das hätte der Hund schon gehabt bei übergabe... WIr haben im gleichen Zug angeboten wenn der Hund so krank ist nehmen wir das Tier zurück und erstatten den Preis. Das will man aber nicht. Sie wollen alle Arztkosten die angefallen sind und weiter anfallen. Den Hund hergeben aber auf keinen Fall. Die Zuchtwartin wollen sie verklagen weil sie bei der Wurfabnahme bestätigt habe das der Hund gesund sei usw. Ich bin sehr verunsichert. Unsere anderen Hunde sind alle gesund. Ich habe extra einen Rundruf gestartet. Nur dieser kleine Wurm soll so krank sein. Was kann ich tun? Oder was muss ich tun, um dem ganzen ein Ende zu setzen. Offentsichtlich ist die Dame nicht bereit mit uns zu arbeiten und will den Namen der Ärztin nicht bekannt geben. Kann ich ein Vergleichsgutachten bei einem Tierarzt meines Vertrauens verlangen, das ich dann bezahle?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst einmal möchte ich Ihnen dringend raten, hier zwei Ebenen auseinanderzuhalten. Nämlich die moralische und die juristische. Es ist Ihnen sicher hoch anzurechnen, dass Sie sich so sehr um das Wohl des kleinen Hundes sorgen. Sie sollten aber die juristische Seite bedenken: Hier wird es letztendlich darum gehen, dass die Käuferin möglicheweise Mängelgewährleistungsansprüche gegen Sie geltend machen kann und wird. Dann aber ist es Sache der Käuferin, entsprechende Ansprüche anzumelden und zu beziffern. Indem Sie so sehr hinter der Käuferin herfragen, drängen Sie sich regelrecht selbst in die Mängelgewährleistung.

Ich bitte in diesem Zusammenhang zu beachten, dass Begriffe wie Mängel oder Gewährleistung aus der Tatsache herrühren, dass auf Tiere nach dem BGB die Vorschriften über Sachen anzuwenden sind, nicht aber auf mangelnde Tierliebe meinerseits zurückgehen.

Zur Mängelgewährleistung ist zu sagen, dass die Käuferin tatsächlich Ansprüche gegen Sie haben kann, wenn der Hund zum Zeitpunkt der Übergabe krank (und damit mangelhaft im Sinne des Gewährleistungsrechts) war und Sie die Mängelgewährleistung nicht wirksam ausgeschlossen haben. In diesem Falle gehen die Ansprüche auf Nacherfüllung (Lieferung eines gesunden Tieres) oder Rücktritt mit der Folge der Rücknahme des Tieres gegen Rückerstattung des Kaufpreises. Darüber hinaus könnte ein Anspruch auf Schadensersatz hinsichtlich sog. nutzloser Aufwendungen bestehen, die Futterkosten und notwendige Tierarztrechnungen umfassen können.

Keinesfalls kann die Käuferin nun aber die angedrohten künftigen Tierarztkosten verlangen, zumal Sie bisher noch keine Mängel gerügt hat.

So sehr es Sie ehrt, selber helfend und im Sinne des Wohles des Tieres tätig zu werden, aber einen Anspruch auf Nennung des Tierarztnamens und Einholung eines Gutachtens zum jetzigen Zeitpunkt haben Sie nicht. Diese Dinge werden allenfalls relevant, wenn die Mängelgewährleistungsansprüche geltend gemacht werden und es dann zu Unstimmigkeiten bezüglich des Vorliegens eines Mangels zum Zeitpunkt des Gefahrüberganges und dessen Erheblichkeit und ggf. über einzelne Schadensersatzpositionen kommt.

Im Moment kann ich Ihnen nur raten, erst einmal abzuwarten, was von der Gegenseite kommt. Ich kann gut nachvollziehen, dass die Sache auf beiden Seiten recht emotional belegt ist. Aber derzeit hilft Ihnen nur Besonnenheit und ein in juristischer Hinsicht kühler Kopf weiter.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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