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Welpenverkauf


01.11.2007 09:56 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von



Hallo, ich bin hundezuechterin und registriert im zuchtverband valencia spanien, wir haben ein rudel von 7 tieren,anfang august haben wir einen welpen im alter von 12 wochen an die schweiz verkauft, mit allen notwendigen impfungen einschliesslich gegen tollwut.nach nun ca drei monaten bekomme ich eine reklamation das dieser welpe kronische angina haette und die dame fordert ihr geld von uns zurueck.sie haette von ihrem tierartz eine bescheinigung das der hund die krankheit schon von uns mitgebracht haette, hat sich aber in dem gesamten zeitraum nie dergleichen geaeussert.der welpe ist nun ueber 6 monate alt.in unserem kaufvertrag haben wir einen haftungsauschluss und gewaehrleistungs vertrag.der besagt das nur auesserlich gesunderscheinende tiere zum verkauf kommen daher kann nicht fuer offensichtliche maengel wie innere krankheiten endoparasiten ect gehaftet werden, da es sich um einen privatkauf handelt kann der verkaeufer nicht die im gewerbe ueblichen gewaehleistungen uebernehmen er raeumt jedoch eine gewaehrleistung von 8 tagen ein eventuelle maengel muessen innerhalb dieser frist schriftlich angezeigt sein.darueber hinaus sind schadensersatsansprueche gleich welcher art ausgeschlossen,soweit der schaden nicht durch grob fahrlaessiges oder vorsaetsliches verhalten verursacht wurde.das ist ein auszug aus unserem vertrag, unterschrieben von dieser frau.wie auch immer ,meine frage ist wennh diese frau klagen wuerde bei gericht haette sie eine chance zu gewinnen und bin ich haftungsflichtig. unsere tiere werden mit einer fluggesellschft nach vorherigen aertzlichen untersuchung auf reisen geschickt, und das steht auch im eu pass das der hund zu diesem zeitpunkt gesund war.bitte schnell um antwort, da diese frau uns bedroht.sie hatte uns damals gebeten zwei kaufvertraege mit unterschiedlichen betraegen auszufuellen, damit die steuern am flughafen fuer sie geringer wahren und aus gefaelligkeit haben wir das auch getan.den flug und alle anderen kosten haben wir bezahlt.koennen sie mir bitte schnallstens eine antwort geben danke , mfg

ps hauptberuflich habe ich eine immobilien agentur an der costa del sol
01.11.2007 | 12:15

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

da Sie angeben eine Züchterin zu sein, dürfte Ihr Gewährleistungsausschluss („…kann nicht … gehaftet werden, da es sich um einen Privatkauf handelt kann der Verkäufer nicht die im Gewerbe üblichen Gewährleistungen übernehmen…“) keine Wirkung entfalten. Auch die nicht auf Gewinnerzielung gerichtete Zucht ist als gewerblich einzustufen und jeder (auch Hobby-)Züchter insofern als Unternehmer anzusehen (BGH Urteil vom 29.03.2006, Az. VIII ZR 173/05).

Damit liegt, so es sich bei der Käuferin um eine Privatperson gehandelt hat, ein Verbrauchsgüterkauf vor, für den die einschlägigen Regelungen gelten.

Damit gilt, dass ab Übergabe des Tieres in den ersten 6 Monaten der Verkäufer bei Auftreten eines Mangels den Beweis anzutreten hat, dass der Mangel bei Übergabe nicht vorlag. Ein Ausschluss der Gewährleistung ist nur unter Züchtern möglich, da dort die Rechtsvorschriften über den Verbrauchsgüterkauf keine Anwendung finden.

Lediglich bei rein erblich bedingten Krankheiten, von denen der Züchter nichts ahnen konnte, trägt allein der Käufer das Risiko (BGH, Urteil vom 22.06.2005, Az VIII ZR 281/04).

Sie müssten daher beweisen, dass bei Übergabe des Hundes dieser noch keine Erkrankung aufwies. Da Sie beim Verbrauchsgüterkauf auch das Transportrisiko zu tragen haben, müssten Sie auch die Gefahr der Erkrankung des Hundes beim Transport übernehmen. Der Beweis dürfte trotz Bestätigung der Gesundheit im EU-Pass vor Reiseantritt insofern schwer zu führen sein.

Mit freundlichen Grüßen

Maren Pfeiffer
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 01.11.2007 | 12:34

hallo, ich bin hauptberuflich immobilienmaklerin, der kauf wurde mit meinem 15 jaehrigen sohn abgeschlossen.im kaufvertrag steht drin das wir keine gewaehrlistung tragen, der tierartzt hat den hund untersucht und fuer gesund befunden, reicht diese aussage meines tierartztes als beweis aus oder nicht? der hund war nie krank und hatte keine vorerkrankung. die reklamationszeit liegt max bei 14 tagen nicht bei drei monaten.und niemand hat bei uns in diesem zeitraum reklamiert.da der hund nicht mehr in unseren haenden ist, wie soll ich beweisen das der hund nicht krank war? ich verkaufe niemals kranke tiere und ein gewerbe kann man das nicht nennen, da wir nicht regelmaessig zuechten und verkaufen.das war ein zufalls wurf.der nicht geplant war. welche rechte habe ich? lg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.11.2007 | 22:59

Soweit es sich um einen Privatverkauf gehandelt haben sollte würde die erwähnte Beweislastumkehr nicht zu Ihren Lasten wirken. Es verbliebe vielmehr bei dem Grundsatz, dass der Käufer, in Ihrem Fall die Käuferin, beweisen müsste, dass bereits zum Zeitpunkt der Übergabe der Hund erkrankt war.
Selbst wenn Ihr dies gelänge würde der Gewährleistungsausschluss greifen, soweit laut dem Vertrag keine Gewährleistung für verborgene Krankheiten übernommen werden sollte, da ja kein Verbrauchsgüterkauf vorläge.

Mit freundlichem Gruß

Maren Pfeiffer
Rechtsanwältin

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