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Welches Umgangsrecht bei Säugling?


15.11.2007 20:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Hallo,
ich hoffe mir kann hier jemand weiterhelfen.

Ich habe das alleinige Sorgerecht für meinen 7 Monate alten Sohn. Momentan im Erziehungsurlaub und ab nächstem Jahr in Ausbildung.

Mit dem Kindsvater habe ich bis zwei Wochen nach der Geburt zusammen gewohnt, danach war Schluß und ich bin mit unserem Sohn zu meinen Eltern gezogen.
Der Kindsvater hat den Kleinen am Wochenende an einem Tag immer abgeholt und über Nacht behalten.
Als Tobias etwa 3 Monate alt war, habe ich rausgefunden dass der Kindsvater ihn des öfteren bei seinen Eltern "abgeschoben" hat. Jedesmal wenn er mir Tobias wieder gebracht hat, hat Tobias nur geschrieen, wollte nicht in sein Bett und ist teilweise jede Stunde in der Nacht schreiend aufgewacht.
Also habe ich mich dazu entschieden ihm den Kleinen nicht mehr zu geben und ihm gesagt er soll seinen Sohn bei mir besuchen.
Hat auch anfangs wunderbar geklappt.
Doch auf einmal möchte er seinen Sohn wieder bei sich haben. Er hat einen Termin beim Jugendamt ausgemacht um dort mit mir den weiteren Umgang zu besprechen.

Beim Jugendamt hat er dann gesagt er möchte seinen Sohn mindestens dreimal die Woche für einen ganzen Nachmittag zu sich holen und auch mal über Nacht behalten.
Ich habe den Vorschlag gemacht, dass er seinen Sohn weiterhin bei mir besucht, da ich das Gefühle habe Tobias fühlt sich bei seinem Vater nicht wohl und auch dass er meiner Meinung nach noch zu klein ist. Der Umgang wird dann natürlich gesteigert wenn er etwas älter ist, z.B. ein Jahr.

Leider kam es beim Jugendamt zu keiner Einigung, da er auf drei Tage pro Woche besteht und ich ihm Tobias aber noch nicht mitgeben möchte solange er so klein ist.




-Muss ich dem Kindsvater den Kleinen schon mitgeben obwohl der gerade mal 7 Monate alt ist?

-muss ich auf die Vorschläge vom Jugendamt eingehen? (dreimal pro Woche)

-was wären sinnvolle Umgangszeiten für ein 7 Monate altes Kind?


lg und schonmal vielen Dank

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.
Da Sie das aleinige Sorgerecht innehaben, sind Sie auch umfänglich dazu verpflichtet, alles dem vertretbare dem Kindeswohl dienende zu unternehmen. Das Sorgerecht umfasst die Aufenthalts- und Umgangsbestimmung.
Das bedeutet natürlich auch, dass das Kind einen Kontakt zu seinem leiblichen Vater aufbauen sollte, sofern hieraus kein Nachteil für das Kindeswohl zu befürchten ist. Nach Ihren Schilderungen scheint es sinnvoll zunächst behutsam den Kontakt zu dem Vater aufzubauen. Es wäre also vernünftig zunächst ausreichend Besuche in Ihrem Beisein durchzuführen, deren Frequenz stetig gesteigert wird, um das Kind an den Vater zu gewöhnen. Hierbei sollten Sie sich Stück für Stück zurückziehen um den Kontakt zu fördern. Sobald dies klappt könnte man daran denken ihm das Kind kurzzeitig anzuvertrauen. Auch hier kann bei positiven Erfahrungen die Frequenz gesteigert werden. Die Sachbearbeiter des Jugendamtes sind in aller Regel erfahrene und ordentlich geschulte Fachleute, die meist auf größere Erfahrung in derartigen Situationen zurückgreifen können. Daher sollten Sie sich die unterbreiteten Ratschläge überlegen. Sofern Sire zu dem Ergebnis kommen, dass diese nicht tragbar sind, müssen Sie diesen Vorschlägen als Inhaberin des alleinigen Sorgerechts nicht nachkommen.
Sie sollten aber in jedem Fall berücksichtigen, dass der Kontakt zu dem zweiten Elternteil für ein Kind stets wichtig ist. Aufgrund von perönlichen Problemen mit dem anderen sollten daher die Belange des Kindes nicht Nachteilig entschieden werden.
Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.
Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 15.11.2007 | 21:18

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Ich gehe mal davon aus, dass der Kindsvater zum Anwalt gehen wird um Übernachtungen etc.. einzuklagen.


Ist es Erfahrungsgemäß so, dass Kinder unter einem Jahr und gegen den Willen des Sorgeberechtigten beim anderen Elternteil Tag und/oder Nacht verbringen müssen?


lg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.11.2007 | 10:24

Sehr geehrte Fragestellerin,

wie bereits erwähnt gilt solange Sie das alleinige Sorgerecht innehaben, bestimmen auch alleine Sie über Aufenthalt und Umgang des Kindes.
Der Kindsvater müsste schon eine gerichtliche Entscheidung herbeiführen, sofern er gegen Ihre Entscheidungen diesebzüglich und damit das Sorgerecht vorgehen möchte.
In Anbetracht der geschilderten Situation wird er hier wohl kaum Erfolg haben, sofern Sie wie erwähnt eine vernünftige Kontaktregelung ermöglichen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
Rechtsanwalt

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