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Welcher Anteil am Erbe meines Vaters steht mir als leibliche Tochter bei seinem Tode zu ?

| 13.01.2011 17:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Meine Eltern hatten 2 Kinder. Mich und meinen Bruder.
Sie ließen sich 1955 scheiden.
Mein Vater heiratet wieder, seine Frau brachte ein Kind mit in die Ehe das er adoptierte.
Zusammen hatten sie noch 3 weitere Kinder.
Meine Mutter und mein Bruder sind bereits gestorben. Aus der Ehe meines Bruders gingen keine Kinder hervor. Ob mein Vater ein Testament gemacht hat weiß ich nicht.
Ich nehme an dass ich beim Tode meines Vaters in irgendeiner Weise erbberechtigt bin als leibliche Tochter.
Welcher Anteil am Erbe meines Vaters steht mir bei seinem Tode zu ?
Wie stelle ich sicher dass ich bei seinem Tode nicht „vergessen" werde ?
Da die Familie meines Vaters weit weg von mir wohnt, krieg ich seinen Tod unter Umständen gar nicht mit da wir so gut wie keinen Kontakt haben.
Kann die jetzige Familie meines Vaters „tricksen" damit wenn er stimmt nichts mehr zum Erben da ist?
Zum Beispiel das bewohnte Haus auf die Ehefrau oder Kinder zu übertragen ?
Das Konto vorher leer räumen ?
Wie verhalte ich mich am besten um nicht benachteiligt zu werden ?

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen aufgrund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Das Erbe der Ehefrau ist zuerst zu berücksichtigen, das gem. § 1931 I 1 BGB ¼ beträgt. Sofern Zugewinngemeinschaft besteht, erhöht sich dieser Anteil gem. § 1931 III, 1371 BGB um ein weitersw Viertel, beträgt also insgesamt die Hälfte.

Da Ihr Bruder kinderlos verstorben ist, wird das Erbe nach dem Gesetz auf die noch lebenden 5 Kinder (einschließlich adopiertem) gleichmässig verteilt.

Somit stünden Ihnen vom Grundsatz her 20% der Hälfte, also 10% zu.

Im Erbfall wird das örtlich zuständige Amtsgericht die Erben erforschen, Sie würden also nur vergessen, wenn die zweite Familie wissentlich falsche Angaben machen würde, was strafrechtlich relevant wäre.

"Getrickst" werden könnte vor dem Erbfall von der zweiten Familie, wenn im Wege der Schenkung Vermögen übertragen werden würde. Allerdings müssten solche Vorempfänge dann wieder ausgeglichen werden.

Im Falle Ihrer Enterbung (Sie würden auf den Pflichtteil gesetzt) müssten je abgelaufenem Jahr der Wert um je 10% reduziert werden, sodass nach 10 Jahren kein Ausgleich mehr von dem Begünstigten auszuzahlen wäre.

Letztlich kommt es also darauf an, ob Ihr Vater testamentarisch verfügt oder nicht und wenn ja, wie.

Konkrete Aussagen sind dazu erst nach Kenntnis der Willens des Erblassers möglich.

Um nicht benachteiligt zu werden, wäre es natürlich hilfreich, wenn Sie jetzt einen Vermögensstatus als Zwischenstand in Erfahrung bringen könnten, weil dann ein Vergleich zu dem Vermögen im Zeitpunkt des Erbfalls gut möglich wäre und daraus erhebliche "Verluste" erkennbar wären.


Ihnen kann ich nur raten, den gesamten Vorgang durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl prüfen lassen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet würde.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.01.2011 | 19:29

"Allerdings müssten solche Vorempfänge dann wieder ausgeglichen werden"
Bedeuted dies daß falls mein Vater z.B. seinen jetzigen Kindern sein Geld schenkt, diese mir meinen Anteil auch geben müssten ?
Das ist zwar Theorie da sich im Nachhinein nicht nachweisen läßt was vorher alles da war.
Das einzige wo nicht so leicht getrickst werden kann ist vermutlich das Haus.

"Im Falle Ihrer Enterbung (Sie würden auf den Pflichtteil gesetzt) müssten je abgelaufenem Jahr der Wert um je 10% reduziert werden, sodass nach 10 Jahren kein Ausgleich mehr von dem Begünstigten auszuzahlen wäre"
Meinten Sie mit Enterbung "vergessen" oder wie ist der Absatz zu verstehen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.01.2011 | 20:27


Sehr geehrter Fragesteller:

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

1. "Allerdings müssten solche Vorempfänge dann wieder ausgeglichen werden"

Ja, diese Vorempfänge müssten angerechnet werden, soweit nicht der Erblasser bei der Zuwendung etwas anderes angeordnet hat, § 2050 I BGB.
Wenn Sie Erbe sind, können Sie mit dem Erbschein bei der Bank auch die Kontostände früherer Jahre in Erfahrung bringen.

2. "Im Falle Ihrer Enterbung (Sie würden auf den Pflichtteil gesetzt) müssten je abgelaufenem Jahr der Wert um je 10% reduziert werden, sodass nach 10 Jahren kein Ausgleich mehr von dem Begünstigten auszuzahlen wäre"

Enterbung bedeutet entweder vergessen im Testament und andere zu Erben bestimmt oder aber auch ausdrücklich auf den Pflichtteil gesetzt.


Ich hoffe, ich habe damit Ihre Nachfrage beantworten können, andernfalls müssten Sie nochmals melden.


Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 13.01.2011 | 21:13

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