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Welchen Schaden kann ich geltend machen?

| 08.07.2015 16:05 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


23:03

Vorgeschichte:
Aufgrund eines Streits mit einem Onlinehändler wird in einem modierierten Internetforum eine Beschwerde veröffentlicht. Der beschwerde Belastete will eine Rücknahme der Beschwerde, die mit Kommentaren als "gelöst" gekennzeichnet wird.
Der Onlinehändler beauftragt einen Anwalt, der mich kostenpflichtig wegen Unterlassung abmahnt.
Ein Anwalt (in der Rechtsform GmbH) wird mandatiert. Der eigene Anwalt verständigt den Gegener, dass er der RA von mir ist und unternimmt ansonsten - nichts. Eine Rückfrage, ob man denn seinerseits negative Feststellungsklage erheben sollte wird abschlägig beantwortet.
Der gegnerische Anwalt reicht Klage ein. Da ich nicht durchgeschaltet habe, dass evtl. eine Pflichtverletzung vorliegen könnte, habe ich dieselbe GmbH für das gerichtliche Verfahren mandatiert.
Es kommt zu einem relativ ungünstigen Vergleich, allerdings wurde die Erfolgschance einer Klage als 50:50 eingeschätzt.
Nach dem Vergleichsbeschluss des Gerichts stellt die GmbH jegliche Tätigkeit ein. Schreiben des gegnerischen Anwalts und des Geerichts werden nicht weitergeleitet. Dadurch kommt es dazu, dass der gegnerische Anwalt für den außergerichtlichen Erstattungsanspruch ( aus dem Vergleich) erst anmahnt und dann mit Vollstreckung droht. Es entstehen zusätzliche Kosten.
Aufgrund der Eigeninitiative verfüge ich nun über die Gerichtsbeschlüsse. Auch hat der gegnerische Anwalt, nachdem ich die Mandatschaft geküpndigt habe mir alle Schreiben als Kopien zur Verfügung gestellt. Die aus dem Vergleich resultierenden Kosten habe ich bezahlt.
Frage 1: Gehe ich recht in der Annahme, dass mein Anwalt mir Schadensersatz schuldig ist, weil er Mahnkosten verursacht hat, da er mich nicht informierte, wohin ich die außergerichtlichen Kosten zu bezahlen habe?
Frage 2: Könnten sich aus der Untätigkeit im außergerichtlichen Verfahren resultierenden Klage sich weitergehende Schadensersatzansprüche ergeben- das Mandat lautete: Erledigung des Rechtsstreits.
Frage 3: Wenn eine GmbH mandatiert wird, ist diese die verantworliche Person, so dass bei Liquidation ich auch bei berechtigten Ansprüchen das Nachsehen habe? Oder ist der jeweils handelnde RA persönlich für Fehler haftbar?


Hinweis zu Frage 2: Mir ist klar, dass man zu einer konkreten Bewertung weitergehende Unterlagen braucht und das ganze auch nicht abschließend mit dem angebotenen Honorar beurteilt werden kann. Mir geht es nur um eine allererste Einschätzung: "Ja, es lohnt sich, tiefer einzusteigen" oder "Nein, hier kann ich mir keinerlei gerechtfertigte Schadenersatzansprüche vorstellen."


08.07.2015 | 16:26

Antwort

von


(892)
Robert-Perthel-Str. 45
50739 Köln
Tel: 022180137193
Web: http://www.rechtsanwalt-schwartmann.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.

Aus dem Kostenbeschluss dürfte hervorgehen, welchen Betrag Sie der Gegenseite schuldeten. Wenn Ihnen der Gegner-Anwalt bekannt war (durch seine Schreiben) und auch seine Konto-Nummer (sollte auf dem Briefkopf stehen), werden Sie gewusst haben, auf welches Konto Sie die Kosten überweisen mussten. Ich sehe hier - ohne nähere Prüfung - keine Pflichtverletzung Ihres Anwalts, die eine Haftung begründen könnte.

2.

Hier kommt es darauf an, welchen Rat Ihnen Ihr Anwalt erteilt hat und ob die Klage aufgrund einer Pflichtverletzung verursacht wurde. Das wird sich ohne genaue Prüfung des Schriftverkehrs zwischen Ihnen und Ihrem Anwalt aber nicht sagen lassen. Wenn er Sie durch fehlerhafte Beratung in einen vermeidbaren Prozess getrieben hat, kommt ein Regressanspruch durchaus in Betracht.

3.

Wenn Sie durch eine RA-GmbH vertreten wurden, scheidet eine persönliche Haftung des Sie vertretenden Anwaltes aus. Ansprüche bestehen dann nur gegenüber der GmbH, welche natürlich über eine Haftplichtversicherung verfügen wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 08.07.2015 | 17:05

Vielen Dank, auch wenn die Antwort nicht die gewünschte ist.
Trotzdem muss ich nochmals nachfassen:

1) Wenn ich Ansprüche gegenüber der GmbH habe, werden die dann- so die Gesellschaft zahlungsunfähig ist, oder aufgelöst, von der Haftpflichtversicherung gedeckt?

2) Zu Frage 1.
Die Situation ist ein wenig schwierig und von mir vielleicht zu blauäugig angegangen
Die zusätzlichen Kosten beziehen sich auf meinen Anteil der außergerichtlichen Kosten, die der gegnerische Anwalt sofort fällig gestellt hat und sofort angemahnt hat. Bis zu meiner Eigeninitiative verfügte ich nur über die lose besprochenen Eckpunkte des Vergleichs, aber nicht über den Vergleichsbeschluss selber.
Um mit Zeiten zu sprechen: Letzter Kontakt zum Anwalt: 26.5. Sein Rat: "Warten, der Vergleich wird wie abgesprochen dem Gericht vorgelegt, sobald das Gericht den Streitwert festgelegt hat, und dann ist für Sie die Sache erledigt" Beschluss des Gerichts am 28.5. Am gleichen Tag Fälligstellung der Forderung des gegnerischen Anwalts. Mitte Juni dann kostenpflichtige Androhung der Vollstreckung.

Nach mehreren Versuchen, per mail und Telefon meinen Anwalt zu erreichen, unternahm ich Ende Juni eigenständig Kontakte mit dem Gericht, Anfang Juli Zusendung der Beschlüsse: 7.7. Einigung mit gegnerischen Anwalt, den Schriftverkehr in Kopie zu bekommen, 7.7 abends Antwort des gegnerischen Anwalts und Begleichung der Rechnung. Ich verfüge über den Kostenbescheid erst seit 3. Juli und über den Schriftverkehrs inklusive der Mahnung erst seit 7.7.


Hätte ich also ohne abschließenden Beschluss , quasi nur aufgrund der Kenntnis der Eckpunkte des Vergleichs auf irgentein Konto des Anwalts die außergerichtlichen Kosten überweisen müssen, also im vorauseilenden Gehorsam? Heißt das in der Konsequenz, dass ich in Zukunft bei Mandatierung stets darauf achten soll, dass der Gegner mir stets in Kopie die Schreiben zukommen lassen soll?

zu Frage 2: Bitte nennen Sie einen Preis für die Bewertung des Schriftverkehrs. Zur Orientierung: Der Streitwert wurde auf 10000 Euro festgelegt.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.07.2015 | 23:03

Die Ansprüche gegen die GmbH sollten, wenn sie berechtigt sind, von der Haftpflichtversicherung übernommen werden.

Nach Ihrer Schilderung wurden Sie von Ihrem Anwalt zu spät über den Vergleich und die anteiligen Kosten informiert, so dass Ihnen zumindest ein Verzugsschaden entstanden ist. Ob Ihnen darüber hinaus aufgrund fehlerhafter Vertretung ein Schaden entstanden ist, vermag ich erst nach Durchsicht der Prozessakte und des Schriftverkehrs zu sagen.

Dieses Mandat kann ich aber momentan mangels freier Kapazitäten leider nicht annehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.07.2015 | 09:07

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Für mich aren die Antworten verständlich, kein Juristendeutsch. Die Respondzeit war auch super.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 10.07.2015
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Für mich aren die Antworten verständlich, kein Juristendeutsch. Die Respondzeit war auch super.


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