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Welche Schritte kann man eventuell noch gehen, um Umgangsrecht mit dem Halbbruder unserer Tochter zu

| 30.01.2008 11:15 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag!
Ich hätte gerne eine Beratung bezüglich des Umgangsrechts.
Zur Geschichte:
Mein Mann hat einen Sohn mit seiner Ex-Freundin. Der Sohn, ist am XXXX geboren. Mein Mann und ich haben eine gemeinsame Tochter, die am XXXX geboren ist. Die Mutter von XXXX war bereist von meinem Mann schwanger,als sie sich von ihm getrennt hat.Mein Mann selbst,hat erst 2 Monate vor der Geburt erfahren,dass er Vater wird.Es kam heraus,dass die Mutter zum Zeugungszeitraum noch einen anderen Mann hatte,mit dem sie heute noch liiert ist.Es wurde ein Vaterschaftstets gemacht,der ergab,dass mein Mann der Vater ist.Kurz darauf,setzten wir uns mit der Mutter in Kontakt und baten sie um regelmäßige Treffen mit den Kindern,da es ja nun Halbgeschwister sind.Sie beschimpfte uns aber nur und sagte uns,dass wir das Kind nicht sehen dürften und sie nur den Unterhalt will.Ihr neuer Freund würde sich um das Kind kümmern und dr Vater sein.
Nach einem Jahr,also 2004,bestand kurzzeitig wieder telefonischer Kontakt,der nach einem Streit aber wieder abbrach.
Die Mutter setzte alles daran den Kontakt zu unterbinden und uns das Leben schwer zu machen.
Die Mutter erhielt für das Kind Unterhaltsvorschuss,da mein Mann arbeitslos war.
In Kürze tritt er aber wieder eine Arbeit an und wird dann auch Unterhalt zahlen.
Seit 2004 gab es keinen Kontakt mehr.
Vor kurzem erhielten wir vom Jugendamt die neue Adresse und schrieben auch gleich einen Brief an die Mutter.Wir baten sie um eine Regelung des Umgangsrechts.Wir wollen XXXX nun endlich auch in unsere Familie miteinbeziehen und kennenlernen.Unsere Tochter freut sich schon sehr auf ihren Halbbruder.Wir erwarten auch im Sommer unser 2.gemeinsames Kind und möchten,dass XXXX von Anfang an,daran mit teil hat.
Wir haben Telefonnummer ,Mail-Adresse usw. angegeben,leider meldete sich niemand bei uns.
Wir schrieben dann ein Fax an das zuständige Jugendamt. Einen Tag später erhielt ich einen Anruf von einem Bearbeiter,der meinte,dass die Mutter gestern bei ihm gewesen sei und ausdrücklich gesagt hat,dass sie nur dem Vater erlaubt sein Kind 1-2 Mal im Monat für eine Stunde oder so zu sehen,natürlich bei ihr zu Hause.Ihr Kind dürfe aber keinen Kontakt zu mir und auch nicht zu seiner Halbschwester haben.Man muss auch dazu sagen,dass man über eine Stunde bis zu der Mutter fährt.Mein Mann ist damit ganz und gar nicht einverstanden,da Maurice uns von Anfang an als komplette Familie kennenlernen soll.Dies sagte ich auch dem Bearbeiter vom Jugendamt.Er meinte aber nur,dass er sich da nicht einmischt,weil die Mutter das Sorgerecht hat und hauptsache sie bekommt weiter monatlich den Unterhaltsvorschuss oder Unterhalt.Er meinte auch,dass es uns nichts bringen würde,wenn wir vor das Gericht gehen würden.Wir haben der Mutter auch den Vorschlag gemacht,dass wir aller 2 Wochen zu ihr kommen und uns alle vertraut machen oder sie kommt mit ihrer Familie zu uns,wenn ihr das lieber wäre.Danach kann man ja immernoch sehen,ob man man auch mal das ind über das Wochenende nehmen kann oder so. Aber auch das lehnte sie ab.Meine Tochter ist jetzt ganz traurig und mein Mann und ich auch.Mein Mann möchte nicht alleine Kontakt zu dem Kind,weil wir eine Familie sind und er der Meinung ist,dass wir das Kind in unsere Familie miteinbeziehen sollen.Es sind ja schon 5 Jahre vergangen,wo wir das Kind nicht sehen durften.Ich kann diese Frau nicht verstehen,wie man sowas machen kann.Wieviele Jahre sollen denn noch vergehen,bis die Kinder volljährig sind?
Nun meine Frage:Kann man da wirklich nichts machen?Müssen alle unter der Sturheit der Mutter leiden,besonders die Kinder?Welche Schritte kann man eventuell noch gehen?

Vielen Dank schonmal!

Sehr geehrte Fragestellerin,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Gemäß § 1684 BGB haben sowohl Ihr Ehemann als auch sein Sohn einen Anspruch auf gegenseitigen Umgang. Dies ist unabhängig davon, ob es sich um ein nicht eheliches oder ein eheliches Kind handelt. Auch eine strikte Weigerung der Mutter kann daran nichts ändern.
Das Umgangsrecht soll dem Elternteil die Möglichkeit geben, sich laufend von der Entwicklung und dem Wohlergehen des Kindes zu überzeugen und die zwischen ihnen bestehenden Bande zu pflegen, also einer Entfremdung vorzubeugen und dem Liebesbedürfnis beider Teile Rechnung zu tragen.
Dies ist nur dann auszuschließen, soweit es zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Solche Gründe sind grundsätzlich nicht das geringe Alter des Kindes oder ein sich anbahnendes Vater-Kind-Verhältnis zum neuen Lebensgefährten der Mutter
Schon in einem Beschluss des OLG Karlsruhe vom 23.9.1998 (18UF 192/98) stellte das Gericht fest, dass es grundsätzlich auch dem Wohl eines nichtehelichen Kindes entspricht, persönlichen Umgang mit seinem Vater zu haben. Für die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes sei es bedeutsam, seinen leiblichen Vater so früh wie möglich zu kennen und die Beziehung zu ihm durch Pflege von Umgangskontakten aufrechtzuerhalten und zu entwickeln, zumal auf (lange) Dauer keineswegs abzusehen ist, ob und wie sich das Verhältnis zum neuen Partner der Mutter darstellen und erhalten wird.

Sie sollten daher zunächst noch einmal mit dem Jugendamt sprechen und Ihre Situation und Ihr Anliegen, unter zu Hilfenahme der gesetzlichen Regelungen, mitteilen. Auch sollten Sie versuchen den Kontakt zu der Kindsmutter weiterhin aufrecht zu erhalten. Wenn dennoch keine Einigung zu erzielen ist, sollten Sie an die gerichtliche Geltendmachung eines Umgangsrechts denken. Hierfür ist das Familiengericht am Wohnsitz des Sohnes zuständig.
Außerdem sollten Sie das Angebot der Mutter, dass Ihr Mann das Kind zunächst alleine sehen darf, annehmen, da sich ein gerichtliches Verfahren sehr lange hinziehen kann.

Ich hoffe, daß meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2008 | 07:30

Mein Mann möchte nicht alleine den Umgang mit dem Kind wahrnehmen,nur mit mir und mit unserer Tochter.Er selbst versteht sich weder mit der Mutter,noch mit dem Lebensgefährten der Mutter gut.Ich selbst würde es auch nicht unterstützen,wenn er alleine das Kind besuchen würde,denn das Kind soll von Anfang an die ganze Familie kennenlernen.Das Kind kennt ja auch kein anderes Verhältnis.Das Kind kennt ja seinen Vater bislang noch gar nicht.
Das Jugendamt möchte sich nicht mehr einmischen und wird dazu nichts mehr sagen,dass es der Meinung ist,dass sie nichts machen können,da die Mutter das Sorgerecht hat.Der Bearbeiter meinte ja auch,hauptsache der Unterhalt kommt,egal ob mein Mann der Bedingung der Mutter zustimmt oder nicht.
Er meinte,dass einzige wäre das Gericht,was uns aber nicht helfen würde.Besteht denn wirklich keine Chance,dass wir den Umgang als Familie wahrnehmen können?Denn alleine möchte das mein Mann nicht.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.01.2008 | 09:15

Sehr geehrte Fragestellerin,

den von mir genannten Anspruch aus § 1684 BGB auf Umgang hat natürlich nur Ihr Mann selbst.
Sollte Ihr Mann diesen Umgang nun gerichtlich einklagen und hierbei Erfolg haben, kommt es bezüglich Ihres Kontaktes mit dem Sohn Ihres Mannes auf die getroffene Regelung an.
Meist sehen Umgangsregelungen vor, dass der umgangsberechtigte Elternteil das Kind mehrere Wochenenden und teilweise auch in den Ferien zu sich nehmen darf.
Welche Regelung jedoch genau getroffen wird, ist Frage des Einzelfalls und kann hier nicht abschließend beurteilt werden.
Bei der oben genannten Regelung könnten auch Sie und Ihre Tochter das Kind Ihres Mannes kennen lernen und es in die Familie integrieren.
Sie schreiben jedoch selbst, dass das Kind seinen Vater noch gar nicht kennt. Daher kam mein Vorschlag, dass aufgrund dieser Tatsache und der Tatsache, dass die gerichtliche Geltendmachung des Umgangsrechts Zeit in Anspruch nehmen wird, Ihr Mann zunächst einmal seinen Sohn kennen lernen soll.
Dies könnte sich auch auf einen Umgangsrechtsstreit positiv auswirken, da das Familiengericht die Bemühungen Ihres Mannes sehen würde und eine Regelung bei der Ihr Mann das Kind nicht nur im Beisein von Dritten sehen könnte, möglicherweise schneller gefunden würde.

Mit freundlichen Grüßen,

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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