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Welche Rolle spielt die Anrede Herr oder Frau bei einer Abmahnung?


| 19.02.2007 18:25 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andrej Wincierz



Ich wurde Abgemahnt und die war auch berechtigt! Ich habe daraufhin einen Anwalt aufgesuchtder mir helfen sollte weil die Kosten für dieAbmahnung mir zu hoch erschienen es belief sich auf 1780 Euro.Da aber die Abmahnung auf Herr ausgestellt wurde und ich aber eine Frau bin mit einem männlichen Vornamen hat mein Anwalt mir geraten ich sollte darauf nicht reagieren was natürlich nach hinten losging und ich eine EV bekommen habe wo aber nicht mit Herr angeschrieben wurde und mein Anwalt mir gesagt hat das man da nichts machen könnte weil es ohne mündliche Verhandlung ist.Ich sollte jetzt erst mal abwarten was noch kommt! Was ich natürlich auch getan habe.Dann kam eine Abschlusserklärung wieder mit der Anrede Herr und mein Anwalt sagte ich sollte die nicht unterschreiben weil mein Mann wäre dafür ja nicht verantwortlich und ich wäre nicht gesondert aufgefordert worden.Ich habe sie aber unterschrieben weil ich ich mich angesprochen fühlte da stand schliesslich mein Name und meine Adresse!
Welche Rolle spielt denn die Anrede bei einer Abmahnung?
Hätte mir der mein Anwalt sagen müssen das die Abschlusserklärung zusätzlich Kosten bringen?
Ich habe ihm von anfang an gesagt das ich es nicht zu einer Klage kommen lassen will weil die Abmahnung berechtigt war er wollte es auf eine klage ankommen lassen was mir aber nur zusätzliche Kosten gebracht hätte.
Er verlangt jetzt Beratunskosten von 756,09. Er hat genau das gegenteil gemacht anstatt von den Kosten runterzugehen hat er die Kosten für mich verdoppelt!
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

auf Grund der von Ihnen gemachten Angaben beantworte ich die Frage wie folgt:

In wettbewerbsrechtlichen Prozessen muss derjenige, der die strafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben soll, hinreichend bestimmt sein. Entscheidend ist also nicht, welche Anrede in dem Anschreiben (Abmahnung) steht, sondern wer in der Unterlassungserklärung genannt ist.

Wenn ein Unterlassungsanspruch gegen Sie bestand, ist es sehr risikobehaftet, eine Verteidigung auf eine Geschlechterverwechslung aufzubauen. Ebenfalls ist es nicht zu empfehlen, auf eine Abmahnung gar nicht zu reagieren. M.E. hätte ein Hinweis auf die Kostenfolge ergehen müssen und darüber aufgeklärt werden müssen, dass eine Einstweilige Verfügung erlassen werden kann.

Ein Anwalt muss die Aussichten einer Rechtsverfolgung sorgfältig prüfen. Er muss die notwendigen Maßnahmen rechtzeitig einleiten.

Eine Pflicht über das Kostenrisiko zu belehren besteht zwar nicht allgemein, wohl aber, wenn der Mandant hierüber möglicherweise falsche Vorstellungen hat.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit Beantwortung der Frage weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen

Andrej Wincierz
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 19.02.2007 | 19:11

Meines erachtens bin ich von meinem Anwalt falsch beraten worden und er hat mich nicht auf die höheren Kosten aufmerksam gemacht! Kann man da nicht auf Schadensersatz klagen weil er das auf die leichte Schulter genommen hat und mich nicht ausreichend informiert hat?

Nachfrage vom Fragesteller 19.02.2007 | 19:11

Meines erachtens bin ich von meinem Anwalt falsch beraten worden und er hat mich nicht auf die höheren Kosten aufmerksam gemacht! Kann man da nicht auf Schadensersatz klagen weil er das auf die leichte Schulter genommen hat und mich nicht ausreichend informiert hat?

Ergänzung vom Anwalt 19.02.2007 | 19:17

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit einen Schadenersatzabspruch in Höhe der Kosten für das gerichtliche Verfahren und der Folgekosten für die Abschlusserklärung geltend zu machen. In wie weit eine Aufrechung mit dem dem Honorar des Anwalts möglich ist, wäre zu prüfen. Es spricht einiges für ein Fehlberatung.

Mit freundlichen Grüßen

Andrej Wincierz
Rechtsanwalt
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