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Welche Rechtsform passt am besten?

| 20.01.2017 13:31 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von


17:16
Wir sind zwei sehr gute Freunde und möchten ein Studio für App-Entwicklung in Berlin öffnen.
Bei jeder Programmierung besteht das Risiko, dass es gehackt werden kann und für den Kunden daraus bestimmte Verluste entstehen können. Wir würden uns gerne für solche Fälle absichern und die Haftung beschränken.

Deswegen ist die passende Rechtsform von großer Bedeutung.

Wichtige Kriterien:
- die Anmeldung der Firma soll einfach sein und möglichst ohne Beglaubigungen
- die Steuern so klein wie möglich
- Haftung beschränken
- ABER keine GmbH aufgrund 25000€

Was empfiehlt sich in dieser Situation als Rechtsform?

PS: Da wir die noch keine Kunden haben, wird es sehr wenig Aufträge in der nächsten Zeit geben.

20.01.2017 | 14:09

Antwort

von


(23)
Güterbahnhofstraße 10
37073 Göttingen
Tel: 0551-5211627
Web: http://www.RAScheide.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Für eine wirksame Haftungsbeschränkung gegenüber Kunden ist die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung das Mittel der Wahl.

In Deutschland ist dafür neben der von Ihnen nicht gewünschten GmbH die UG (Unternehmergesellschaft) haftungsbeschränkt möglich. Diese bedarf allerdings auch der Mithilfe eines Notars bei der Gründung genau wie die GmbH. Die Kosten hierfür können jedoch durch Verwendung eines vorgegebenen Musterprotokolls gem. § 2 Abs. 1a) GmbHG gesenkt werden.

Die UG muss wie die GmbH bilanzieren. Dadurch entstehen höhere Kosten für Buchhaltung und Steuerberatung im Gegensatz etwa zu einer Einzelfirma oder GbR. Dies lässt sich jedoch nicht vermeiden, wenn eine wirksame Haftungsbeschränkung erreicht werden soll.

Eine ausländische Rechtsform wie zB die englische Limited bringt in dieser Hinsicht keine Kostenvorteile, verursacht im Gegenteil zusätzliche laufende Kosten, hiervon würde ich abraten.

Folgende Kosten für eine UG-Gründung fallen an:
Eintragung im Handelsregister etwa 120 Euro
Notarkosten etwa 100,00 Euro für Mustervertrag und Registeranmeldung
Bankgebühren für Firmenkonto etwa 5 bis 10 Euro pro Monat
Mitgliedschaft in der Industrie- und Handeskammer etwa 120 bis 240 Euro pro Jahr.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Ingo Scheide

Nachfrage vom Fragesteller 24.01.2017 | 23:07

Also am besten einfach als GbR anmelden und richtig die AGBs formulieren und die Haftung für solche Fälle auschließen?
Bleiben aber durch solche Ergänzungen die AGBs wirksam?
Was kostet normalerweise die Formulierung der AGBs entsprechend des Gesetztes bei dem Abwalt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.01.2017 | 17:16

Sehr geehrter Fragesteller,

bei einer UG oder GmbH ist die Haftung insgesamt auf das Vermögen der Gesellschaft begrenzt.

Der Haftungsausschluss durch AGB ist keine solche Begrenzung auf ein bestimmtes Vermögen, sondern im Gegenteil wird die Haftung für bestimmte Schadensfälle ausgeschlossen, zB bei nur leichter Fahrlässigkeit oder für nicht vorhersehbaren Schäden.

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung beschränkt also die Haftungsmasse, die AGB beschränken die Haftungstatbestände.

AGB sollten stets von einem Fachmann formuliert werden. Welche Haftungsbeschränkungen und Anspassungen möglich sind, bestimmt sich maßgeblich nach
-der Art der angebotenen Dienstleistung/der vertriebenen Waren
-dem Vertriebsweg (Onlineshop, Ladengeschäft, etc.)
-den potentiellen Vertragspartnern (Unternehmer oder Verbraucher)

Für die Erstellung von rechtssicheren individuell auf Ihr Unternehmen angepassten AGB müssen Sie mit Kosten von ca. 500,00 € netto rechnen.

Ich hoffe, Ihnen mit der Antwort weitergehofen zu haben und stehe natürlich für die Erstellung von individuellen AGB gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwalt Ingo Scheide

Ergänzung vom Anwalt 20.01.2017 | 14:19

Ergänzen möchte ich, dass für eine optimale Haftungsbegrenzung in jedem Falle die Vereinbarung von allgemeinen Geschäftsbedigungen mit zusätzlichen Haftungsbegrenzungen anzuraten ist. So kann in vielen Fällen die Haftung von vornherein ausgeschlossen werden.

Dies gilt für Unternehmen aller Rechtsformen.

Sie sollten also bei Aufnahme ihrer Tätigkeit und vor Vertragsschluss mit Kunden aktuelle AGB zur Verfügung haben, die entsprechende Klauseln enthalten.

Bewertung des Fragestellers 24.01.2017 | 23:04

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