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Welche Fristen muss ich zur Geltendmachung meines Pflichtteilsanspruches einhalten?

13.04.2008 13:26 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske


Welche Fristen muss ich zur Geltendmachung meines Pflichtteilsanspruches einhalten? Ab wann beginnen diese Fristen?

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

für den eigentlichen Pflichtteilsanspruch gilt die 3-jährige Verjährungsfrist des § 2332 Abs. 1 BGB .

Die Frist beginnt ab dem Zeitpunkt, von dem an der Pflichtteilsberechtigte Kenntnis vom Tod des Erblassers und des wesentlichen Inhalts der ihn beeinträchtigenden letztwilligen Verfügung hat.

Auch ohne eine solche Kenntnis tritt ansonsten spätestens nach 30 Jahren Verjährung ein.

Auch für Pflichtteilsergänzungsansprüche gegen die Erben gilt die 3-Jahresfrist. Für den Fristbeginn ist hier zusätzlich die Kenntnis von der das Erblasservermögen verkürzende Schenkung erforderlich.

Geht es um einen Pflichtteilsergänzungsanspruch gegen den Beschenkten selbst, gilt die Frist des § 2332 Abs. 2 BGB . Hier wird die Frist allein durch Kenntnis des Erbfalls in Gang gesetzt.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Verjährung auch vorübergehend gehemmt werden (z.B. bei Verhandlungen oder Rechtsverfolgung) oder neu in Gang gesetzt werden (z.B. bei Anerkenntnis des Anspruches durch eine Abschlagszahlung).

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.
Soweit ansonsten aus dem Bereich frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 13.04.2008 | 14:30

Verzichte ich auf meinen Pflichteilsanspruch, wenn ich der Erteilung eines Erbscheines aufgrund eines Erbvertrages, der meine Stiefmutter als "befreite Vorerbin, und zwar ohne Rücksicht darauf, welche Pflichtteilsberechtigte (...) vorhanden sind", vorsieht?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.04.2008 | 11:56

Sehr geehrter Fragesteller,

auf den Pflichtteilsanspruch verzichten Sie nach Eintritt des Erbfalls dann, wenn Sie einen entsprechenden formlosen Erlassvertrag mit den Erben schließen. Allein in der Zustimmung zu einem Erbscheinsantrag liegt noch kein Pflichtteilsverzicht.

Mit einem Erbvertrag kann unter Umständen aber ein stillschweigend abgeschlossener Pflichtteilsverzicht verbunden sein. Ob dies hier der Fall ist, kann ohne Kenntnis des genauen Wortlaut des gesamten Erbvertrages nicht beurteilt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin

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