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Welche Folgen erwarten mich nach einem angefahrenen Kind?


15.05.2006 14:56 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht



Guten Tag!

Aus guter Absicht ist leider ein bitterer Zwischenfall geworden.

Meinen Pkw habe ich in einer Spielstrasse abgestellt. Da viele Kinder am spielen waren und unsere Einfahrt frei wurde, wollte ich den Kindern mehr Platz schaffen und das Fahrzeug in unsere Einfahrt umsetzen.

Es waren mehrere Kinder zwischen 3 bis etwa 6 Jahren auf der Strasse und eine erwachsene Nachbarin. Ich wies darauf hin, dass ich das Fahrzeug weg setzen würde, worauf die Nachbarin auch ihr eigenes Kind an die Hand nahm.
Über die Spiegel versuchte ich einen Überblick zu erhalten, legte den Rückwärtsgang ein, schaute in das Gesicht der Nachbarin durch das Beifahrerfenster und nahm den Fuss von der Bremse. Ohne Betätigung des Gaspedals setzte sich mein Pkw langsam rückwärts in Bewegung. Schon im nächsten Moment schrie ein Kind. Trotz des Blicks in den Spiegel war in der Zwischenzeit ein weiteres Kind an das Fahrzeug auf der Fahrerseite getreten und der hintere Reifen rollte über dessen Fuss.

Das Kind (4 Jahre) wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Gott sei Dank kam es mit einer relativ einfachen Quetschung und dem Schrecken davon.
Das Kind tut mir sehr leid, zumal es in der Nachbarschaft ohnehin oft von anderen Kindern geärgert wird. Beide Elternteile des geschädigten Kindes sind Anwälte und das Verhältnis ist arg gespannt.
Mir geht es nicht darum, mich um die Verantwortung zu drücken. Das Kind wurde durch den von mir bewegten Reifen geschädigt. Aber bevor die Eltern eine Haftstrafe fordern können, wüsste ich gerne einen Rahmen, der mich erwartet.
Haben die Eltern einen Teil ihrer Aufsichtspflicht verletzt?
Spielt die erwachsene und informierte Nachbarin eine Rolle?

Kleine Ergänzung: vor 8 Jahren habe ich bereits einen Unfall mit Körperverletzung gehabt. Ein leichter Auffahrunfall wurde später eine vorsätzliche Körperverletzung mit Schmerzensgeld usw.

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüssen


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich unter
Zugrundelegung Ihrer Angaben und unter
Berücksichtigung Ihres Einsatzes summarisch wie folgt:

Die Auskunft im Rahmen dieses Forums kann nur
die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der
geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind,
umfassen. Daneben können weiterere Tatsachen
von Bedeutung sein, die im Einzelfall auch zu einem
völlig anderen Ergebnis führen können
Verbindliche Empfehlungen darüber, ob und
gegebenenfalls wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können,
sind nur im Rahmen der Erteilung eines Mandats möglich.

Der von Ihnen geschilderte Geschehensablauf rechtfertigt m.E. allenfalls den Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung. Fahrlässig deshalb, weil Sie nicht die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beachtet haben (Umschauen beim Rückwärtsfahren,
Spiegelblick reicht nicht). Aus diesem Grunde spielt hinsichtlich Ihrer strafrechtlichen Verantwortlichkeit die Nachbarin keine Rolle. Zivilrechtlich könnte es lediglich unter dem Aspekt des "Einweisen lassen" relevant werden, aber auch nur hinsichtlich eines Mitverschuldens der Nachbarin.

Die Eltern selbst haben Ihre Aufsicht hier nicht verletzt.

Nach § 229 StGB macht sich wegen fahrlässiger Körperverletzung strafbar, wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht. Im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall, bei der eine Person verletzt wird, kommt es oftmals zu Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung. Die Tat wird aber grundsätzlich nur auf Antrag des Verletzten verfolgt. Ein solcher Antrag ist wohl in der Form der Eltern
zu erwarten.

Wird bei einem Verkehrsunfall eine Person verletzt, dann wird gegen den Unfallverursacher ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Sie sollten frühzeitig einen Anwalt aufsuchen, um die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nicht ohne weiteres
hinnehmen zu müssen und gewissermaßen auch zu einem frühen
Zeitpunkt durch Akteneinsichtnahme über Ihren Verteidiger
ggf. auch Schmerzensgeldansprüche im Strafverfahren abzuwehren.

§ 229 StGB sieht einen Strafrahem von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vor.

In Ihrem Fall würde ich die Prognose wagen unter Berücksichtigung
der Gesamtumstände, soweit diese mitgeteilt wurden, dass man eine
Geldstrafe gegen Sie festsetzen wird im Wege des Strafbefehls, d.h. es würde nicht zu einer Anklageerhebung und anschließender Hauptverhandlung kommen.

Ich biete Ihnen gerne ein Mandantengespräch in dieser Angelegenheit an. Nutzen Sie hierfür meine email Adresse oder rufen Sie mein Büro an.

Mit freundlichen Grüßen

Marc Kleber
Rechtsanwalt


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