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Welche Art von Aufenthaltsgenehmigung wird benötigt?


21.01.2006 21:46 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht



Schilderung:
60 Jahre alt, Rentner, unabhängig und komplett selbsversorgend ist desöfters innerhalb den letzten 2 Jahren in Deutschland gewesen. Dieser hat Eigentum und festen Wohnsitz in Kanada.
Möchte als Zweitwohnsitz in Deutschland seinen Abend verbringen, weil er
a)einen sehr wertvollen Hund in Deutschland kaufte und diese in eine Hundeschule brachte und
b)weil er Deutschland sehr schön findet.

Fragen:
Welche Vorraussetzungen muß er erfüllen um sich in Deutschland mit zweitem Wohnsitz anmelden zu dürfen?

Welche Art von Aufenthaltsgemehmigung muss beantragt werden und wo muss er diese beantragen,(in der gewünschen Stadt des zweiten Wohnsitzes?)

Bislang hat er nur seine Besuche durch Pass für kurzzeit Aufenthalte verwendet, soll er beim nächsten mal ein langzeit Visum holen?

Er wird nicht in Deutschland arbeiten müssen, da er genügend Geld zur Selbstversorgung hat und Rendite seiner Investitionen aus Kanada erhält um nicht zum Sozialfall zu werden?

Was könnten Sie uns als Rat geben um schnellstmöglichst diesem Mann helfen zu können?

Muss er hier irgendwelche Bürgschaften haben? (Ich frage dieses, weil ich für meine unbeschränkte Aufenthaltsgenehmigung in den USA, einen Bürgen brauchte)

Mit freundlichen Grüßen,
GL_Engel

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihr Bekannter kann, wenn er sich das nächste Mal zu einem Besuch in Deutschland aufhält, bei der Ausländerbehörde seines Aufenthaltsorts oder in Kanada in der für ihn zuständigen deutschen Auslandsvertretung anfragen, ob ihm eine "Aufenthaltserlaubnis für sonstige Zwecke" (§ 7 Abs. 1 Satz 2 AufenthG) erteilt werden kann. Nach den Verwaltungsvorschriften zu dieser Art von Aufenthaltserlaubnis kann ein derartiger Aufenthaltstitel an begüterte Pensionäre erteilt werden, die regelmäßig Deutschland besuchen möchten. Die zuständigen Behörden machen hiervon allerdings grundsätzlich nicht Gebrauch und verweisen die Antragsteller auf die Möglichkeit, ein Jahresvisum zu beantragen, das eine Gültigkeitsdauer von bis zu drei Jahren bekommen kann. Inhaber solcher Visa sind berechtigt, sich bis zu neunzig Tage binnen eines halben Jahres in Deutschland aufzuhalten; die Begründung eines zweiten Wohnsitzes in Deutschland ist mit einem solchen Visum allerdings nicht möglich. Unter Umständen machen die Behörden aber bei kanadischen Staatsbürgern eine Ausnahme und sind bereit, eine Aufenthaltserlaubnis nach § 7 Abs. 1 Satz 2 AufenthG zu erteilen. Ihr Bekannter sollte sich einfach einmal erkundigen.

Bei der Beantragung der Aufenthaltserlaubnis oder des Jahresvisums muss Ihr Bekannter darlegen, dass er imstande ist, seinen Aufenthalt in Deutschland und seine Rückreise nach Kanada aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Dies kann durch eine Sicherheitsleistung seinerseits geschehen oder dadurch, dass eine Person in Deutschland eine so genannte "Verpflichtungserklärung" unterschreibt. Mit dieser Erklärung verpflichtet sich die Person, für alle Kosten des ausländischen Staatsbürgers aufzukommen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Auskunft weiterhelfen. Gern stehe ich Ihnen auch bei der nun erforderlichen Kommunikation mit den Behörden mit Rat und Tat zur Seite. Hierfür können Sie sich über meine Homepage (siehe oben) mit mir in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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