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Weiterverkauf eines in Erbengemeinschaft geerbten Hauses

26.01.2016 18:53 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag,

mein Vater hinterließ sein Haus seinen drei Kindern zu gleichen Teilen, somit bilden wir eine Erbengemeinschaft. Ich würde das Haus übernehmen und die beiden anderen ausbezahlen, es besteht Einigkeit über den Kaufpreis.
Ich kann die Immobilie nicht selbst nutzen, sie ist vermietet.
Nach geltendem Recht müsste ich wohl Spekulationssteuer bezahlen, falls das Haus vor Ablauf der 10 Jahresfrist veräußert werden würde.
Angenommen:
1. ich verkaufe das Haus zum gleichen Preis (Anteil, den ich an die Geschwister bezahlt habe plus meinem Drittel Anteil). Fallen in dem Fall Steuern an?
2. ich verkaufe das Haus teurer. Wie wird die Steuer in dem Fall berechnet.
3. ich mache Verluste, weil der Wert der Immobilie gesunken ist und auch noch Vorfälligkeitsentschädigung bezahlt werden muss, kann ich in dem Fall Verluste beim Finanzamt geltend machen?

Vielen Dank vorab für Ihre Antwort
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
26.01.2016 | 19:50

Antwort

von


(406)
Borsigallee 2
53125 Bonn
Tel: 0228/ 259433
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen die Teilfragen Ihrer Anfrage wie folgt:

1.
Wenn Sie das Haus zu demselben Preis verkaufen, wie Sie es selbst erworben haben, müssen Sie keine Steuern abführen. Mit der so genannten Spekulationssteuer werden nur positive Gewinne versteuert.

2.
Wenn Sie das Haus zu einem höheren Preis verkaufen können als Sie es selbst - zuzüglich Ihres Erbanteils - erworben haben, wird der Gewinn in der Tat versteuert. Bemessen wird dieser, indem die Differenz zwischen dem alten und dem neuen Wert gebildet und hiervin ein Drittel abgezogen wird.
Den Wertzuwachs an Ihrem ererbten Drittel müssen Sie also nicht versteuern.

Begründet ist dies deshalb, weil nur für kostenpflichtige Erwerbsgeschäfte die Spekulationsfrist gilt. In Ihrem Fall würde also fiktiv zwischen einem kostenpflichtigen und einem kostenfreien Erwerbsanteil unterschieden.

3.
Sofern Sie Verlust machen, gilt das bereits Gesagte: Eine Spekulationssteuer fällt nicht an. Die Vorfälligkeitsentschädigung, welche zum Zwecke eines lastenfreien Verkaufs für eine Kreditabgeltung anfällt, kann nicht bei den Werbungskosten geltend gemacht werden.

Sollten Sie allerdings mit Gewinn verkaufen, können Sie die Vorfälligkeitsentschädigung, ebenso wie die Kosten des damaligen Eigentumserwerbs durch "Abkaufen" bei Ihren Miterben (Notarkosten, Grundbuchgebühren) von Ihrem Gewinn abziehen. Nur dieser verminderte Gewinnbetrag ist zu versteuern.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

(406)

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53125 Bonn
Tel: 0228/ 259433
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