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Weitergabe von Kundendaten am Telefon

26. Februar 2022 22:40 |
Preis: 30,00 € |

Datenschutzrecht


Beantwortet von


14:47

Bei der Arbeit erhielten wir einen Anruf von einem Interessenten an einem Produkt, das wir für einen Kunden gefertigt haben. Der Interessent wollte direkt mit dem Kunden über das Produkt sprechen, woraufhin wir ihm Name und Telefonnummer des Kunden genannt haben. Uns wurde daraufhin bewusst, dass hier gegen den Datenschutz verstoßen wurde. Der betroffene Kunde wurde über die Sachlage informiert und wir erhielten von ihm am Telefon nachträglich die Erlaubnis zur Weitergabe der Daten.
Ist man in diesem Fall zur Meldung bei der Datenschutzbehörde verpflichtet, welche Angaben müssten gemacht werden und welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

26. Februar 2022 | 23:12

Antwort

von


(1286)
Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
Tel: 0202 697 599 16
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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage der durch Sie mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

In Ihrem Fall könnte nach Art. 4 Nr. 12 DSGVO eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten, also eine Datenschutzverletzung, in Form der unbefugten Offenlegung personenbezogener Daten vorliegen.

Dazu hätten Sie unbefugt personenbezogene Daten gegenüber dem Anrufer offenlegen müssen. Soweit Sie den Namen einer natürlichen Person offengelegt haben und nicht nur einer Firma, handelt es sich um personenbezogene Daten. Da Sie im Zeitpunkt der Offenlegung noch nicht die Zustimmung hatten ist das auf jeden Fall auch unbefugt erfolgt. Durch die nachträgliche Zustimmung kann das auf datenschutzrechtlicher Ebene nicht geheilt werden.

Allerdings haben Sie bereits mit dem betroffenen Unternehmen bzw. der betroffenen Person Rücksprache gehalten.

Eine Meldepflicht nach Art. 33 DSGVO ergibt sich deshalb auch dann nicht, wenn es sich um die Daten einer natürlichen Person gehandelt haben sollten, die Sie offengelegt haben. Eine Meldepflicht besteht nur, wenn die Offenlegung zur Risiken für die Rechte Freiheiten einer natürlichen Person führt. Da in Ihrem Fall keine Risiken bestehen, weil die Weitergabe der Kontaktdaten offenbar für die betroffene Person unproblematisch ist, besteht auch keine Meldepflicht.

Das haben Sie mit dieser Bewertung des Vorfalls auch ausreichend dokumentiert, falls dennoch noch einmal jemand wegen des Vorfalls auf Sie zukommen sollte.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwältin-


Rückfrage vom Fragesteller 27. Februar 2022 | 14:14

Sehr geehrte Frau Stadler,

herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Bedeutet das also, dass mit der Dokumentation des Vorfalls und der Rücksprache mit dem Kunden (natürliche Person) alle nötigen Schritte unternommen wurden, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27. Februar 2022 | 14:47

Sehr geehrter Fragesteller,

nach meiner Einschätzung kann sich in Ihrem Fall keine Meldepflicht mehr ergeben. Sie hätten damit alles unternommen, was erforderlich ist, um diese Datenschutzverletzung ordnungsgemäß zu behandeln.

Sie sollten diese Beratung aufbewahren, falls es nochmals zu Rückfragen der Behörden kommen sollte.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwältin-

ANTWORT VON

(1286)

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