Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.336
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Weitergabe Versicherungsdaten durch Makler


14.09.2007 14:24 |
Preis: ***,00 € |

Datenschutzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter



Sehr geehrte Rechtsanwältin, sehr geehrter Rechtsanwalt,

ich lebe in Scheidung. Meine Ex-Frau und ich versuchen über Anwälte das gemeinsame Haus und die in der Finanzierung hinterlegten Versicherungen zu teilen. Diese Versicherungen haben wir bei ihrem Vater als Versicherungsmakler abgeschlossen. Ihr Vater betreut alle Verträge, meine und ihre. In einem letzten Schreiben der Gegenseite wurde in Ausführungen Bezug auf meine Versicherungen genommen und der aktuell genaue Rückkaufswert meiner Versicherung benannt. Diese Information war meiner Ex-Frau bisher noch unbekannt. Ich nehme an, dass ihr Vater als Makler auch eine Abschrift vom Rückkaufswert erhalten hat. Folgende Fragen stellen sich:

1. Kann der Makler diese Vertragsdaten einfach so weitergeben?
2. Was kann ich unternehmen, um dies zu unterbinden? Bitte nennen Sie neben der Nutzung eines Anwalts auch weitere Möglichkeiten!
3. Wie kann ich einen noch nicht bezifferbaren Schaden geltend machen? Muss ich einen Schaden nachweisen?
4. Wer trägt für die Schritte, die ich unternehmen kann, die Kosten?
5. Und noch eine etwas kuriose Frage, die mir durch den Kopf geistert: Ist es möglich, das in meinen rechtlichen Auseinandersetzungen die Information des Rückkaufswertes jetzt nicht mehr genutzt werden kann, da diese nicht rechtsmäßig erstanden wurde?

Vielen Dank!
Sehr geehrter Fragender,

zu Ihren Fragen:
1. Kann der Makler diese Vertragsdaten einfach so weitergeben?

Sofern es Sie nur betrifft, nein! Betrifft es beide, so bedarf es der Zustimmung beider, wenn der Makler weiß, dass Sie in Scheidung leben (als Vater wohl klar).

2. Was kann ich unternehmen, um dies zu unterbinden? Bitte nennen Sie neben der Nutzung eines Anwalts auch weitere Möglichkeiten!

Selbst schriftliche auffordern, dies für die Zukunft zu unterlassen unter Androhung von rechtlichen Konsequenzen und ankündigen, dass Sie einen eventuellen Schadensersatz für die Vergangenheit noch beziffern werden (dann haben sie den schon mit angekündigt).

3. Wie kann ich einen noch nicht bezifferbaren Schaden geltend machen? s. vorstehend

Muss ich einen Schaden nachweisen?

Den Schaden müssten Sie nachweisen. Da jedoch spätestens das Gericht die Unterlagen anfordern kann, dürfte ein Schaden wohl nicht entstanden sein. Als Partei sind Sie verpflichtet umfassend über Ihr Vermögen Auskunft zu geben und müssen dies am Abschluss ggf. eidesstattlich versichern. Sollte Ihre Frau bis dahin noch nichts davon gewusst haben, so hätten Sie ihr das spätestens nach Aufforderung durch den Anwalt mitteilen müssen. Dieser Auskunftsanspruch ist gerichtlich durchsetzbar und mit Kosten verbunden. Das Verhalten war zwar falsch, aber ein Schaden wohl schwer belegbar.

4. Wer trägt für die Schritte, die ich unternehmen kann, die Kosten?

Für den Unterlassungs-Anspruch für die Zukunft müsste die Gegenseite die Anwaltskosten tragen (falls Sie es nicht alleine schreiben), aber wenn die Partei sich weigert, müssten sie den Anspruch einklagen.

5. Und noch eine etwas kuriose Frage, die mir durch den Kopf geistert: Ist es möglich, das in meinen rechtlichen Auseinandersetzungen die Information des Rückkaufswertes jetzt nicht mehr genutzt werden kann, da diese nicht rechtsmäßig erstanden wurde?

Nein, das ist nicht so!!! S. auch Auskunftsanspruch Ihrer Frau oben

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter

Nachfrage vom Fragesteller 14.09.2007 | 14:58

Vielen Dank für Ihre Antworten!

Ergänzen möchte ich, dass wir eine Scheidungsfolgenvereinbarung getroffen haben, in der alle Versicherungen nach dem damals aktuellen Wert aufgeteilt wurden. Die betreffende Versicherung gehört mir und ist im Zuge der Vermögensteilung hälftig noch meiner Ex-Frau zugeteilt wurden. Die ganze Aufteilung ist strittig. lt. Vereinbarung soll meine Frau von dieser Versicherung 50% ausgezahlt bekommen. Ich bin Versicherungsnehmer und sie ist Bezugsberechtigt im Todesfall.

Ändert das Ihre Antworten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.09.2007 | 15:08

Ihre Nachfrage betrifft nunmehr Frage 3, denn dadurch könnte sich eventuell doch ein Schaden ergeben.

Prinzipiell haben Sie ja die damaligen Werte zu Grunde gelegt, sodass es sich nunmehr, wenn natürlich die Scheidungsfolgevereinbarung - so wie ich sie verstehe keinen Bestand mehr hat oder zumindest strittig ist - eine andere Sachlage zwischen Ihnen und Ihrer Frau ergibt, die diese dazu ermuntern könnte, nunmehr andere Forderungen zu stellen.

Mit der Bezifferung des Schadens müsste man aber ohnehin das Verfahren abwarten, es kann sein, dass überhaupt keine Konsequenzen daraus gezogen werden.
Sie sollten das aber Ihrem Anwalt alles mitteilen, damit der rechtzeitig reagieren kann.

Die Aufforderung würde ich aber lossenden und wie gesagt den Schadensersatzanspruch ankündigen.

Ich hoffe, Ihnen nunmehr geholfen zu haben.

Nur so angemerkt: bedenken Sie, dass wenn Ihnen jetzt etwas passiert, erhält Ihre Frau alles, da sie noch Bezugsberechtigte ist.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60143 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle und hilfreiche Antworten. Kompetent und freundlich. So wünscht man es sich als Mandant. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Informationen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle und ausführliche, sehr gute Antwort. ...
FRAGESTELLER