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Weitere Arten des Warenkreditbetruges


26.06.2006 15:56 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Guten Tag,

ich habe am 17. Juni 2006 ein Schreiben des Polizeipräsidenten in Berlin bekommen, welches den Betreff "Schriftliche Äußerung im Strafverfahren" trägt. Weiter heißt es: "Gegen Sie wird ein Ermittlungsverfahren geführt, das folgende Beschuldigung zum Gegenstand hat: Weitere Arten des Warenkreditbetruges zum Nachteil von ......"

Ich bin 38 Jahre alt, besuche auf dem 2.BW eine Schule und beziehe Bafög. Vor zwei oder drei Jahren habe ich die Eidesstattliche Versicherung abgelegt, ich bin nicht vorbestraft.
Es stimmt, ich habe teilweise Waren bestellt, die ich im Nachhinein nicht oder erst später bezahlen konnte. Dennoch habe ich mich immer bemüht und bestimmt nicht in absichtlichen Täuschungsversuchen gehandelt. Der Wert der zugrundeliegenden Rechnung liegt bei ca. 150 Euro und stammt aus dem Jahre 05/2004.

Nun zu meinen Fragen: Wie soll ich reagieren? Es steht mir frei, mich zu äußern oder auch nicht, was ist sinnvoll? Habe ich Nachteile, wenn ich mich nicht schriftlich äußere? Brauche ich auf jeden Fall einen Rechtsanwalt, der mich gegebenenfalls auch vor Gericht vertreten kann?

Außerdem würde ich gerne Kontakt aufnehmen zu dem Gläubiger, weiß aber nicht, wie ich das am Geschicktesten anstelle. Ich kann den Betrag zwar kurzfristig ausgleichen, habe aber Angst, mich mit meinen Aussagen selbst zu belasten, zumal ich nicht weiß, ob noch andere Sachen anhängen, es heißt ja "weitere Arten". Kann ich bei Einigung mit einer Einstellung des Verfahrens rechnen?

Und: was wird auf mich zukommen? Vorstrafe, Gefängnis?

Ich freue mich auf die Beantwortung meiner Frage, Gruß

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Leider ist der Tatbestand des Eingehungsbetruges erfüllt, wenn Waren bestellt werden, keine fristgerechte Zahlung erfolgt und eine eidesstattliche Versicherung vorliegt. Diese ist drei Jahre lang gültig. Bei der strafrechtlichen Beurteilung kommt es auf den Tatzeitpunkt an.

Von daher empfiehlt es sich, geständig zu sein, Reue zu zeigen und den Schaden umgehend wieder gutzumachen. Auch wenn Sie nicht zur polizeilichen Vernehmung erscheinen müssen, ist dies dennoch ratsam.

Der Strafrahmen des Betruges beinhaltet Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Wenn Sie nicht einschlägig vorbestraft sind, werden Sie –falls eine Einstellung nicht in Betracht kommt- zunächst mit einer Geldstrafe „ davonkommen“.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen


Sabine Reeder
Rechtsanwältin


Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.
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