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Weiterbildungsordnung für Zahnärzte Berlin


07.02.2018 14:56 |
Preis: 40,00 € |

Medizinrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Pleßl, Dipl.-Jur.



Ich möchte neben meiner Teilzulassung in einer eigenen Zahnarztpraxis meine Weiterbildung in Berlin fortsetzen.
Von der zuständigen Kammer wird es aber mit Verweis auf die Weiterbildungsordnung §3 Absatz 4 abgelehnt.
http://www.zaek-berlin.de/dateien/Content/Dokumente/Zahn%C3%A4rzte/Zahn%C3%A4rzte_Download/Berufsrecht_Gesetze_und_Rechtliches/Weiterbildungs-_und_Pr%C3%BCfungsordnung_der_Z%C3%84K_Berlin.pdf

Darin steht "(4) Eine Zeit beruflicher Tätigkeit, in der auch eine eigene Praxis ausgeübt wird, ist
auf die Weiterbildungszeit nicht anrechnungsfähig."

Ich würde interpretieren, dass die Wochenarbeitszeit in meiner eigen Praxis nicht Anrechnungsfähig ist, aber für Zeit in einer Weiterbildungsstätte schon.

Ich bitte um Interpretation und Erklärung.


Einsatz editiert am 07.02.2018 19:49:01

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Interpretation ist leider nicht zutreffend. Bei Ihrer Auslegung wäre das Wort "auch" in Absatz 4 überflüssig.

In Absatz 1 der von Ihnen zitierten Vorschrift heißt es:

"Die Weiterbildung muß ganztägig und in hauptberuflicher Stellung erfolgen. „ln hauptberuflicher Stellung" bedeutet, daß es sich um keine Nebentätigkeit handeln darf."

Absatz 4 regelt einen Unterfall, der nicht möglich ist. Für diese Konstellation wurde gerade kein Ausnahmetatbestand wie in Absatz 2 geschaffen.

Hier in Niedersachsen heißt es in § 3 Absatz 5 der Weiterbildungsordnung der Zahnärztekammer:

"Gleichzeitig zur Weiterbildungszeit darf keine zahnärztliche / ärztliche Tätigkeit in eigener Praxis,
Privatpraxis und Zweigpraxis ausgeübt / geführt werden. Die parallel ausgeübten Weiterbildungszeiten werden
nicht als Weiterbildungszeit angerechnet."

Das ist vielleicht etwas deutlicher ("parallel"). Ich hätte Ihnen gern bessere Nachricht gegeben.

Freundliche Grüße
Stefan Pleßl, RA


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