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Weihnachtsgeld spenden: EkSt und SV-Beiträge (Non-profit)

| 26.10.2015 16:18 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch


Als befreundete Arbeitskolleg/innen wollen mit einer E-Mail- /Social-Media-Kamapgne dazu aufrufen zugunsten von Flüchtlingen auf (Teile) des Weihnachtsgeldes zu verzichten. Unsere Kernidee: Der Arbeitnehmer verzichtet vorab auf den Lohn und verpflichtet seine Arbeitgeber im Gegenzug zur Spende des Geldes an eine gemeinnützige Organisation. Wir erhoffen uns höheren Spendensummen, wenn aus vom Netto- statt vom Bruttolohn gespendet wird.
Leider sind wir im Steuerrecht keine Profis, unsere Fragen:

- Kann die Lohnspende so ohne Abzug der EkSt realisiert werden?
- Fallen auf die Spende SV-Beiträge (Rente, Arbeitslosenvers. etc.) an?
- Kann der Arbeitgeber das gespendete Weihnachtsgeld seiner MA weiterhin als Betriebsausagabe (wir den Lohn) geltend machen?
- Wer bekommt ggf. die Spendenquittung (Arbeitgeber, Arbeitnehmer)?
- Gibt es bei der Konstruktion rechtliche "Fallstricke", die wir beachten sollten?

Bei unserer Idee handelt es sich um ein nicht-komerzielles Projekt, daher wären wir über die Beantwortung der Fragen ohne großes Budget sehr glücklich!!! Vielen lieben Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Tatsächlich ist die von Ihnen gewünschte Idee so nicht ohne Weiteres umsetzbar. Eine brutto-Spende durch den Arbeitnehmer ist nicht umsetzbar, da ihm das Geld zumindest rechtlich zufließen muss, damit er es spenden kann. Ein solcher Zufluss ist aber nur nach Abzug der entsprechenden Steuerbeträge denkbar und nur im Bereich einer solchen netto-Spende ist der Arbeitnehmer auch der Zuwendende. Natürlich kann dann der AG auch den Betrag als Betriebsausgabe abziehen.

Eine "brutto-Spende" verlangt zwei Dinge, einen finalen Verzicht auf diese Zahlung überhaupt gegenüber dem Arbeitgeber, soweit das vertraglich möglich ist. Dann eine Spende des Arbeitgebers in Höhe des brutto-Betrages. Dann aber liegt keine Betriebsausgabe mehr vor, sondern eine Spende, aber faktisch nur des Arbeitgebers. Hier jedoch kann die arbeitsvertragliche Gestaltung problematisch sein, dies müsste im Einzelfall geprüft werden. Es sind Gestaltungen denkbar, in denen eine Verzichtserklärung trotzdem zu einer Abrechnung beim AN führt und damit nur zu der Möglichkeit einer nett-Spende.
Der Gesanke gefällt mir gut, allein das deutsche Steuerrecht steht einer Umsetzung vermutlich deutlich im Weg.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 26.10.2015 | 20:52

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