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Wegeunfall mit Unterbrechung zur Arbeit


| 23.11.2016 00:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Meine Frage liegt hier ein Wegeunfall vor?

ich bin im angestellten Verhältnis in Teilzeit. Ich habe die Aufgabe bei den vorgegenen Kunden Waren neu zu präsentieren, aufzufüllen, etc. Der Weg zur den Kunden und die Fahrt welchen Kunden ich als erstes anfahre, wird mir überlassen.
Ich fahre normalerweise, diesen Kunden über die Autobahn an, da ich aber durch Arbeit st. Schmerzen hatte habe ich mir eine Physio-Praxis ausgesucht, die auch auf direktem Weg zum 1. Kunden anfahrbar ist, nur eine andere Route. An dem Unfalltag fuhr ich also von zuhause los, parkte mein Auto in einer Parktasche auf der Route und ging dann zu Fuss in der nächsten Querstrasse zur Physio-Therapie. Als ich wieder zu meinem Auto gehen wollte und auf der Strasse ankam, wo mein Auto geparkt war, sah ich nur noch Feuerwehr und Polizei. in der Zeit der Behandlung war ein LKW auf mein geparktes Auto aufgefahren. Ich stand unter Schock. Eigentlich wollte ich den Weg zum 1. Kunden fortsetzen, dies war aber nicht mehr möglich.
Meine Frage: ist dies ein Wegeunfall, da ich zwar eine Unterbrechung hatte, aber ich die Arbeit, bzw. Fahrt zum Kunden nicht mehr Fortsetzen konnte. Es ist auch noch zu sagen. die Fahrzeit gilt als Arbeitszeit und wird vergütet.

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage aufgrund des geschilderten Sachverhaltes, wie folgt:

Sie fragen nach einem Wegeunfall.

Hier ist zunächst festzustellen, dass Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) nur Personennschäden abdecken, jedoch keine Sachschäden. Da aus Ihrer Schilderung hervorgeht, dass ein LkW auf Ihr geparktes Fahrzeug aufgefahren ist, gehe ich davon aus, dass es sich hier lediglich um einen Sachschaden handelt. Hierfür können Sie die gesetzliche Unfallversicherung nicht in Anspruch nehmen, so dass sich die Frage nach einem Wegeunfall gar nicht stellt.

Den an Ihrem Fahrzeug entstandenen Sachschaden müssen Sie bei der KfZ -Haftpflichtversicherung des Unfallgegners geltend machen, ggf. bei Ihrer eigenen Kaskoversicherung.

Sollten Sie aus "eigener Tasche" Reparaturkosten zu tragen haben, könnten Sie diese im Rahmen der Einkommenssteuererklärung als Werbungskosten geltend machen, wenn die Fahrt beruflich veranlasst war. Hier käme dann der Begriff "Wegeunfall" zum Tragen.

In erster Linie rate ich Ihnen, den Sachschaden am Fahrzeug mittels Gutachten oder Kostenvoranschlag feststellen zu lassen, und dann schriftlich nachweisbar unter Fristsetzung bei der gegenerischen Haftpflichtversicherung Schadenersatz zu fordern.

Ich hoffe, diese Ausführungen waren für Sie hilfreich, und konnten einen ersten Überblick über die Rechtslage darstellen.

Sollten Sie insgesamt Nachfragen haben, oder sich der Sachverhalt doch anderweitig darstellen, nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Für eine weitergehende Beratung/Vertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung, und verbleibe


Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 23.11.2016 | 18:06

Sehr geehrte Frau Müller,
Hier geht es nicht um die Sachbeschädigung, sondern ich stand unter Schock und konnte die Arbeit nicht wieder aufnehmen. Anschließend war ich eine Woche krank geschrieben.
Deshalb die Frage: gilt dies als Wegeunfall? Bei dem Verkehrsunfall mit der Sachbeschädigung war ich so gesehen nur Zeuge. Ich stand unter Schock, da ich eigentlich beim Aufprall im Auto gesessen hätte, aber glücklicherweise hatte die Physio-Praxis einen Fehler gemacht. Es waren 2 Termine eingetragen obwohl ich nur einen gehabt hätte.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.11.2016 | 12:40

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage, wie folgt:

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ich einen Anspruch auf immateriellen Schadenersatz/Schmerzensgeld hier nicht sehe. Es handelte sich glücklicherweise nur um einen Sachschaden, niemand wurde verletzt. Nach Rspr. des Bundesgerichtshofes ( vgl. Urt. v. 27.01.2015, Az. VI ZR 548/12) muss jedoch bei einem Schockschaden eine " traumatische Auswirkung von einiger Dauer" vorliegen. Verlangt wird außerdem eine personale Sonderbeziehung zwischen Erst- und Zweitgeschädigtem. Dies ist in Ihrem Fall nicht gegeben.
Es tut mir leid, Ihnen keine positivere Rückmeldung geben zu können.


Mit freundlichen Grüßen

Yvonne Müller
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 24.11.2016 | 12:47


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"Ich fragte nach einem Wegeunfall, also ein Unfall der auf dem Weg zur Arbeit war, leider ging man nur aus Schadenersatz und Schmerzensgeld ein. Dies war nicht meine Frage. Fazit: Thema verfehlt"
Stellungnahme vom Anwalt:
Die Frage wurde vollumfänglich beantwortet, nur wohl offenbar nicht mit dem vom Fragesteller gewünschten Ergebnis. Die Frage eines Wegeunfalles stellt sich nunmal eben dann nicht, wenn Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung nicht in Anspruch genommen werden können, weil kein ersatzfähiger Schaden in diesem Sinne vorliegt. Einen Sachschaden ersetzt eine gesetzliche Unfallversicherung nicht. Die Bewertung mag angepasst werden.
FRAGESTELLER 24.11.2016 2,2/5.0
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